Effenberg zweifelt an Bayerns Nagelsmann-Deal

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Effenberg zweifelt an Bayerns Nagelsmann-Deal
Effenberg zweifelt an Bayerns Nagelsmann-Deal

Bayern-Legende Stefan Effenberg hat sich kritisch zum Wechsel von Julian Nagelsmann zum FC Bayern geäußert.

"Es sind durchaus Zweifel angebracht, dass sie zusammen erfolgreich sein werden", schrieb der SPORT1-Experte in seiner Kolumne für t-online.

"Nagelsmann will Titel gewinnen, daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Aber es gibt einen Unterschied, ob ich Titel gewinnen will oder ob ich sie gewinnen muss. Hier bekomme ich für einen zweiten Platz keinen Applaus so wie bei Hoffenheim oder Leipzig." (SERVICE: Alles zur Bundesliga).

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Effenberg: Druck bei Bayern hat Nagelsmann noch nie erlebt

Nagelsmann sei "zum Erfolg verdammt" führte der langjährige Bayern-Profi weiter aus. "Nagelsmann wird an Titeln gemessen - und zwar insbesondere auf internationaler Bühne. Erst recht, weil er seinen neuen Verein eine Weltrekordablöse gekostet hat. Diesen Druck hat Nagelsmann noch nie erlebt." (Taktik-Check: Was sich bei Bayern unter Nagelsmann ändern wird)

Bis zu 25 Millionen Euro müssen die Münchner inklusive Boni wohl an RB Leipzig für den 33 Jahre alten Trainer überweisen. Doch eine große Ablöse garantiert keinen Erfolg, wie Effenberg betont.

Auch das Spielermaterial, das Nagelsmann vorfinden wird, sei sowohl in Sachen Qualität als auch bezüglich der Führung noch einmal ein ganz anderes Kaliber. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga).

"In Hoffenheim hat Nagelsmann gute Spieler trainiert, in Leipzig sehr gute. In München hat er es allerdings mit Superstars zu tun. Mit Serienmeistern, Champions-League-Siegern, Weltmeistern, Triple-Gewinnern. […] Er darf sich wenig bis keine Fehler erlauben", meint Effenberg.

Nagelsmann-Wechsel als Chance für BVB und Co.?

Der 52-Jährige sieht im Wechsel von Nagelsmann sogar als "Chance und Mutmacher" für die Bundesliga-Konkurrenz.

Effenbergs Fazit: "Sie (die Konkurrenz) darf sich nicht hängen lassen. Im Gegenteil. Jetzt ist es Zeit für den Angriff auf Bayern."