Effenberg rät Bayern: "Zweifel sind nicht erlaubt"

Stefan Effenberg hat sich zur anhaltenden Trainerdiskussion bei Bayern München geäußert. Er rät dem Rekordmeister zu Transparenz.

Der FC Bayern München muss bei Real Madrid einen 1:2-Rückstand drehen. Ex-Spieler Stefan Effenberg gibt der Mannschaft von Carlo Ancelotti letzte Tipps mit auf den Weg.

"In Madrid müssen elf Mann über sich hinauswachsen, sonst ist es nicht zu schaffen", lässt sich Effenberg im kicker zitieren. Für ihn ist das Weiterkommen noch zu schaffen: "Und nur diesen Gedanken darfst du im Kopf haben: Es ist noch zu packen, wir sind der FC Bayern und immer in der Lage, das Ding zu drehen."

Im Februar 2000 erzielte Effenberg beim 2:0-Sieg der Bayern im Santiago Bernabeu den zweiten Treffer. Damals wie heute gilt: "Zweifel sind da nicht erlaubt." Das Bernabeu würde erdrückend werden: "Wenn du dort spielst, hast du das Gefühl, dass 100.000 Zuschauer da sind, obwohl es nur gut 80.000 sind."

Sorgen um die Motivation der Spieler macht er sich nicht: "Spiele gegen Real sind absolute Höhepunkte in einer Karriere, ich habe sie alle noch in meinem Kopf. In der Champions League gibt es ein paar Gegner, Real, Barcelona, zu meiner Zeit noch Manchester United, gegen die du mit einer Riesenvorfreude gespielt hast, nie mit Beklemmung."

Vor Übermotivation will Effenberg jedoch auch deutlich warnen. "Ich würde mit der Einstellung ins Spiel gehen, Attacke ja, aber mit Vorsicht nach hinten, weil Real mit diesen Spielern immer in der Lage ist, ein Tor zu schießen", so der Champions-League-Sieger von 2001.

"Groß taktieren" müsse man nicht beim FCB. Körpersprache sieht Effenberg als entscheidend an: "Also sollten die Außenstehenden sehen, dass die Jungs das Resultat noch korrigieren wollen und daran glauben. Schon beim Warmmachen, beim Einmarschieren muss jeder Spieler diese Entschlossenheit demonstrieren."

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