Eishockey: WM im Para-Eishockey: Deutsches Team will Olympia-Ticket

Das deutsche Para-Eishockeyteam hat bei der WM in Pyeongchang eine Auftaktniederlage kassiert. Die Mannschaft um Routinier Jörg Wedde (51) musste sich am Mittwoch Gastgeber Südkorea mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:1) geschlagen geben. Robert Papst glich die Führung der Asiaten durch Lee Jong Kyung aus, doch Jung Seung Hwan erzielte 3:17 Minuten vor dem Ende den Siegtreffer für die Koreaner.

Das deutsche Para-Eishockeyteam peilt bei der bevorstehenden WM in Pyeongchang/Südkorea (12. bis 20. April) einen Platz unter den besten Fünf und damit die direkte Olympia-Qualifikation an.

"Für manche von uns wird es wohl der letzte Ritt, die letzte Chance auf die Paralympics. Wir sind richtig heiß darauf und wollen es unbedingt schaffen", sagte Routinier Jörg Wedde.

Der 51-Jährige war bereits 2006 Teil der deutschen Auswahl, die in Turin zum bisher einzigen Mal bei Paralympischen Winterspielen vertreten war. "Das war ein geiles Erlebnis. Als Erinnerung hängt noch immer eine Bilder-Collage in meinem Büro", sagte Wedde. Damals hatte das deutsche Team als Vierter knapp eine Medaille verpasst.

Erster Gegner bei der WM ist am Mittwoch (12.00 Uhr MESZ) der Gastgeber. Neben den Favoriten aus Kanada und USA kämpfen zudem Schweden, Norwegen und Italien um eines der begehrten fünf Olympia-Tickets. Sollte die deutsche Auswahl es beim ersten Anlauf nicht schaffen, bietet sich im Herbst noch einmal eine zweite Chance. Doch die Qualifikation soll schon bei der WM gelingen.

"Das wäre so wichtig für die gesamte Sportart, damit die Leute sehen, was für ein geiler Sport Sledge-Eishockey ist, so dass hoffentlich neuer Nachwuchs nachkommt", sagte Wedde.

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