7,5 Mio. für Hütter für Eberl okay: "Eher verzichte ich auf ..."

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7,5 Mio. für Hütter für Eberl okay: "Eher verzichte ich auf ..."
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Der Transfermarkt im internationalen Fußball ist seit der Corona-Krise nicht mehr derselbe.

Während es vor der Krise kaum ein Halten in Sachen Ablösen und Gehälter gab, zwingt die neue Situation viele Klubs dazu, den Gürtel enger zu schnallen. Gleichzeitig müssen viele Klubs ihre Spieler zu Geld machen, um Mindereinnahmen auszugleichen.

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"Ich sehe einen sehr kleinen Käufermarkt. Und einen extrem großen Verkäufermarkt", skizzierte Max Eberl die aktuelle Transfermarkt-Situation im kicker. Dabei sehe der Manager von Borussia Mönchengladbach vor allem die Klubs aus England im Vorteil. "Der Käufermarkt wird aus England kommen", ist er sich sicher. Aber der ehemalige Bundesliga-Profi betonte auch: "Die Dimension von 2019 wird der Markt jedenfalls nicht erreichen. Die Vereine machen jetzt, da die Entscheidungen gefallen sind, erst einmal Kassensturz und wissen dann, was möglich ist."

Eberl: Engländer "Zünglein an der Waage"

Die Klubs von der Insel generieren am meisten Einnahmen durch nationale TV-Gelder, was sich vor allem in der aktuellen Situation bemerkbar macht. "Die englischen Vereine finden die grüne Wiese vor. Sie können auf fast jeden Verein zugehen in der Annahme, dass dieser Verein verkaufen muss und nicht groß pokern kann", erklärte Eberl. Mit ihrem "mächtigen Fernsehvertrag" seien "die Engländer das Zünglein an der Waage". England werde "letztendlich der Markt sein, der entscheidet, wann und in welchem Umfang es losgeht".

Klubs wie Gladbach müssen sich in diesen Zeiten anders aufstellen. Das sieht Eberl allerdings auch als Chance. "Der Zwang, gute Spieler selbst zu entwickeln, wird größer für die Klubs. Davon profitiert der Nachwuchs."

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Diesem Konzept haben sich die Fohlen für die kommende Saison verschrieben. Der Kader wird nicht durch große Transfers in der Breite verstärkt, sondern durch talentierte Nachwuchsspieler. "Wir werden zur neuen Saison vier, fünf spannende junge Spieler dazu nehmen, die ihre Chance bekommen – und das Potenzial haben, sie auch zu nutzen", sagte Eberl.

Gladbach-Manager rechtfertigt Hütter-Ablöse

Ein wesentlicher Faktor dabei soll auch der neue Trainer Adi Hütter spielen. 7,5 Millionen Euro zahlte Gladbach für seinen neuen Übungsleiter an Eintracht Frankfurt, um die Ausstiegsklausel Hütters zu aktivieren. Doch Eberl rechtfertigte diese Summe. "Er macht, im besten Fall, deine jungen Spieler besser, die Mannschaft insgesamt", erklärte er.

Doch auch wirtschaftlich mache so eine Summe durchaus Sinn. "Dadurch erfahren die Investments des Vereins am Ende auch eine Wertsteigerung. Im Umkehrschluss ist es daher absolut okay, für Trainer auch Geld zu bezahlen."

Eberl ging sogar noch weiter: "Warum sollte man ausgerechnet für ihn kein Geld bezahlen? Gute Trainer entscheiden, wie gut die Entwicklung deines Vereins ist", sagte der 47-Jährige. Er ergänzte: "Ich gehe sogar so weit und sage: Eher verzichte ich auf einen Spieler und leiste mir dafür meinen Wunschtrainer."

Bei den Fohlen hat Hütter allerdings keine Ausstiegsklausel. "Ich hatte in unserem Gespräch erwähnt, dass ich es gerne ohne Ausstiegsklausel machen möchte, und das war für ihn okay", sagte Eberl.

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