Einzelkritik: Der neue Abwehrchef überzeugt

Patrick Berger
·Lesedauer: 3 Min.
Einzelkritik: Der neue Abwehrchef überzeugt
Einzelkritik: Der neue Abwehrchef überzeugt

Der Treffer von Serge Gnabry machte den Unterschied.

Beim 1:0-Sieg gegen Rumänien war der Flügelstürmer des FC Bayern auch sonst ein Unruheherd bei der deutschen Nationalmannschaft. In der Defensive überzeugte Antonio Rüdiger als Abwehrchef. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die SPORT1-Einzelkritik:

MANUEL NEUER: Im 98. Länderspiel wurde der Bayern-Star von den Rumänen kaum geprüft. Hielt einen Weitschuss ganz locker (27.) und war der gewohnte Rückhalt, auch in der Schlussphase gegen Puscas (87.). Wird am Mittwoch gegen Nordmazedonien wohl eine Verschnaufpause bekommen und Marc-André ter Stegen den Vortritt lassen. SPORT1-Note: 3

EMRE CAN: Der BVB-Star zeigte auf der ungewohnten, linken Abwehrseite erneut eine richtig gute Leistung. Kommunizierte viel, ging bissig in die Zweikämpfe und schaltete sich auch nach vorne gut ein. Seine lässigen No-Look-Pässe und Hackentricks waren zudem etwas fürs Auge. SPORT1-Note: 2 (Die Tabellen der WM-Qualifikation)

Rüdiger überzeugt als lautstarker Abwehrchef

ANTONIO RÜDIGER: Wieder ein guter Auftritt des Chelsea-Stars, der seinen EM-Stammplatz in der Innenverteidiger so gut wie sicher hat. Trat als lautstarker Abwehrchef im Bukarester Nationalstadion auf ("Rausrücken!", "Linie halten!", "Dranbleiben") und gefiel mit einem klugen Zweikampfverhalten. Zudem mit dem Sahne-Pass vor dem 1:0 (16.) auf Havertz. SPORT1-Note: 2

MATTHIAS GINTER: Kam aufgrund von einigen Fehlpässen im Spielaufbau zunächst etwas schwer rein, verbesserte sich dann aber. Ein am Ende ordentlicher Auftritt des Gladbachers. SPORT1-Note: 3

LUKAS KLOSTERMANN: Durfte - wie gegen Island - auf der rechten Seite über die volle Distanz spielen. Der Leipziger spielte etwas fahrig und hinterließ keinen nachhaltigen Eindruck. SPORT1-Note: 4

Mentalitätsmonster Kimmich im Pech

ILKAY GÜNDOGAN: Gegen Island noch mit einer Top-Leistung, ließ der City-Profi in Bukarest deutlich nach. Seine Pässe in die Tiefe (eigentlich brandgefährlich) kamen nur selten an. Ist dem 30 Jahre alten Routinier, der mit Manchester eine Top-Saison spielte, aber zu verzeihen. SPORT1-Note: 4

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JOSHUA KIMMICH: Fasste sich in der 19. Minute ein Herz, traf mit seinem Gewaltschuss aber nur die Latte! Das Mentalitätsmonster lief viel, war ein Aktivposten im Mittelfeld und pushte seine Kollegen immer wieder lautstark. Bezeichnend: Teamspieler Kimmich bejubelte nicht etwa Torschütze Gnabry nach dem 1:0, sondern Passgeber Rüdiger. SPORT1-Note: 3

LEON GORETZKA: Nicht so auffällig wie beim 3:0 gegen Island, aber trotzdem mit einer guten Leistung. Spielt mit großem Selbstvertrauen und demnach breiter Brust. SPORT1-Note: 3

Sané fehlt Entschlossenheit - Unruheherd Gnabry

LEROY SANÉ (bis 90.+4): Dem Flügelflitzer fehlte gegen bissige Rumänen die Entschlossenheit. Strahlte leider nicht so viel Torgefahr aus und verdribbelte sich oft. SPORT1-Note: 4

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SERGE GNABRY (bis 90.+2): Auffälligster Offensivspieler - und das nicht nur wegen seines Treffers in der 16. Minute. Wenn es gefährlich wurde, dann war er beteiligt. Mit Tempo ging er in die Dribblings. Hätte seine gute Leistung mit dem zweiten Tor krönen können, scheiterte aber am guten Keeper (58.). SPORT1-Note: 2

KAI HAVERTZ (bis 77.): Guter Auftritt des Chelsea-Stars, der den entscheidenden Pass vor dem Gnabry-1:0 spielte. Wurde mit Pässen in die Tiefe immer wieder von den Kollegen Kimmich und Goretzka gesucht. Hätte in der 9. Minute treffen können, scheiterte aber am Torwart. In der 77. Minute raus mit Applaus! SPORT1-Note: 2 (Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

TIMO WERNER (ab 77.): Der Ex-Leipziger steckt im Formtief und kam auch in Bukarest nur von der Bank. Hatte in der 80. Minute eine gute Chance, scheiterte aber am Keeper. SPORT1-Note: -

FLORIAN NEUHAUS (ab 90.+2): Der Gladbacher ersetzte in der Nachspielzeit Torschütze Gnabry. SPORT1-Note: -

AMIN YOUNES (ab 90.+4): Der Frankfurter durfte die letzten Sekunden noch auf dem Platz genießen. SPORT1-Note: -