Effenberg: Dieses Zeichen sollte Bayern bei Flick jetzt setzen

SPORT1
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Effenberg: Dieses Zeichen sollte Bayern bei Flick jetzt setzen
Effenberg: Dieses Zeichen sollte Bayern bei Flick jetzt setzen

FC Bayern? Nationalmannschaft? Wo liegt die Zukunft von Hansi Flick? Die Spekulationen um den Trainer des deutschen Rekordmeisters reißen nicht ab.

Weil beim FCB weitreichende Zukunftsentscheidungen anstehen, die eng mit der Trainerposition verknüpft sind, ist die Personalie von großer Bedeutung.

"Es geht nicht einfach nur darum, ob der FC Bayern in der nächsten Saison einen neuen Trainer braucht", erklärte SPORT1-Experte Stefan Effenberg in seiner Kolumne bei t-online.de. Es gehe vielmehr darum, "wer diesen riesigen Umbruch vorantreibt, der bei Bayern ansteht. Wer diesen Verein als Trainer in die Zukunft führt."

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Abwarten bei Flick sei "keine Option", sagte der ehemalige Nationalspieler. "Dieser Umbruch wird größer als der zum Ende der Ära Franck Ribéry und Arjen Robben. Und er wird auch größer als der am Ende der Ära Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm." Im Sommer werden David Alaba, Javi Martinez und Jérôme Boateng den Klub ablösefrei verlassen, erläuterte Effenberg, der auch auf die schon 2022 auslaufenden Verträge von Leon Goretzka und Niklas Süle verwies.

Und: "Das Jahr 2023 ist nicht mehr so fern wie es scheint. Und dann enden die Verträge von Robert Lewandowski, Manuel Neuer, Thomas Müller, Kingsley Coman, Serge Gnabry und Joshua Kimmich. Also von allen Spielern, die den FC Bayern ausmachen, die das Herzstück dieser Mannschaft bilden, teilweise aber dann vor dem Karriereende stehen."

Bayern wird bei Flick ein Zeichen setzen - so oder so

Das alles habe Auswirkungen auf die Position des Trainers, der Trainer habe zudem Auswirkungen auf den Umbruch: "Wenn Bayern neue Spieler verpflichten oder mit Goretzka oder Kimmich verlängern will, wollen die natürlich wissen, wer in den kommenden Jahren ihr Trainer ist."

Deshalb gelte es, die Personalie Flick zuerst zu klären: "Und zwar nicht bis 2023, sondern darüber hinaus. Ich persönlich würde mir wünschen, dass Hansi Flick nicht nach zwei Jahren wieder geht, sondern dass er eine Ära von sieben, acht Jahren gestaltet und damit auch den anstehenden Umbruch."

Mit einer Vertragsverlängerung würde man ein Zeichen setzen. Die Alternative sei aber auch klar: "Tun sie das nicht, ist es auch ein Zeichen - sagt in meinen Augen allerdings aus, dass Hansi Flick wohl nicht der Mann sein wird, der diesen Umbruch vorantreibt."

Flick selbst hatte zuletzt betont, dass er bei Bayern sehr glücklich sei. Eine klare Absage an den DFB wollte er sich aber auch nicht entlocken lassen.