Eishockey: München verliert Overtime-Krimi, Nürnberg mit Kantersieg

Meister Red Bull München unterliegt im Overtime-Krimi, die Nürnberg Ice Tigers feiern einen Kantersieg: Zum Auftakt der Halbfinalserie in der DEL haben die Favoriten ganz unterschiedliche Abende erlebt.

Meister Red Bull München unterliegt im Overtime-Krimi, die Nürnberg Ice Tigers feiern einen Kantersieg: Zum Auftakt der Halbfinalserie in der DEL haben die Favoriten ganz unterschiedliche Abende erlebt.

Während die Münchner um Erfolgscoach Don Jackson im ersten Spiel der best-of-seven-Serie gegen dessen früheren Klub Eisbären Berlin mit 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung unterlagen, gewannen die Franken gegen Vizemeister Grizzlys Wolfsburg mit 5:1 (1:0, 0:0, 4:1).

In München brachte Brooks Macek (22./35.) den Champion per Doppelpack in Führung, ehe Bruno Gervais (37.) und André Rankel (38.) innerhalb kürzester Zeit ausglichen. Nachdem Münchens Jon Matsumoto drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Penalty am starken Eisbären-Keeper Petri Vehanen gescheitert war, besiegelte Rankel (85.) in der zweiten Verlängerung mit seinem Treffer die Münchner Pleite.

Zu früh hatten sich die Gäste-Fans in der 71. Minute gefreut. Da der Puck vom Schlittschuh des Berliners Darin Olver ins Tor sprang, zählte der Treffer nicht. Für Berlin war es bereits die fünfte Overtime im zehnten Play-off-Spiel.

Nürnberg vermöbelt Wolfsburg

In der Nürnberger Arena erzielte Flügelspieler Yasin Ehliz trotz seines lädierten Ohres in der 17. Minute sein viertes Play-off-Tor in dieser Saison. Der 24-Jährige war am Dienstag im entscheidenden Viertelfinal-Spiel gegen die Augsburger Panther (5:3) vom Puck direkt am Ohr getroffen worden. Das Ohr wurde dabei regelrecht zerfetzt und musste im Krankenhaus mit 20 Stichen zusammengenäht werden.

Nachdem Wolfsburgs Tyler Haskins zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, traf DEL-Rekordtorschütze Patrick Reimer mit seinem 303. Ligator für die Franken. Brandon Segal (51.), Brandon Prust (53.) und Rob Schremp (57.) entschieden die Partie zugunsten der Gastgeber.

Vor 6142 Zuschauern in der Münchner Olympiaeishalle bestimmte Berlin im ersten Drittel die Partie. Nach dem 4:0-Viertelfinalsieg gegen die Fischtown Pinguins hatte München neun spielfreie Tage. Die fehlende Matchpraxis nutzten die Eisbären in dieser Phase zur Feldüberlegenheit. Bereits nach fünf Minuten kam Jamie MacQueen für Berlin zur ersten Chance, die Danny aus den Birken im Tor der Gastgeber glänzend parierte.

Jackson gegen die alte Liebe

Nach der ersten Drittelpause wurde München, das mit Verteidiger Deron Quint, Richie Regehr und Mads Christensen drei Ex-Berliner in seinen Reihen hat, gefährlicher. Maceks Treffer gaben Jacksons Mannschaft jedoch nicht die gewünschte Sicherheit. Der Doppelschlag der Berliner verunsicherte die Münchner, die im Schlussdrittel zwar spielbestimmend waren, die Hauptstädter dennoch häufig zu Möglichkeiten kommen ließen.

Jackson, der mit Berlin einst in sechs Jahren fünf Meisterschaften geholt hatte, kann mit München am Sonntag in Berlin (16.30 Uhr) den nächsten Schritt zum Weiterkommen machen. In der Hauptrunde hatte der Titelverteidiger alle vier Spiele gegen die Eisbären für sich entschieden.

Wolfsburg steht vor dem zweiten Duell mit Nürnberg am Sonntag (13.45 Uhr) bereits leicht unter Druck. In der Hauptrunde entschieden die Ice Tigers drei von vier Duellen für sich, die Grizzlys waren für Nürnberg in den letzten vier Jahren jedoch dreimal Endstadion in den Play-offs.

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