Einzelkritik: Falsch aufgehoben? Kimmich enttäuscht

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Einzelkritik: Falsch aufgehoben? Kimmich enttäuscht
Einzelkritik: Falsch aufgehoben? Kimmich enttäuscht

Die DFB-Elf hat trotz einer couragierten Leistung den EM-Auftakt gegen Frankreich mit 0:1 (0:1) verloren.

Der Siegtreffer für die Franzosen kam durch ein Eigentor von Mats Hummels zustande – der BVB-Verteidiger erzielte damit das erste deutsche Eigentor bei einer Europameisterschaft (20.). 

Robin Gosens zeigte bei seinem EM-Debüt eine starke Leistung, auch Matthias Ginter überzeugte. Kai Havertz und Joshua Kimmich enttäuschten dagegen. Die SPORT1-Einzelkritik.

Neuer hellwach - Gosens bester Deutscher

MANUEL NEUER: Der Welttorhüter wurde sofort geprüft: Den Schuss von Mbappé konnte er mit einer Klasse-Parade zur Ecke abwehren (17.). Hellwach war Neuer auch in der 19. Minute, als er konsequent rauslief und vorm Paris-Stürmer am Ball war. Am 0:1-Eigentor durch Hummels war er allerdings machtlos. Bemühte sich immer wieder, das deutsche Spiel schnell zu machen. SPORT1-Note: 2,5

ROBIN GOSENS (bis 87.): Starker Auftritt! Der Bergamo-Star wirbelte bei seinem EM-Debüt auf der linken Seite und war ein Aktivposten im deutschen Spiel. Brachte immer wieder gefährlichen Hereingaben in den französischen Strafraum. Auch in der Rückwärtsbewegung gefiel er. Bester Deutscher! SPORT1-Note: 2

KEVIN VOLLAND (ab 87.): Ohne Bewertung.

ANTONIO RÜDIGER: Licht und Schatten! Der Chelsea-Spieler lieferte sich hin und wieder heiße Duelle mit Pogba und konnte nur bedingt überzeugen. In der 16. Minute verlor er bei einer Kopfballchance von Pogba das Luftduell, vor dem 0:1 griff er den United-Star (der den entscheidenden Außenrist-Pass spielte) nicht konsequent genug an. Rückte oft zu früh aus der Dreierkette raus. Das kann er besser! SPORT1-Note: 4

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Hummels mit Problemen - Plan mit Kimmich ging nicht auf

MATS HUMMELS: Seine Rückkehr auf die ganz große Fußballbühne hatte sich der BVB-Star sicher anders vorgestellt. Hummels machte phasenweise ein gutes Spiel und stellte die Passwege zu. Mit Mbappé hatte er allerdings seine Problemchen. Schade: Die Partie entschied der 2014er Weltmeister mit seinem Eigentor (15.). Ein "Oh, ist das bitter", war ihm von den Lippen abzulesen. Rettete in der Schlussphase noch mit einer Monster-Grätsche gegen Mbappé (78.). SPORT1-Note: 4

MATTHIAS GINTER (bis 87.): Solide! Der Gladbacher fegte kompromisslos dazwischen und setzte zu guten Grätschen an. Er klärte zwei Mal im letzten Moment gegen Mbappé (15./36.). Neben Gosens bester deutscher Abwehrspieler an diesem Abend. SPORT1-Note: 2,5

EMRE CAN (ab 87.): Ohne Bewertung.

JOSHUA KIMMICH: Dieser Plan ging nicht auf! Auf der rechten Seite enttäuschte Kimmich. Wenn es hinten brannte, dann bei ihm auf dem Flügel. Seine frühe Verwarnung in der 7. Minute bremste ihn. Vor dem 0:1 ließ er Hernandez im Rücken frei gewähren, sodass der Bayern-Teamkollege entscheidend flanken konnte. Wäre der "Emotional Leader" mit seiner Aggressivität im Zentrum vielleicht doch besser aufgehoben? SPORT1-Note: 4,5

Kroos aggressiv und bissig - Havertz enttäuschte

TONI KROOS: Defensiv nicht stark genug? Von wegen! Kroos war aggressiv wie selten und gefiel vor allem in der Anfangsphase mit bissigen Balleroberungen. Der Real-Regisseur war jederzeit ein unangenehmer und robuster Gegenspieler. Überzeugte auch als guter Ballverteiler. Allerdings: Seine Freistöße verpufften oft aus guter Distanz und waren harmlos. Ebenso seine Ecken. Ließ nach dem Seitenwechsel nach. SPORT1-Note: 3,5

ILKAY GÜNDOGAN: An seine Gala-Leistungen aus den letzten Monaten konnte der City-Star nicht anknüpfen. Gündogan machte ein fahriges Spiel, hatte einige Fehlpässe und erkannte ab und an den sich freilaufenden Mitspieler (tödlicher Pass) nicht. In der zweiten Hälfte war von ihm kaum noch was zu sehen. SPORT1-Note: 4,5

KAI HAVERTZ (bis 73.): Bekam den Vorzug vor Leroy Sané – und enttäuschte! Vom Champions-League-Helden war nicht viel zu sehen. Havertz fehlte komplett die Bindung zum Spiel. SPORT1-Note: 5

LEROY SANÉ (ab 73.): Kam für Havertz und setzte einen Freistoß aus halbrechter Position knapp übers Tor (88.).

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Gnabry offensiv am auffälligsten - Müller nicht mit vielen Impulsen

SERGE GNABRY (bis 73.): Vom Offensivtrio war Gnabry noch der auffälligste Akteur. Ging immer wieder zurück und holte sich die Bälle ab. Hatte die größte Chance auf dem Fuß (55.), setzte den Ball aber per Volleyschuss links am Tor vorbei. Schade! SPORT1-Note: 3,5

TIMO WERNER (ab 73.): Wie Sané konnte er dem deutschen Spiel in der Schlussphase nicht mehr den Stempel aufdrücken.

THOMAS MÜLLER: Wie erwartet startete der Rückkehrer im offensiven Mittelfeld. Vor dem Anpfiff bekam Müller in der Münchner Arena den lautesten Applaus – viele Impulse konnte er dem deutschen Spiel aber nicht geben. Der Ur-Bayer trieb seine Mitspieler immer wieder lautstark an und hatte selbst eine gute Kopfball-Chance (22.). Mehr war es aber auch nicht. SPORT1-Note: 4

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