Effenberg: "Das größte Problem im deutschen Fußball"

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Effenberg: "Das größte Problem im deutschen Fußball"
Effenberg: "Das größte Problem im deutschen Fußball"

Die deutsche Nationalmannschaft steht vor dem zweiten Gruppenspiel bei der EM 2021 mit dem Rücken zur Wand.

Der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg legt den Finger vor dem wegweisenden Duell mit Portugal (18 Uhr im LIVETICKER) in die Wunde. In seiner Kolumne für t-online.de erklärt der SPORT1-Experte, was dem deutschen Team im Vergleich mit anderen Fußball-Nationen fehlt.

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"Nahezu alle Konkurrenten und insbesondere die Topnationen haben mindestens einen wuchtigen Mittelstürmer", sagte der 52-Jährige. "Wir sind die einzige unter den Topnationen der Europameisterschaft, die keinen Mittelstürmer von internationalem Format hat, ohne dass ich Kevin Volland oder anderen Spielern zu nahe treten möchte."

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Spieler wie Volland, Thomas Müller, Serge Gnabry, Leroy Sané, Timo Werner oder Kai Havertz seien keine echten Mittelstürmer. "Um ehrlich zu sein, hatten wir seit Miroslav Klose keinen mehr – zumindest keinen, der auf dieser Position unumstritten war und uns Tore garantiert hat."

Man habe mit Robin Gosens und Joshua Kimmich auf den Außen zwar Spieler, die präzise Flanken schlagen könnten, aber eben keinen verlässlichen Abnehmer. "In Wahrheit ist dieses das größte Problem im deutschen Fußball."

Umstellungen? Nur eine Veränderung macht für Effenberg Sinn

Belgien habe Romelu Lukaku, England Harry Kane, Italien Ciro Immobile, die "Niederlande haben Wout Weghorst, Frankreich hat Karim Benzema und Olivier Giroud, Polen Robert Lewandowski, Tschechien hat Patrik Schick, Spanien Alvaro Morata und unser nächster Gegner Portugal hat Cristiano Ronaldo", zählte Effenberg auf.

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All diese Teams setzen auf klassische Mittelstürmer, beim DFB-Team ist das nicht möglich. Für den scheidenden Bundestrainer Joachim Löw werde dieses Problem nicht mehr zu lösen sein: "Und dementsprechend helfen auch kein Aktionismus und keine Umstellungen."

Im Vergleich zum nur knapp verlorenen aber dennoch ernüchternden 0:1-Auftakt gegen Frankreich mache daher nur eine personelle Änderung Sinn.

"Das ist die Hereinnahme von Leon Goretzka", erklärte Effenberg, der dem zuletzt angeschlagenen Bayern-Spieler "enorme Power" und Präsenz in der Mittelfeld-Zentrale attestierte. "Alle anderen Überlegungen bringen die Nationalmannschaft nicht weiter."

Effenbergs Fazit vor Portugal: Der Ex-Fußballer ist optimistisch und glaubt trotz des Offensiv-Problems, dass das deutsche Team "nicht verliert – selbst wenn wir kein Tor schießen."

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