EM-Qualifikation: Torjäger Ramos: Die Rekordjagd geht weiter

Sergio Ramos ist und bleibt der Kopf der spanischen Nationalmannschaft. Dies zeigte der Kapitän einmal mehr beim klaren 3:0-Sieg in der EM-Qualifikation gegen Schweden.

Zunächst erzielte Ramos in der 64. Minute per Elfmeter den wichtigen Führungstreffer für die Gastgeber. Dann überließ er seinem ehemaligen Teamkollegen bei Real Madrid, Alvaro Morata, beim zweiten Strafstoß in der 85. Minute den Ball - den der Stürmer von Atletico Madrid zum 2:0 verwandelte. "Ein Angreifer lebt von Toren und Morata ist ein Killer. Das war die beste Möglichkeit, damit er wieder Selbstvertrauen gewinnt. Fußball ist ein Teamsport", erklärte Ramos seine Geste.

Auch ohne den zweiten Treffer baute Ramos seine beeindruckenden Statistiken aus: In den letzten acht Spielen traf er siebenmal für Spanien und ist mit nunmehr 20 Länderspieltoren nur noch zwei Treffer vom Argentinier Daniel Passarella, Weltmeister 1978 und 1986, als erfolgreichstem Verteidiger im internationalen Fußball entfernt. Zudem war es bereits der elfte Elfmeter, den der Real-Spielführer in dieser Saison verwandelte.

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Sergio Ramos und die Jagd nach dem Casillas-Rekord

Darüber hinaus feierte Ramos gegen Schweden seinen 123. Sieg im 165. Länderspiel, wodurch er der Nationalspieler mit den meisten Siegen in der Geschichte des spanischen Fußballs ist. Da er den Rekord schon durch den 122. Sieg am Freitag beim 4:1 auf den Färöer Inseln aufgestellt hatte, wurde der 33-Jährige schon vor dem Anpfiff im heimischen Estadio Bernabeu im Beisein seiner künftigen Ehefrau Pilar Rubio und der drei Kinder von Verbandspräsident Luis Rubiales geehrt.

Drei Partien fehlen dem Andalusier noch, um Spaniens aktuellen Rekordnationalspieler Iker Casillas (167 Länderspiele) zu überholen. Wenn Ramos fit bleibt, könnte das im Oktober in Norwegen der Fall sein.

"Es erfüllt mich mit enormem Stolz, diesen persönlichen Rekord zu brechen", hatte der Welt- und Europameister bereits nach der Begegnung auf den Färöern gesagt und sein Tor dort dem vor zehn Tagen bei einem Autounfall tödlich verunglückten, früheren Mannschaftskameraden Jose Antonio Reyes gewidmet.

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