Eberl appelliert an Profiklubs: Mehr Einheit, weniger Populismus

SID
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Sportdirektor Max Eberl vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach will nach dem umstrittenen "G15-Gipfel" der Profiklubs zukünftig wieder mit allen Bundesliga-Vereinen an einem Tisch diskutieren.

"Es ging dort bei weitem nicht nur ums Fernsehgeld, und gerade deswegen hätte ich alle Klubs mit dazugenommen. Ich plädiere sehr dafür, dass man miteinander spricht und Einheit zeigt. Solche Debatten in der Öffentlichkeit halte ich für kontraproduktiv", sagte Eberl der Frankfurter Rundschau.

Auf Initiative von Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, hatten am Mittwoch vergangener Woche Vertreter von 14 Erstliga-Klubs und Zweitligist Hamburger SV als elitärer Kreis über Zukunftsthemen des Fußballs diskutiert und dabei auch über die anstehende Verteilungsregelung der Fernsehgelder ab der kommenden Saison gesprochen.

Mönchengladbach war dabei vertreten. Zuvor hatten 14 andere Profivereine für eine Änderung des bisherigen Schlüssels zu Lasten der Topklubs plädiert und ein entsprechendes Positionspapier entworfen.

Eberl ärgert sich über "populistischen Ansatz"

Eberl wünscht sich in der Zukunft weniger öffentliche Diskussionen. Dass das Positionspapier der 14 anderen Klubs sofort in den Medien auftauchte, ärgerte Eberl.

"Alle vier Jahre wieder wird das Fernsehgeld diskutiert, und alle vier Jahre wieder werden Positionspapiere entworfen und an die Medien durchgesteckt. Dass man Positionen entwickelt, damit habe ich kein Problem. Aber warum macht man das öffentlich? Warum bringt man seine Vorschläge nicht intern vor, sondern wählt einen populistischen Ansatz? Offenbar doch, um so auch die eigene Position zu stärken", sagte er.