Elfer-Krimi! Italien holt Titel

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Final-Krimi im Londoner Wembley-Stadion! Die Entscheidung im Endspiel zwischen Italien und England fällt erst im Elfmeterschießen.

Italien wird zum zweiten Mal nach 1968 Fußball-Europameister. (Bild: Getty Images)
Italien wird zum zweiten Mal nach 1968 Fußball-Europameister. (Bild: Getty Images)

Italien hat nach einem Elfer-Krimi England die EM-Party verdorben. Die Squadra Azzurra holte zum zweiten Mal nach 1968 den Europameistertitel. Das Team von Roberto Mancini setzte sich im Finale gegen England mit 3:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten stand es 1:1 (1:1, 0:1).

Im Elfmeterschießen trafen zunächst Domenico Berardi und Harry Kane. Dann parierte Jordan Pickford den Versuch von Andrea Belotti. Harry Maguire verwandelte anschließend eiskalt, auch Leonardo Bonucci blieb für die Italiener cool. Marcus Rashford schoss daraufhin nach langer Verzögerung an den linken Pfosten. Federico Bernardeschi brachte die Azzurri wieder auf Kurs. Und auch dem Noch-Dortmunder Jadon Sancho versagten die Nerven, Gianluigi Donnarumma fischte den Ball aus dem Eck. Jorginho vergab anschließend den Matchball für Italien - Pickford lenkte den Ball noch an den Pfosten! Bukayo Saka scheiterte ebenfalls an Donnarumma. 

Shaw erzielt historisches Blitztor

Luke Shaw (2.) brachte die Three Lions vor 60.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion mit einem Blitztor in Führung. Leonardo Bonucci (67.) brachte die Italiener zurück ins Spiel. 

Englands Trainer Southgate hatte seine Elf im Vergleich zum Halbfinale gegen Dänemark (2:1 n.V.) auf einer Position geändert. Für Bukayo Saka rückte Kieran Trippier in die Mannschaft. Dadurch änderte Southgate auch die taktische Grundordnung: Mit einer 3-4-3-Formation wollten die Three Lions die Offensive der Azzurri stoppen. 

Fakt: Bonucci löst Hölzenbein als ältesten Final-Torschützen einer EM ab

Doch das erste Zeichen setzten die Gastgeber: Shaw leitete auf dem linken Flügel den Angriff selbst ein. Bei einer Flanke von Kieran Trippier rauschte Shaw links im Strafraum heran und traf mit Unterstützung des linken Pfostens per Dropkick zur frühen Führung. Er markierte nach 1:57 Minuten sein erstes Länderspieltor und das früheste Tor in einem EM-Finale überhaupt. Zugleich war es auch das früheste englische EM-Tor.

Das Team von Roberto Mancini, das im Vergleich zum Halbfinale unverändert begann, erholte sich nur langsam von dem frühen Schock. Ein Freistoß von Lorenzo Insigne (8.) rauschte über den Kasten, ein Distanzschuss von Federico Chiesa (35.) ging knapp rechts am Tor vorbei.

Chiesa muss angeschlagen raus

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Azzurri den Druck. Vor allem Insigne (51. per Freistoß, 53.) sorgte immer wieder für Gefahr, zielte aber zu ungenau. Flügelstürmer Chiesa zwang Jordan Pickford mit einem Flachschuss zu einer Glanztat (62.). Auf der anderen Seite lenkte Gianluigi Donnarumma einen Kopfball von John Stones (64.) über die Latte.

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Eine Ecke führte schließlich zum Erfolg für die Italiener. Den Kopfball von Marco Verratti lenkte Pickford mit einem klasse Reflex noch an den Pfosten, beim Abstauber von Bonucci war der England-Keeper dann machtlos (67.). Der Routinier wurde damit zum ältesten EM-Finaltorschützen. Bonucci löste mit seinen 34 Jahren und 71 Tagen Bernd Hölzenbein ab, der 1976 für Deutschland im Endspiel mit 30 Jahren und 103 Tagen gegen die Tschechoslowakei traf.

In der Schlussphase knickte Shootingstar Chiesa mit dem rechten Fuß um, für den Flügelstürmer ging es nicht weiter (87.). Ein Flitzer sorgte daraufhin für eine kurze Spielunterbrechung.

Offene Zitterpartie in der Verlängerung

Die Verlängerung war auf beiden Seiten eher davon geprägt, bloß nicht den womöglich entscheidenden Fehler zu begehen.

Ein ungenauer Distanzschuss von Kalvin Phillips (97.) sorgte zumindest für einen Hauch Torgefahr. Auf der anderen Seite kam Federico Bernardeschi bei einer scharfen Emerson-Flanke einen Schritt zu spät (103.). Einen wuchtigen, aber unplatzierten Bernardeschi-Freistoß bekam Pickford (107.) erst im Nachfassen unter Kontrolle. Für die Engländer segelte Stone knapp an einer Flanke vorbei (108.). Treffer fielen keine mehr, die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

VIDEO: Fans versuchen Wembley zu stürmen – Sky Reporter berichtet aus London

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