EM-Ticker: Corona-Schock bei England - Spieler isoliert

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Lesedauer: 45 Min.
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
EM-Ticker: Corona-Schock bei England - Spieler isoliert
EM-Ticker: Corona-Schock bei England - Spieler isoliert
  • Top-Thema: England-Duo isoliert (19.32 Uhr)

  • Schiedsrichter für deutsche Partie steht fest (11.12 Uhr)

  • Shevchenko warnt vor Österreich (So., 17.43 Uhr)

+++ Top-Thema: England muss auf Chelsea-Duo verzichten (19.32 Uhr) +++

Nach Schottlands Billy Gilmour wurden jetzt auch die beiden Chelsea-Spieler Mason Mount und Ben Chilwell bei England positiv auf Corona getestet, nachdem sie am Freitag das Match gegen Gilmour und seine Schotten bestritten hatten. Dies teilte der englische Verband per Tweet mit.

Weitere englische Spieler sind nach Auskunft des Verbandes zunächst nicht betroffen und wurden negativ getestet.

Mount und Chilwell befinden sich aktuell hingegen isoliert in Quarantäne und müssen abwarten, wie die UEFA das weitere Vorgehen bestimmt - der Fußballverband befindet sich aktuell in Absprache mit den englischen Gesundheitsbehörden.

Wann die Spieler wieder eingesetzt werden können, ist deshalb aktuell noch fraglich. England könnte aber die Ausfälle gut verkraften: BVB-Star Jadon Sancho könnte Mason Mount perfekt auf seiner Position ersetzen, während Man Uniteds Luke Shaw Chilwell auf der Linksverteidiger-Postion vertreten könnte.

+++ 11.12 Uhr: Schiedsrichter für deutsche Partie steht fest +++

Der russische Schiedsrichter Sergej Karassew pfeift das dritte EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch (EM 2021: Deutschland - Ungarn, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER) in München gegen Ungarn. Das gab die UEFA am Montag bekannt.

An ein Spiel unter Leitung des 42-Jährigen hat die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw keine gute Erinnerung. Karassew war beim peinlichen 1:2 in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien Ende März im Einsatz.

Bei der EM 2020 leitete Karassew bisher ein Spiel. Beim 3:0-Erfolg von Italien gegen die Schweiz hatte er wenig Mühe und verhängte nur zwei Gelbe Karten.

+++ 18.03 Uhr: Tschechien zuversichtlich vor Duell gegen England +++

Der tschechische Bundesligaprofi Vladimir Darida traut seiner Mannschaft beim EM-Vorrundenduell mit England am Dienstag eine Überraschung zu. "Sie sind sehr starke Gegner. Aber sie spielen aktuell nicht so stark wie in der Qualifikation, das wollen wir nutzen", sagte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC. In der Qualifikation war Tschechien in Wembley mit 0:5 unter die Räder gekommen - dies liegt aber mehr als zwei Jahre zurück.

Am Dienstag "werden Selbstvertrauen und Form entscheiden", mutmaßte Darida: "Wir treten mutig auf. Wenn wir die Gruppe gewinnen, wäre das ein großer Erfolg. Es wäre toll, weiter hier in Wembley zu spielen." Um zum Abschluss der Gruppe D ganz oben zu stehen und damit ein Achtelfinale am 29. Juni ebenfalls im Wembley-Stadion zu bestreiten, genügt Tschechien ein Unentschieden.

"Wir haben es in der Hand, wir wollen es selbst erledigen und nicht auf andere angewiesen sein", sagte Darida. Rechenspielchen gebe es bei den Tschechen nicht, obwohl der Sieger der Gruppe D im Achtelfinale auf den Zweiten der deutschen Gruppe F trifft. Neben der DFB-Auswahl wären also auch Weltmeister Frankreich oder Titelverteidiger Portugal mögliche Gegner.

