Crash hinter dem Safety-Car: So erklärt sich George Russell!

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 2 Min.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll." Doch dann fällt George Russell doch noch etwas ein - zu seinem Abflug im Emilia-Romagna-Grand-Prix in Imola, unter Gelb, direkt hinter dem Safety-Car. Und dann sagt Russell: "Ich ärgere mich sehr!"

Kein Wunder: Williams-Fahrer Russell lag in Runde 51 mit Aussicht auf seine ersten Formel-1-Punkte gut im Rennen, schnupperte als Zehnter an etwas Zählbarem. Kurz darauf aber stand sein Williams demoliert auf dem Grünstreifen neben der Strecke.

Wie das kam? Russell erklärt: "Ich habe versucht, die Reifen auf Temperatur zu halten. Ich beschleunigte und schaltete gleichzeitig, und das Ganze mit kalten, alten Reifen. Manchmal passiert das auf kalten Reifen."

Russell spürte den Druck von Räikkönen

Er habe sich auf den Re-Start vorbereiten wollen, um sich dann gegen Kimi Räikkönen direkt hinter sich zur Wehr zu setzen. "Und da ist es meine Aufgabe, meine Reifen bestmöglich zu fordern", erklärt Russell. "Ich hatte eine Chance auf einen Punkt, also musste ich super aggressiv sein."

George Russell, Williams FW43

George Russell, Williams FW43<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
George Russell, Williams FW43Steven Tee / Motorsport Images

Steven Tee / Motorsport Images

George Russell, Williams FW43

George Russell, Williams FW43<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
George Russell, Williams FW43Mark Sutton / Motorsport Images

Mark Sutton / Motorsport Images

George Russell, Williams FW43

George Russell, Williams FW43<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
George Russell, Williams FW43Steven Tee / Motorsport Images

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George Russell, Williams FW43

George Russell, Williams FW43<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
George Russell, Williams FW43Steven Tee / Motorsport Images

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George Russell, Williams FW43

George Russell, Williams FW43<span class="copyright">Andy Hone / Motorsport Images</span>
George Russell, Williams FW43Andy Hone / Motorsport Images

Andy Hone / Motorsport Images

Das zahlte sich für den britischen Rennfahrer aber nicht aus: Sein Fahrzeug bog nach links ab und knallte frontal in die Streckenbegrenzung. "Als ich das Auto verlor", sagt Russell, "hing ich praktisch schon in der Mauer. Das tut mir wirklich leid für das Team. Da gibt es keine Ausreden, aber ich werde daraus lernen."

Williams' Performance-Leiter Dave Robson gibt sich indes "sehr enttäuscht". Einerseits aufgrund des Abflugs von Russell, andererseits aufgrund des bereits dritten elften Platzes von Nicholas Latifi in diesem Jahr. So verpasste Williams erneut knapp die Top 10 und damit die ersten Saisonpunkte.

Nicht alles lief schief für Williams in Imola

Robson findet aber auch anerkennende Worte für Russell: "Er hatte eine gute Pace und fuhr im Rennen über weite Strecken konkurrenzfähig im Mittelfeld mit."

Das ist das einzige Positive, was Russell aus Imola mitnimmt. Er meint: "Wir befanden uns aus eigener Kraft in dieser Position. Ich hatte Ocon überholt und war ihm davongefahren. Zeitweise war ich auf einem Niveau mit den McLaren vor mir gefahren."

"Das Auto", so resümiert der Williams-Fahrer, "war stark dieses Wochenende. Wir verstehen es immer besser. Manchmal war ich in den bisherigen Rennen etwas zu konservativ, aber heute habe ich definitiv mein Limit gefunden."

Was er nun tun müsse, um erstmals einen WM-Punkt zu erzielen, wird Russell gefragt. Antwort: "Keine Ahnung. Auf jeden Fall nicht so dumme Fehler machen wie heute."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.