"Eher ein Wimmern": Presse kritisiert Olympia-Eröffnungsfeier

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"Eher ein Wimmern": Presse kritisiert Olympia-Eröffnungsfeier
"Eher ein Wimmern": Presse kritisiert Olympia-Eröffnungsfeier

Ein wenig Vorfreude, doch die Zweifel wiegen schwer: Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio hat in der internationalen Presse ein geteiltes Echo hervorgerufen. Japan habe „ein gezwungenes Lächeln“ hinbekommen, „aber olympische Freude ist Mangelware“, schrieb die Washington Post.

Die knapp vierstündige Feier im Olympiastadion sei „eher ein Wimmern als ein Knall“ gewesen, zudem verwies das Blatt auf die Demonstrationen am Rande der Zeremonie.

Auch die New York Times äußerte Bedenken angesichts des Widerstands aus der Bevölkerung gegen das Riesenevent in Zeiten der Pandemie: „Selbst wenn diese Spiele kein Superspreader-Event werden, wird es schwierig, dem Corona-Schatten zu entkommen.“ (SPORT1-Kommentar)

Olympia ein „spaltendes“ Ereignis

Für die englische Times trafen am Freitag „Hoffnung“ und „Feindseligkeit“ aufeinander, die Spiele seien ein „spaltendes“ Ereignis: „Sie sind nun eröffnet, aber viele in Japan zählen schon jetzt die Tage bis zur Schlussfeier.“

Der Daily Mirror und der Guardian dagegen legten den Fokus auch auf die sportlichen Höchstleistungen, die nun bis zum 8. August folgen werden. Die Zeremonie sei ebenso „nackt“ gewesen, wie es die Spiele sein werden, sie habe auch ein „unangenehmes Gefühl“ vermittelt, schrieb der Mirror: „Aber nun, da die Flamme brennt, geht es nur noch um die Sportler. Diese Spiele werfen einen dunklen Schatten, aber die Sportler werden hell brennen.“

Auch für den Guardian ist es „Zeit, dass die Show beginnt. Die Eröffnungszeremonie hatte einen traurigen Charakter, aber vielleicht bescheren uns diese ‚verfluchten Spiele‘ viele Momente der Erleuchtung.“

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