Nationaltrainer Jaroslav Silhavy wollte sich zu möglichen Kontrahenten in der K.o.-Runde nicht äußern, seine Konzentration gilt England. "Ich glaube, dass sich England im Laufe des Turniers steigern wird. Natürlich sind sie unter Druck. Sie werden hungrig sein und angreifen. Damit müssen wir umgehen", sagte der Trainer, der großen Respekt vor dem in der Kritik stehenden Harry Kane hat. Englands Kapitän sei "ein hervorragender und sehr schlauer Stürmer". Sein Team dürfe Kane "keinen Platz geben und versuchen, ihn zu neutralisieren."

+++ 16.52 Uhr: Orban schwärmt vom DFB-Team +++

Ungarns Abwehrspieler Willi Orban schätzt die deutsche Nationalmannschaft vor dem entscheidenden EM-Gruppenspiel am Mittwoch in München hoch ein. "Ich glaube, dass in der Gruppe Deutschland aktuell die kompletteste Mannschaft ist", sagte der Verteidiger von RB Leipzig am Montag im ungarischen EM-Quartier bei Budapest.

Bei den Stärken der Deutschen geriet Orban regelrecht ins Schwärmen. "Sie haben eine unheimlich gute Mentalität, sind sehr gut organisiert", so der 28-Jährige: "Hinzu kommt individuelle Einzelspieler-Qualität, die auch herausragend ist. Gerade auch das Pressing ist außergewöhnlich."

In der Gruppe F führt Weltmeister Frankreich mit vier Punkten vor Portugal und Deutschland, die beide auf drei Zähler kommen. Ungarn ist mit einem Punkt Letzter, hat aber bei einem Sieg gegen Deutschland noch Chancen auf das Achtelfinale. Im Parallelspiel am Mittwoch treffen die Portugiesen und Franzosen in Budapest aufeinander.

Etwas Besonderes ist das Spiel gegen Deutschland auch für Orban persönlich. "Für mich ist es natürlich ein spezielles Spiel, weil ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin", sagte er. Orban freute sich zudem, dass Ungarn trotz der starken Gegner noch Möglichkeiten besitzt, die K.o.-Runde zu erreichen. "Aus meiner Sicht gab es bei einer EM noch nie eine schwierigere Gruppe, als wir sie haben", sagte er.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Sonntag, 20. Juni 2021

+++ 17.43 Uhr: Shevchenko warnt vor Österreich +++

Der ukrainische Fußball-Nationaltrainer Andrej Shevchenko hat vor dem "Finale" um den erstmaligen Einzug ins EM-Achtelfinale gegen Österreich zur Vorsicht gemahnt. "Wir fühlen eine enorme Verantwortung. Jeder Fußballer will gewinnen und wir bereiten uns sehr intensiv vor", sagte Shevchenko vor dem Duell am Montag in Bukarest.

Die Ukraine und Österreich haben in der Gruppe C jeweils drei Punkte bei einem ausgeglichenen Torverhältnis auf dem Konto. Der Mannschaft von Shevchenko reicht aufgrund der höheren Anzahl der geschossenen Tore schon ein Unentschieden zum Sprung ins Achtelfinale.

Allerdings werde die Ukraine nicht auf Remis spielen. "Diese Art zu denken kann bestraft werden", betonte Shevchenko: "Theoretisch könnten wir mit einem Unentschieden zufrieden sein. Aber wenn du so in das Spiel gehst, wirst du nie das Resultat erzielen. Das ist nicht richtig."

+++ 17.09 Uhr: Arnautovic kehrt bei Österreich zurück +++

Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic kehrt im "Finale" um den Einzug ins EM-Achtelfinale gegen die Ukraine in die Startelf zurück. Wie der deutsche Teamchef Franco Foda mitteilte, wird Arnautovic am Montag im abschließenden Spiel der Gruppe C in Bukarest von Beginn an spielen.

"Er wird spielen. Wir haben es so entschieden und wollten das heute auch kommunizieren", sagte Foda. ÖFB-Kapitän David Alaba freute sich über die Entscheidung. "Dass Marko ein wichtiger Spieler für uns ist, ist kein Geheimnis. Marko besitzt die Qualität, Spiele zu entscheiden", sagte der langjährige Star von Bayern München.

