Hat sich Bayerns Supertalent so die EM vorgestellt?

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Bei dieser EM braucht das Supertalent viel Geduld!

Überraschend hat Joachim Löw in den Gruppenspielen gegen Frankreich (0:1) und Portugal (4:2) darauf verzichtet, Jamal Musiala in den 23-Mann-Kader zu berufen. Stattdessen musste der 18 Jahre alte Offensiv-Allrounder auf der Tribüne Platz nehmen.

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Löw hat ihm kurzfristig abgesagt

Dabei hatte er sich nach Monaten der Überlegung erst diesen Februar dazu entschieden, für Deutschland und nicht für England aufzulaufen, weil ihm Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit einem klaren Entwicklungs-Plan überzeugt haben.

War seine Nicht-Nominierung gegen die Franzosen noch nachzuvollziehen, weil es das erste Spiel war und außer Jonas Hofmann alle Spieler einsatzfähig waren, so war seine erneute Nicht-Berücksichtigung gegen die Portugiesen für Außenstehende weniger nachvollziehbar. Nach SPORT1-Informationen erfuhr Musiala jeweils direkt am Spieltag von Löw davon. In beiden Fällen wäre er jedoch voll einsatzfähig gewesen.

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"Musiala ist ein herausragendes Talent und seine Zeit wird mit Sicherheit kommen. Es ist eh Wahnsinn, mit 18 Jahren schon bei so einem Turnier dabei sein zu dürfen. Das ist schon Auszeichnung genug", sagt SPORT1-Kolumnist Markus Babbel: "Klar, er ist sicherlich ehrgeizig und will auch bei den Spielen dabei sein. Nicht im Kader zu sein ist natürlich hart, aber auf der anderen Seite ist es ein sensationeller Lernprozess für den Jungen, das alles mal mitzuerleben. Er wird sich die Gedanken, für welches Land er spielt, nicht nur an einem Tag gemacht haben. Er hat sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden und ich finde, dass das auch eine sehr gute Entscheidung war."

EM als Vorbereitung auf Flick

Löw weiß bei diesem Turnier jedoch, dass er in der Offensive ohnehin die Qual der Wahl hat. Leroy Sané schiebt über seine Reservisten-Rolle bereits Frust. Timo Werner und Kevin Volland kamen gegen Portugal gar nicht zum Einsatz.

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Musiala muss daher weiter auf seine Chance hoffen. Vielmehr ist dieses Turnier für ihn die Vorbereitung auf die Zeit nach Joachim Löw. Denn im Sommer übernimmt mit Hansi Flick sein Förderer vom FC Bayern die Zügel beim DFB. Mit Musiala steht Flick in regelmäßigem Kontakt.

Er wird, davon ist sicher auszugehen, eines der Gesichter des Umbruchs unter Flick werden. Denn der Meister-Trainer weiß wie kein Zweiter, was es braucht, um aus Musiala das Maximale herauszuholen. Da Thomas Müller nach SPORT1-Informationen gegen die Ungarn aufgrund einer Kapselverletzung im Knie ausfallen wird und auch Lukas Klostermann (Muskelfaserriss) nicht fit ist, dürfte Musiala erstmals im Kader stehen.

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Musiala hat Welpenschutz

In die Karten spielen könnte dem Jung-Star zudem, dass Hofmann noch Trainingsrückstand hat. Der Gladbacher ist am Montag erst ins Teamtraining eingestiegen. Trotz der Enttäuschung ließ sich Musiala in den vergangenen Tagen nicht hängen. Er weiß, dass der Bundestrainer von den nicht gesetzten Spielern erwartet, für ihren persönlichen EM-Moment jederzeit bereit zu sein.

Was Musiala dieser Tage hilft, ist vor allem der Welpenschutz seiner Mitspieler. Beim Training am Montagvormittag spielte er beim Fußball-Tennis an der Seite von Niklas Süle. Ihnen gegenüber standen Serge Gnabry, Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Vor allem Letzterer hat eine besondere Beziehung zum Jungspund.

Am Sonntag spielte er mit Musiala Tischtennis. Der Verlierer musste anschließend Liegestütze machen. Da der schmächtige Edeltechniker verlor, pushte ihn Goretzka bei der Ausführung. Auf SPORT1-Nachfrage erklärte Goretzka gut gelaunt: "Es ist schwierig, Jamal in den Kraftraum zu bekommen. Jetzt habe ich es spielerisch probiert und ihm in Tischtennis geschlagen."

Sicher kann man sich beim DFB sein, dass man mit Musiala nicht nur ein herausragendes Talent bekommen hat, sondern vor allem einen Spieler, der zeitnah zeigen wird, was er draufhat. Vielleicht sogar schon gegen Ungarn.

Schlusswort Babbel: "Er hat so eine tolle Zukunft vor sich. Wenn er gesund bleibt, wird er ein herausragender Nationalspieler werden."

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