Ist Dynamo schon reif für den Durchmarsch?

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Ist Dynamo schon reif für den Durchmarsch?
Ist Dynamo schon reif für den Durchmarsch?

Für Dynamo Dresden war es ein perfekter Saisonstart. Vor heimischer Kulisse wurde am vergangenen Sonntag Mitaufsteiger FC Ingolstadt 3:0 besiegt.

Mit dem FC St. Pauli, der zu Hause Holstein Kiel ebenfalls mit 3:0 bezwang, teilten sich die Dresdner die Tabellenführung.

Vor dem Spiel am heutigen Sonntag beim Hamburger SV (2. Bundesliga: Hamburger SV - Dynamo Dresden, ab 13:30 Uhr im LIVETICKER) ist die Stimmung bei Dynamo-Trainer Alexander Schmidt und seinem Team natürlich glänzend.

Ganz zur Freude von Klub-Ikone Benjamin Kirsten, der von 2009 bis 2015 das Dynamo-Tor hütete. “Ich war nicht überrascht über den Sieg gegen Ingolstadt, wenngleich die Höhe und die Art und Weise schon sehr unerwartet war”, sagt der 34-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

“Wenn es im Auftaktspiel gleich gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt geht, dann kann das auch anders ausgehen. Aber es war ein verdienter Sieg.” (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Schon Vater Ulf Kirsten spielte für Dynamo

Kirsten, dessen Vater Ulf für Dynamo und Bayer Leverkusen stürmte, hat inzwischen seine Karriere beendet, ist mit August-Beginn wieder zurück bei seinem Verein.

Bei Dynamo wird er eine Umschulung zum Sportfachwirt machen. “Ich kümmere mich im Verein dann auch noch um verschiedene Bereiche wie zum Beispiel das Torwart-Scouting. Ich freue mich sehr.”

Auch, wenn er nach seiner Zeit bei den Dresdnern noch für den niederländischen Verein NEC Nijmegen und beim 1. FC Lokomotive Leipzig spielte, hat Kirsten Dynamo, für das er schon in der Jugend spielte, nie aus den Augen verloren.

“Die Entwicklung bei Dynamo ist absolut positiv, auch den Abstieg im Vorjahr hat man gut verkraftet. Es gibt ein neues Trainingszentrum mit hochprofessionellen Möglichkeiten”, sagt der ehemalige Torwart.

“In dieser Pandemie konnte keiner etwas konkret planen, so musste man im Verein auf Rücklagen setzen, die man sich über Jahre hart erarbeitet hat. Unter anderem auch durch die Sonder-Umlage der Fans war der Verein letztendlich schuldenfrei.”

Sieg gegen Ingolstadt ein “ganz wichtiger Schritt”

Dynamo sei “sehr gut gerüstet für diese Saison”. Die Verantwortlichen hätten sich in der Sommerpause “viele Gedanken gemacht und es wurden einige interessante Spieler geholt, die die Qualität der Mannschaft nach dem Aufstieg nochmal erhöht haben”.

Und weiter: “Natürlich ist es immer schwierig in so einer Pandemie, wenn man auf die Zuschauer erstmal nicht setzen kann. Aber mit dem Sieg gegen Ingolstadt hat man einen ganz wichtigen Schritt gemacht, um sich viel Motivation für die nächsten Spiele zu holen.”

Der Trainerwechsel von Markus Kauczinski zu Alexander Schmidt zum Ende der vergangenen Saison zeigt seine Wirkung. “Das kam sicher überraschend, es war zu dem Zeitpunkt keine leichte Zeit. Solch eine Veränderung kurz vor Saisonende muss ein Team auch erstmal verarbeiten”, meint Kirsten.

“Aber, wenn es dann so erfolgreich abläuft ohne Niederlage, hat sich jeder Trainer einen Zweijahresvertrag verdient.” Den hat Schmidt inzwischen erhalten.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

“Das Trainerteam ist top aufgestellt und hat eine gute Mischung. Wir können da positiv in die Zukunft blicken”, findet Kirsten.

Kirsten: “Der Aufstieg ist nicht das Ziel”

Nach dem souveränen Auftaktsieg beginnt so mancher Fan der SGD insgeheim schon zu träumen. Könnte Dynamo gar ein Wörtchen mitreden im Kampf um den Aufstieg?

“Dynamo ist immer für eine Überraschung gut, aber der Aufstieg ist nicht das Ziel”, stellt Kirsten klar. “Wir sollten den Klassenerhalt als Ziel haben, alles, was dazu kommt, ist ein Bonus.”

Dies sei auch jedem im Verein bewusst. “Der Schritt raus aus Corona und rein in die Normalität wäre für alle schön. Und vielleicht kann man ja auch im Pokal die eine oder andere Runde überstehen.”

Von Spiel zu Spiel denken - das ist bei Fußballern eine beliebte Antwort, wenn sie nach Saisonzielen gefragt werden. Die nächste Partie steht nun am heutigen Sonntag im Hamburger Volksparkstadion an.

“Trotz alledem sind wir gefährlich”

“Der HSV gehört nicht in die 2. Liga, kann sich aber seit Jahren nicht freischwimmen. Sie haben einen hervorragenden Kader und verfügen über ganz andere Mittel als Dynamo. Wir sollten gut daran tun unsere Außenseiter-Rolle zu nutzen”, sagt Kirsten und ergänzt: “Trotz alledem sind wir gefährlich, haben eine ausgeglichene Truppe und können den einen oder anderen Großen ärgern. Aber der HSV hat gegen Schalke gezeigt, was für eine Qualität er hat.”

Auf eines setzt Kirsten: den treuen Anhang der Sachsen. “Dynamo lebt natürlich von den Fans und ich hoffe, dass sie bald wiederkommen können. Dann kann die komplette Stärke des Klubs ausgespielt werden. Die Entwicklung ist noch nicht zu Ende.” (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)


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