Ecclestone selbstkritisch: Zu viel Geld für zu wenig Show

SID
Ecclestone selbstkritisch: Zu viel Geld für zu wenig Show

Bernie Ecclestone (86) hat sich selbstkritisch über seine Zeit an der Spitze der Formel 1 geäußert. "Ich habe zu hohe Rechnungen gestellt für das, was wir angeboten haben", sagte der abgesetzte Chefpromoter am Rande des Grand Prix von Bahrain (Sonntag, 17.00 Uhr/RTL und Sky): "Für das Geld, das wir verlangt haben, haben wir unter meiner Kontrolle nicht die entsprechende Show geliefert."
Ecclestone bestimmte über Jahrzehnte die Geschicke der Königsklasse, wurde aber Ende Januar als Geschäftsführer von den neuen Besitzern der Rennserie abgesetzt. Die Millionen-Deals, die der Brite mit den Streckenbetreibern und den TV-Anstalten ausgehandelt hatte, zeigten aber auch sein gutes Verhandlungsgeschick. "Ich bin ein Gebrauchtwagenhändler", sagte der Brite und schmunzelte. Der Grund für sinkende Zuschauerzahlen an den Strecken und am TV sei einfach: "Weil wir ein schlechtes Produkt hatten."
In Bahrain weilt der "Ehrenpräsident" des PS-Zirkus auf persönliche Einladung von Kronprinz Salman bin Hamad bin Isa Al Chalifa. Chase Carey, der neue Geschäftsführer der Formula-One-Group, scheint derweil keinen besonderen Wert auf Ecclestones Rat zu legen. "Sie haben mich noch nichts gefragt - Gott sei Dank", sagte Ecclestone, der erstmals seit seiner Entmachtung ein Rennen besucht: "Ich bin glücklich und beschäftigt." Die Rennstrecke in Sao Paulo werde er aber nicht - wie zuletzt spekuliert worden war - kaufen.


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