Ecclestone glaubt: Formel-1-Rückzug von RTL "hängt mit Vettel zusammen"

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Mit dem Abschied von RTL aus der Formel-1-Übertragung zum Ende dieser Saison werden Fans die Königsklasse hauptsächlich nur noch im Pay-TV verfolgen können. Bezahlsender Sky sicherte sich die exklusiven Übertragungsrechte für 2021/22, will aber vier ausgewählte Rennen im Jahr für alle frei zugänglich machen.

Für Bernie Ecclestone, der sich als ehemaliger Formel-1-Boss seinerzeit auch um sämtliche TV-Deals kümmerte, ist die Frage, warum sich RTL aus der Berichterstattung zurückgezogen hat, leicht zu beantworten. "Das hängt mit Vettel zusammen", sagt der 89-Jährige im Interview mit dem Schweizer Medienportal 'Blick'.

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"Ohne ihn wird der Sender sein Live-Zugpferd verlieren. Interessant ist jetzt, wie die Schweiz und Österreich reagieren. Mit Sky Deutschland kehrt ja ein alter Kunde zurück", so die Analyse von Ecclestone. Nachdem sich Sebastian Vettel und Ferrari Ende 2020 trennen werden, geht er von einem Rücktritt des Deutschen aus.

Damit werde die Formel 1 für RTL zu uninteressant - und wohl auch zu unprofitabel. Die besten Quoten fuhr der Sender zu Zeiten von Michael Schumacher ein. Daran, dass dessen Sohn Mick für ähnliche Begeisterungsstürme sorgen könnte, wenn er einmal in die Königsklasse aufsteigt, glaubte der Sender augenscheinlich nicht.

RTL selbst erklärte seine Entscheidung vor allem mit finanziellen Gründen. Der Wettbewerb um die TV-Rechte habe den "wirtschaftlich vertretbaren Rahmen verlassen, den wir uns gesteckt haben", sagte Geschäftsführer Jörg Graf. Sky soll für die Exklusivrechte Gerüchten zufolge das Doppelte geboten haben - mit Erfolg.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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