Ehefrau beschimpft Union-Keeper nach Einsatz gegen Ultras

Sportinformationsdienst
Sport1

Torhüter Rafal Gikiewicz von Union Berlin hat sein beherztes Eingreifen bei den Randalen im Anschluss an den Derbysieg gegen Hertha BSC (1:0) als "Impuls" und "natürliche Reaktion" beschrieben.

"Ich denke nicht darüber nach, was passieren kann. Ich sagte ihnen in deutscher, polnischer und englischer Sprache, dass sie gehen sollen, weil der Verein sonst noch mehr Probleme bekommt", erklärte der 32-Jährige am Dienstag.


Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Gikiewicz hatte sich im von Pyro-Chaos überschatteten Derby nach Abpfiff mutig mehreren maskierten Union-Ultras entgegengestellt, die den Platz gestürmt hatten. Der Pole trieb die Menge mit Hilfe hinzugeeilter Teamkollegen schließlich zurück auf die Tribüne und verhinderte so eine weitere Eskalation. "Das ist nur Show", sagte Gikiewicz über die Chaoten aus den Reihen des eigenen Anhangs.

Erlebe bei MAGENTA SPORT mit Sky Sport Kompakt alle Sky Konferenzen der Fußball-Bundesliga live! | ANZEIGE

Gikiewicz wird zum Derby-Held 

Für sein Verhalten erntete der Pole viel Lob - nur nicht von seiner Frau. "Sie sagte mir zu Hause: 'Du bist ein Idiot, was machst du? Du hättest verletzt werden können'", erklärte Gikiewicz, der bedauerte, dass der Prestigeerfolg der Köpenicker etwas in den Hintergrund rückte: "Es ist ein bisschen schade, wir sollten über unseren Sieg reden. Ich verstehe das nicht. Wir wollen nach dem Spiel einfach mit unseren Fans jubeln."

Jetzt das aktuelle Trikot von Union Berlin bestellen hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Kein Verständnis hatte Gikiewicz für Teile der Hertha-Ultras, die Leuchtgeschosse auf den Platz und die Tribünen abfeuerten. "Das ist nicht normal", sagte er. Seine Familie habe das Spiel nach zehn Minuten aufgrund der Randale im VIP-Bereich verfolgt. Als Gikiewicz in der zweiten Halbzeit im Tor vor den Hertha-Chaoten spielte, habe er "auch ein bisschen Angst" bekommen: "Vielleicht schießen sie mir in den Rücken." 

Lesen Sie auch