Arnautovic hatte gegen die Niederlande (0:2) gefehlt, weil er im Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) beim Torjubel einen Gegenspieler beleidigt hatte. Wegen einer Oberschenkelverletzung im Vorfeld war er erst in der zweiten Hälfte eingewechselt worden.

Alaba wolle gegen die Ukraine das Spiel gewinnen, "um Geschichte zu schreiben". Noch nie hatte Österreich den Sprung in die EM-K.o.-Runde geschafft. "Wir haben ein Finalspiel und werden alles unternehmen, es für uns zu entscheiden", ergänzte Foda.

Beide Teams haben jeweils drei Punkte auf dem Konto, die Ukraine liegt aufgrund der höheren Anzahl an geschossenen Toren auf Platz zwei. Arnautovic hatte zuletzt im November 2020 in der Nations League gegen Norwegen (1:1) von Beginn an gespielt.

+++ 16.45 Uhr: München will Zeichen für Toleranz senden - Ermittlungen gegen ungarische Fans +++

Vor dem dritten und letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2021 gegen Ungarn will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ein Zeichen setzen.

Der SPD-Politiker plädiert dafür, das Stadion in der bayrischen Landeshauptstadt, in dem das DFB-Team am Mittwoch ein weiteres Mal auftritt, in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Als Symbol für "Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", wie es eine Sprecherin des OB gegenüber der dpa ausdrückte.

Reiter will so gegen homophobe Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban zum Protest animieren. Entscheiden muss die UEFA, der Reiter einen Brief schreiben wolle. Der europäische Vorband reagierte zunächst nicht auf den Vorstoß.

In Ungarn wurde unter der Woche ein Gesetz verabschiedet, dass Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt, wohl auf Antreiben Orbans.

Eine Antwort bleibt die UEFA in ihrer Rolle als Entscheidungsinstanz zwar noch schuldig, weil sie erst das offizielle Gesuch von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter abwarten will - an anderer Stelle ist die UEFA am Sonntag aber aktiv geworden. Der Verband wird Berichte über Diskriminierungen am EM-Spielort Budapest untersuchen und hat eigens dafür einen Ermittler eingesetzt.

Bei den bisherigen Partien der Ungarn in Budapest (0:3 gegen Portugal und 1:1 gegen Frankreich) war die berüchtigte "Carpathian Brigade" im Stadion in Erscheinung getreten. Der schwarz gekleidete Mob wird von Experten als paramilitärische Gruppierung eingeschätzt, die aus Neonazis besteht. Laut diverser Berichte sollen die Mitglieder der Brigade durch homophobe und rassistische Äußerungen aufgefallen sein, auch der Hitlergruß sei gezeigt worden.

Sollten sich die "Problemfans" auf den Weg nach München machen, droht der bayrischen Landeshauptstadt am Mittwoch ein massives Sicherheitsproblem - trotz der 1000 Polizisten, die im Einsatz sein werden. Das bayrische Innenministerium ließ bis Sonntagnachmittag eine SID-Anfrage unbeantwortet, wie auf eine Einreise ungarischer Nazis und eine mögliche Gefahrenlage reagiert werden soll.

Die Frage der Regenbogen-Arena soll Anfang der Woche geklärt werden. Am Montag möchte Reiter der UEFA den fraktionsübergreifenden Antrag des Stadtrats unterbreiten, wonach die bunte Arena "ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI Community in Ungarn" setzen soll.

+++ 13.38 Uhr: Frankreich-Stars angefeindet +++

Unschöne Szenen beim Spiel zwischen Frankreich und Ungarn. Einzelne Spieler der französischen Nationalmannschaft sind während der Partie von einigen Zuschauern angefeindet worden.

So waren am Samstag bei Ballkontakten von Kylian Mbappé offenbar immer wieder Affenlaute aus dem Publikum zu hören. Das berichtete ein Reporter der dpa. Auch Stürmer Karim Benzema wurde vereinzelt beschimpft.

