Einzelkritik: Favres genialer Coup mit Witsel

Patrick Berger
·Lesedauer: 3 Min.

Der BVB ist bereit für die Bayern!

Das Team von Trainer Lucien Favre fuhr am Mittwochabend am 3. Spieltag der Champions League einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den FC Brügge ein und hat nun beste Chancen auf das Achtelfinale. (Service: Die Tabellen der Champions League)

Torjäger Erling Haaland stach wieder einmal besonders hervor, doch auch einige seiner Teamkollegen wussten zu gefallen. (Service: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die BVB-Stars in der SPORT1-Einzelkritik:

ROMAN BÜRKI: Musste aufpassen, dass die Gelenke bei den kalten Temperaturen in Brügge (5 Grad) nicht einrosteten. Fehlerloser Auftritt des Schweizers, der aber auch kein einziges Mal wirklich geprüft wurde. SPORT1-Note: 3

THOMAS MEUNIER (bis 84.): Nach zunächst kleinen Problemen in der Anfangsphase fing sich der Belgier. An alter Wirkungsstätte - er kickte zwischen 2011 und 2016 beim FC Brügge - legte Meunier einen guten Auftritt hin. Dass der frühere Stürmer weiterhin einen inneren Offensivdrang verspürt, zeigte er vor dem 3:0. Den Treffer zum Endstand legte der Nationalspieler perfekt für Haaland auf. SPORT1-Note: 2,5

Ab 84. MATEU MOREY: Kam zu spät für eine Bewertung.

AXEL WITSEL: Der Lockenkopf führte seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld - und machte ein starkes Spiel. Auf ungewohnter Position rückte er nach dem Hummels-Ausfall in die Innenverteidigung und war vom Anpfiff weg sehr präsent und gleich voll in den Zweikämpfen drin. Stark! SPORT1-Note: 2

MANUEL AKANJI: Vernagelte zusammen mit Axel Witsel das BVB-Tor. Kompromisslose Zweikampfführung und mit wichtigen Grätschen gegen Hans Vanaken (26.) und Noa Lang (32.) im ersten Durchgang. SPORT1-Note: 2,5

RAPHAEL GUERREIRO: Der Europameister blieb auch in Brügge erneut blass und konnte - was sicher auch ein wenig der Viererketten-Formation geschuldet war - kaum Akzente nach vorne setzen. Nach hinten aber ohne große Fehler. Wartet weiterhin auf seinen ersten Treffer in dieser Saison. SPORT1-Note: 3,5

MAHMOUD DAHOUD: Mit seinem genialen Pass in die Tiefe auf Thomas Meunier, der letztlich zum 3:0 führte, hebelte Dahoud die ganze Brügge-Abwehr aus. Ein insgesamt guter Auftritt des Mittelfeldspielers, der auf dem Rasen lautstark Kommandos gab ("Wachsam sein, Männer! Aufpassen!" oder "rechte Seite zumachen") SPORT1-Note: 2

THOMAS DELANEY (bis 72.): Gute Leistung des Dänen-Sechsers, der dank seines kurzen Ausfluges auf den linken Flügel das wichtige 1:0 per Flanke vorbereitete. Spulte viele Extra-Meter ab und wurde in der Schlussphase etwas platt ausgewechselt. SPORT1-Note: 2,5

Ab 72. JUDE BELLINGHAM: Der England-Teenie kam zu seinem dritten Einsatz in der "Königsklasse". Zu spät für eine Benotung. (Service: Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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THORGAN HAZARD: Guter Auftritt des Belgiers gegen seine Landsleute. Blockte in der Anfangsphase einen Brügge-Warnschuss auf dem Boden liegend (5.) und brachte seine Farben neun Minuten später mit dem wichtigen 1:0-Dosenöffner in Führung. Der Flügelspieler arbeitete auch nach hinten gut mit und verdiente sich damit zusätzliche Fleißpunkte. SPORT1-Note: 2

JULIAN BRANDT (bis 72.): Erhielt den Vorzug auf seiner Lieblingsposition, der 10, vor Marco Reus. Kam aber irgendwie nicht so recht ins Spiel, hing in der Luft und wurde letztlich ausgewechselt. SPORT1-Note: 4

AB 72. MARCO REUS: Der Kapitän saß nur auf der Bank. Kam zu spät, um dem Spiel noch einen Stempel aufzudrücken. Wird er am Samstag im Bayern-Kracher in der Startelf stehen?

GIOVANNI REYNA (bis 77.): Der US-Teenie, der für anstehenden Länderspielreise nominiert wurde und damit vor seinem Nationalelf-Debüt steht, zeigte eine durchwachsene Leistung. Er war bemüht, allzu viele Aktionen wollten ihm allerdings nicht gelingen. SPORT1-Note: 3,5

Ab 77. FELIX PASSLACK: Kam zu spät für eine Bewertung.

ERLING HAALAND (bis 84.): Er ist und bleibt ein Phänomen. Der Norweger schoss sich für den Bayern-Kracher am Samstag warm und erzielte in Brügge seine Champions-League-Tore 13 und 14 im elften Spiel - eine Fabel-Quote! Entschied das Spiel letztlich dank seines Killer-Instinkts und seiner Kaltschnäuzigkeit. SPORT1-Note: 1

Ab 84. JESUS REINIER: Kam zu spät für eine Bewertung.