Eingefrorener Zauber: Fotograf hält atemberaubende Eis-Wellen fest

Moritz PiehlerFreier Autor
Yahoo Nachrichten Deutschland

So hat man die Seen der Rocky Mountains noch nie gesehen. Einem Fotografen gelangen spektakuläre Fotos von gefrorenen Seen. Er fand seine Motive direkt hinter seinem Haus.

Die Landschaft ist auch schon sehr schön, wenn das Wasser nicht gefroren ist. (Symbolbild: Getty)
Die Landschaft ist auch schon sehr schön, wenn das Wasser nicht gefroren ist. (Symbolbild: Getty)

Eric Gross kommt aus Colorado. Der US-Bundesstaat liegt mitten in den Rocky Mountains und ist ein Paradies für den Landschaftsfotografen. Spektakuläre Szenarien, extreme Lichtverhältnisse und eine sich ständig wandelnde Kulisse sorgen für traumhafte Fotomotive. Doch was er jetzt bei einer Wanderung durch die winterliche Berglandschaft entdeckte, hatte selbst der erfahrene Fotograf so noch nicht gesehen.

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Bei einem Spaziergang am See unmittelbar hinter seinem Haus stellte Gross fest, dass die eisigen Temperaturen die Wasseroberfläche eines Sees eingefroren hatten. Allerdings nicht zu einer glatten Eisfläche, sondern in allen denkbaren Wellenformationen.

Gross nutzte das schöne Wetter, um die eigenwilligen Eiswellen mit den Spiegelungen der umgebenden Bergketten einzufangen. Dabei gelangen ihm Aufnahmen mit bezaubernder Wirkung. Wie aus einer anderen Welt sei ihm die eigentlich so bekannte Landschaft vorgekommen, der See habe gewirkt, als sei er aus flüssigem Metall, schrieb Gross auf seinem Instagram-Account zu den Fotos.

Dem Online-Magazin My Modern Met erzählte der Wellen-Fotograf: “Das war ungeplant und unvorbereitet.” Er habe die meisten Fotos auf dem Eis liegend machen müssen, um die gefrorenen Wellen richtig in Szene setzen zu können. “Dafür habe ich jedes weiche Material, das ich bei mir hatte, benutzt, um die Kamera zu stabilisieren und abzustützen.” So konnte Gross die spektakulären Fotos mit einer Technik aufnehmen, in der er selbst fast keine Übung hat. Dabei werden mehrere Belichtungen mit dem Fokus an verschiedenen Stellen übereinander gelegt.

Nach der ersten Entdeckung kehrte Gross immer wieder zum See zurück, so sehr faszinierten ihn die Eis-Wellen. Nach und nach begann der Schnee zu schmelzen und auch das Schauspiel auf dem See ging seinem Ende zu. Für Gross, der manchmal bis zu 18 Monaten am Stück auf beruflicher Reise ist, waren diese Momente in seinem eigenen Hintergarten eine Erinnerung daran, dass die schönsten Anblicke manchmal direkt vor unserer Haustür liegen, wenn man sich die Zeit nimmt, sie wahrzunehmen.

Im Video: Taucher trifft auf merkwürdiges Wesen:

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