Portugiesischen Medien zufolge hatten bereits einzelne Zuschauer im ersten Spiel in der ungarischen Puskas Arena Superstar Cristiano Ronaldo übel beleidigt. Sowohl gegen Portugal als auch gegen Frankreich saßen mehr als 55.000, vor allem ungarische, Fans auf den Tribünen.

+++ 10.55 Uhr: Hazard fällt aus +++

Belgien muss im letzten EM-Vorrundenspiel am Montag gegen Finnland auf Thorgan Hazard verzichten.

Der Profi von Borussia Dortmund "wird nicht mit dem Team nach St. Petersburg reisen", teilte der Verband am Sonntag vor dem Abflug zunächst ohne konkrete Begründung mit. Hazard hatte in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils in der Startelf gestanden und dabei ein Tor erzielt.

Wie der Journalist Kristof Terreur berichtet, habe er gegen Dänemark auch einen Schlag aufs Knie abbekommen und am Samstag mit dem Training ausgesetzt.

Samstag, 19. Juni 2021

+++ 09.27 Uhr: Lauterbach kritisiert EM-Spiele in England +++

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht die Austragung von EM-Spielen in London kritisch. "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", sagte der SPD-Mann bei RTL/ntv: "Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben."

Nach der Austragung von Gruppen- und Achtelfinalspielen wird das Wembley-Stadion im Juli zum exklusiven Ausrichter dieser paneuropäischen EM: Beide Halbfinals und das Finale sollen in London stattfinden.

Wie die Tageszeitung The Times allerdings am Freitag berichtete, denkt die UEFA darüber nach, diese Spiele wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der strengen Quarantäneverordnung in England kurzfristig nach Budapest zu vergeben. Noch soll sich der Kontinentalverband aber um Ausnahmeregelungen bemühen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können.

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in dieser Sache nicht unter Druck setzen lassen. "Wir werden alles tun, was notwendig ist, um das Land vor COVID zu schützen", sagte er: "Das wird unsere Priorität sein." Man werde "sehen, ob wir einige vernünftige Zugeständnisse machen können, aber Priorität muss die öffentliche Gesundheit haben."

+++ 8.26 Uhr: Werner glaubt an deutsche Wende +++

Timo Werner ist fest von der EM-Wende für die deutsche Nationalmannschaft überzeugt. "Das Spiel hat uns nicht aus der Bahn geworfen", sagte der Stürmer in der ARD über den Turnier-Fehlstart gegen Weltmeister Frankreich. Das 0:1 gegen "starke Franzosen" sei vielmehr "ein bisschen unglücklich" gewesen.

Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Portugal (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) "haben wir die Stimmung sehr gut hochgehalten", meinte Werner und ergänzte: "Wir brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken."

Von der deutschen Offensive erwartet der Angreifer von Champions-League-Sieger FC Chelsea eine klare Steigerung. "Es ist unser Ansporn, mehr und bessere Torchancen herauszuspielen und das Spiel zu dominieren", sagte der 25-Jährige.

Freitag, 18. Juni 2021

+++ 21.29 Uhr: Allianz Arena in Regenbogenfarben? +++

München soll anlässlich des EM-Spiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn ein weithin sichtbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz in die Welt senden. Das hofft der Stadtrat und hat daher einen von allen Fraktionen unterstützten Antrag eingebracht: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soll sich bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) dafür einsetzen, dass die Außenhülle der Allianz Arena während des Spiels am Mittwoch in Regenbogenfarben leuchtet.

Auch wird Reiter gebeten, das Rathaus mit Regenbogenfahnen zu beflaggen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Man wolle ein Zeichen setzen für eine bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Es gehe darum, schreiben die Fraktionen, Solidarität mit der LGBTI-Community in Ungarn zu zeigen, "die unter der aktuell verschärften homo- und transphoben Gesetzgebung der ungarischen Regierung zu leiden hat".

Das ungarische Parlament hatte vor wenigen Tagen ein neues Gesetz beschlossen, das unter anderem verbietet, in Schulen über Homosexualität aufzuklären. Von vielen Stellen wurden daher Rufe nach einer Positionierung laut. So adressierte ARD-Journalist Georg Restle, Leiter des Politmagazins Monitor, den Deutschen Fußball-Bund: "Lieber DFB, in Ungarn soll 'Werbung' für Homosexualität verboten werden. Ihr seid doch so für Diversität. Wie wär es: Eine Regenbogenflagge für jeden Fan im Stadion? Dann kriegt das auch Herr Orban mit."

DFB-Kapitän Manuel Neuer hatte zuletzt im Spiel gegen Frankreich (0:1) eine Armbinde in Regenbogenfarben getragen.

+++ 21.18 Uhr: England und Schottland knien gemeinsam +++

Einigkeit vor der Battle of Britain: Die Erzrivalen England und Schottland haben unmittelbar vor dem Anpfiff des EM-Vorrundenspiels im Wembley-Stadion ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und sind gemeinsam auf die Knie gegangen. Auch Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz (Spanien) machte mit. Die Fans in der Arena quittierten die Aktion mit lautem Applaus und Jubel.

Englands Spieler hatten bereits vor der EM und beim ersten Spiel gegen Kroatien (1:0) auf diese Art für ein besseres Miteinander geworben. Dabei erhielten sie teils ablehnende Reaktionen der Fans, die weite Kreise zogen. Sogar der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich dazu.

+++ 20.24 Uhr: Polens Trainer verteidigt Lewandowski +++

Polens Nationaltrainer Paulo Sousa hat Weltfußballer Robert Lewandowski in Schutz genommen. "Er hat sich für das Team geopfert und alles gegeben, was er konnte. Es geht nicht nur darum, was Robert mit dem Ball geleistet hat, sondern auch ohne", sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem wegweisenden EM-Duell mit Spanien am Freitag in Sevilla.

Bundesliga-Rekordtorschütze Lewandowski war beim 1:2 zum Auftakt gegen die Slowakei blass geblieben und anschließend in der heimischen Presse in die Kritik geraten.

Für Sousa ist die öffentliche Bewertung des Angreifers von Bayern München aber zu oberflächlich: "Robert hat unheimlich viel in der Defensive gearbeitet, als wir zu zehnt waren. Er hatte auch eine klare Kopfball-Chance und hat eine gute Chance eingeleitet. Er hat viel gearbeitet, um Räume zu schaffen", lobte der 50-Jährige.

Das Duell mit Spanien am Samstagabend (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) ist für Polen bereits ein Endspiel. Bei einer Niederlage wäre das Achtelfinale außer Reichweite.

Sousa will nicht "zu viele Veränderungen" in der Startaufstellung vornehmen. "Wir werden eher die Strategie verändern, da der Gegner ein ganz anderer ist als die Slowakei", kündigte der Portugiese an. Das Ziel müsse sein, gegen die dominanten Spanier aggressiv aufzutreten sowie in Ballbesitz-Phasen zu kommen. Und natürlich: "Wir müssen Tore schießen", forderte Sousa.

+++ 17.18 Uhr: Rossi reagiert überrascht auf Deschamps-Lob +++

Der ungarische Nationaltrainer Marco Rossi hat überrascht auf das Lob seines französischen Kollegen Didier Deschamps reagiert. "Ich war überrascht, dass er weiß, wer ich bin", sagte Rossi vor dem Duell gegen Fußball-Weltmeister Frankreich am Samstag: "Aber natürlich freue ich mich darüber. Wir reden immerhin von einem Trainer, der die WM gewonnen hat."

Deschamps hatte Rossi, der seit 2018 das ungarische Nationalteam trainiert und zuvor bei Klubs in der Slowakei, Ungarn sowie Italien engagiert war, zuvor als "sehr guten Coach" bezeichnet.

Vor dem Spiel gegen den Weltmeister drückte Rossi die Erwartungen. "Sie sind die Topfavoriten auf den Titel und können sich auf jemanden verlassen, der nicht von dieser Welt ist", betonte Rossi: "Kylian Mbappe."

Sein Team müsse eine in jeder Hinsicht "perfekte Leistung" bringen. Die Hitze, es werden bis zu 35 Grad Celsius erwartet, ist eine zusätzliche Herausforderung. "Wir müssen mehr laufen ohne Ball. Das ist schwieriger bei hohen Temperaturen", sagte Rossi.

Das Auftaktspiel der Gruppe F hatte Ungarn gegen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo nach drei späten Gegentoren mit 0:3 verloren. "Die letzten Minuten haben Narben hinterlassen", sagte Rossi, aber sein Team dürfe sich jetzt "nicht bemitleiden lassen".

Am kommenden Mittwoch trifft die DFB-Elf zum Abschluss der Gruppenphase auf Ungarn.

+++ 16.21 Uhr: Chiellini hofft auf Einsatz im Achtelfinale +++

Der angeschlagene Giorgio Chiellini, Kapitän der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, hofft auf seine Rückkehr im EM-Achtelfinale. "Ich habe rechtzeitig Schluss gemacht, dies war eine gute Entscheidung", sagte Chiellini.

Der 36 Jahre alte Abwehrspieler von Juventus Turin war beim 3:0 gegen die Schweiz bereits nach 24 Minuten mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausgewechselt worden und fällt für das Gruppenfinale am Sonntag gegen Wales in Rom aus. Die Squadra Azzurra ist bereits für die K.o.-Runde qualifiziert. Gegen Wales geht es noch um den Sieg in Gruppe A.

Chiellini absolvierte gegen die Schweiz sein 109. Länderspiel. Er stieg damit zu Italiens Rekordspieler bei EM-Turnieren auf. Es war sein 14. EM-Einsatz für die Squadra Azzurra.

+++ 8.05 Uhr: EM-Finale in Ungarn statt in England? +++

Die UEFA plant offenbar das EM-Final-Spiel nach Ungarn zu verlegen. Demnach soll es bei voller Besucher-Kapazität in der Budapester Puskás Aréna stattfinden. Der Grund dafür soll offenbar die Ablehnung der UEFA-Forderung gewesen sein, die Quarantäne für 2500 VIP-Gäste von der englischen Regierung entfallen zu lassen.

Jetzt sehen sich Alexander Ceferin und Co gefordert, das EM-Finale nach Budapest zu verlegen, welches sie zudem dort mit voller Stadion-Kapazität austragen könnten. Im ursprünglich vorgesehenen Londoner Wembley Stadion dürften hingegen nur 50 Prozent von möglichen 90.000 Besuchern ins Stadion, da im Covid-Mutanten-Gebiet, England, immer noch strenge Kontaktbeschränkungen und damit auch Einschränkungen bei Massenveranstaltungen gelten.

Bereits das Spiel der heimischen Nationalmannschaft gegen Portugal durfte mit voll ausgelasteter Stadionkapazität im ungarischen Hauptstadt-Stadion ausgetragen werden. Nun könnte dies auch im Final-Spiel am 11. Juli eintreffen.

Donnerstag, 17. Juni 2021

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

+++ 21.15 Uhr: Schweden will Taktik ändern +++

Schweden will sein System für das zweite EM-Gruppenspiel gegen die Slowakei umstellen. "Wir werden nicht mit der gleichen Taktik spielen wie gegen Spanien", sagte Nationaltrainer Janne Andersson auf einer virtuellen Pressekonferenz vor der Partie am Freitag in St. Petersburg: "Ich glaube nicht, dass die Slowakei so hoch pressen wird wie Spanien, sodass wir andere Teile unseres Spiels zeigen können."

Generell erwartet Andersson im Gegensatz zum Auftakt in Sevilla gegen Spanien (0:0) mehr Ballbesitz für seine Mannschaft und eine komplett andere Partie. "Es wird wichtig sein, dass wir unser Spiel machen können ? das haben wir gegen Spanien nicht genügend geschafft. Als wir vor ein paar Wochen gegen Armenien gespielt haben, standen die auch tiefer, und wir haben offensiv ein Klassespiel gemacht."

Die Mannschaft müsse den Vorteil nutzen, "mehr Ballbesitz zu haben. Denn die Slowakei hat ein sehr starkes Team, und sie sind läuferisch sehr stark", so Andersson: "Wir müssen auf Fehler lauern."

Letzter Gegner der Schweden in Gruppe E ist am Mittwoch (18.00 Uhr) Polen um Stürmerstar Robert Lewandowski. Polen hatte gegen die Slowakei zum EM-Start 1:2 verloren.

+++ 19.53 Uhr: Kroatien will anderes Gesicht zeigen +++

Vize-Weltmeister Kroatien will im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Tschechien ein ganz anderes Gesicht zeigen. "Wir wollen offensiver agieren, direkter und mehr in die Tiefe spielen", kündigte Nationaltrainer Zlatko Dalic auf der Pressekonferenz vor der Partie am Freitag in Glasgow an.

Nach dem 0:1 in England zum Auftakt sei allen bewusst, "dass wir gewinnen müssen", betonte Dalic: "Wir sind motiviert, denn wir brauchen ein gutes Resultat." Verteidiger Dejan Lovren, der gegen die Three Lions noch angeschlagen fehlte, fühlt sich "bereit für das Spiel" und betonte: "Wir konzentrieren uns nur auf uns, wir haben alles in der eigenen Hand."

Der Abwehrspieler von Zenit St. Petersburg sieht nach dem bisherigen Turnierverlauf eine Mannschaft ganz klar als Topanwärter auf den Titel. "Die Franzosen sind der Favorit, sie haben auf jeder Position so viel Qualität, sie spielen wirklich sehr gut", erklärte Lovren.

Letzter Gegner der Kroaten in Gruppe D ist am Dienstag erneut im Hampden Park EM-Mitausrichter Schottland. Tschechien hatten die Bravehearts zum Auftakt mit 2:0 bezwungen.

+++ 19.33 Uhr: Experte fordert Sonderkommision nach Eriksen-Kollaps +++

Nach dem Zusammenbruch des dänischen Fußballstars Christian Eriksen im ersten EM-Vorrundenspiel gegen Finnland (0:1) hat der Psychologe Professor Andreas Marlovits die Einsetzung eines speziellen Gremiums gefordert, um in solchen Einzelfällen über die Fortsetzung oder einen Spielabbruch zu entscheiden. "Es müsste eigentlich sowas wie eine Sonderkommission für solche Fälle geben, die, wenn sowas passiert, dann entscheidet, wie es weitergeht", sagte er bei MagentaTV.

Das Schwierige an der Situation sei, "dass es unmittelbar an der Spielstätte passiert ist. Und es nicht etwa ein Auto-Unfall war", betonte Marlovits, der unter anderem auch für Hannover, Bremen und Wolfsburg tätig war.

Der Psychologe unterstrich, dass eine Aufarbeitung solcher Erlebnisse für die Spieler sehr wichtig sei: "Wenn man das nicht tut, dann ist das ein großes Problem. Wenn man es aber tut, dann kann man daraus eine enorme Kraft schöpfen."

Das Spiel war nach dem Kollaps von Eriksen, der auf dem Spielfeld reanimiert werden musste, nach einer Unterbrechung von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) unter Einbindung der beiden Teams fortgesetzt worden. Dies hatte zu heftiger Kritik geführt.

+++ 18.39 Uhr: Keine Gehirnerschütterung: Pavard laut UEFA ordnungsgemäß behandelt +++

In der Debatte über die Vorgehensweise von Frankreichs Teamärzten im "Fall Benjamin Pavard" im EM-Spiel gegen Deutschland (1:0) hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) Vorwürfe der Spielervereinigung FIFPro wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen das vor Turnierbeginn vereinbarte Gehirnerschütterungsprotokoll zurückgewiesen. "Wir sind zufrieden, dass Maßnahmen des medizinischen Teams in Übereinstimmung mit dem Protokoll gestanden haben", teilte der Verband am Donnerstag nach dem offiziellen Ausschluss einer Gehirnerschütterung beim Verteidiger des deutschen Meisters Bayern München mit.

Pavard hatte am vergangenen Dienstag in München laut eigener Aussage in der 59. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit dem deutschen Verteidiger Robin Gosens in der Luft und einem harten Aufprall auf dem Boden das Bewusstsein verloren. Die FIFPro hatte tags darauf kritisiert, dass der 25-Jährige nach kurzer Behandlung wieder auf das Spielfeld zurückgekehrt war, und forderte von der UEFA eine Stellungnahme wegen der mutmaßlichen Missachtung des Gehirnerschütterungsprotokolls. Laut der Selbstverpflichtung aller 24 EM-Teilnehmer soll ein Spieler im Falle eines Verdachts auf eine Gehirnerschütterung zum eigenen Schutz vor Folgeschäden einer solchen Verletzung umgehend ausgewechselt werden.

Den UEFA-Angaben zufolge hätten jedoch die französischen Ärzten "weder vor Ort noch nach eingehender Abklärung durch einen renommierten Spezialisten bei einer anschließenden Kontrolle einen Verdacht auf Gehirnerschütterung festgestellt". Vielmehr hätten die Mediziner des Weltmeister-Teams nachträglich auch Pavards Selbstwahrnehmung widersprochen. "Nach den Berichten, die wir von den Mannschaftsärzten erhalten haben, scheint es keine Bewusstlosigkeit gegeben zu haben", erklärte die UEFA.

Aufgrund der ärztlichen Entwarnung könnte Pavard am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn wieder zur Mannschaft von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gehören. "Er kann sich normal vorbereiten", teilte die UEFA mit.

+++ 17.59 Uhr: Havertz fordert mehr Mut +++

Kai Havertz hat einen selbstbewussteren Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in ihrem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Portugal gefordert. "Uns hat ein bisschen der Mut gefehlt im letzten Drittel. Wir haben den Pass nach hinten gesucht, anstatt ins Eins-gegen-Eins zu gehen", sagte Havertz im ZDF nach dem Fehlstart gegen Weltmeister Frankreich (0:1).

Der Siegtorschütze des Champions-League-Endspiels bot dabei eine schwache Leistung. Die deutsche Offensive mit Havertz, Thomas Müller und Serge Gnabry strahlte kaum Torgefahr aus. "Es ist kein Tor entstanden, daher können wir nicht zufrieden sein. Wir dürfen den Kopf aber nicht in den Sand stecken, da wir offensiv eine sehr hohe Qualität haben", sagte Havertz.

Eine besondere Belastung vor dem Spiel gegen Portugal in München am Samstag verspürt der 22-Jährige nicht. "In den letzten zwei, drei Jahren war bei der Nationalmannschaft immer Druck auf dem Kessel", sagte Havertz. Zuversichtlich stimme ihn der "ungemeine Wille", der in der DFB-Auswahl entstanden sei.

+++ 17.25 Uhr: DFB-Verteidiger fällt aus +++

Bundestrainer Joachim Löw muss für mindestens acht Tage auf Lukas Klostermann verzichten. Der Leipziger zog sich am Mittwoch eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu und trainierte am Donnerstag in Herzogenaurach nicht mit. Nach SPORT1-Informationen zog er sich einen Muskelfaserriss zu, zuerst hatte der kicker berichtet.

+++ 13.56 Uhr: "Spielen für Christian" +++

Dänemarks Kapitän Simon Kjaer hat vor der Partie gegen Belgien nochmals bekräftigt, dass die Mannschaft nun für ihren kollabierten Mittelfeldspieler Christian Eriksen spielen will. "Wir werden das Spielfeld gegen Belgien mit Christian in unseren Herzen und Gedanken betreten", schrieb der 32-Jährige in einer emotionalen Botschaft in den sozialen Netzwerken.

"Er gibt uns Ruhe in unseren Gedanken, was uns erlaubt, uns auf das Fußballspiel zu konzentrieren", ergänzte Kjaer: "Wir werden für Christian spielen, und wie immer für ganz Dänemark. Das ist die größte Motivation für uns alle." Der Schock werde zwar "für immer" bleiben, doch das einzig Wichtige sei, "dass es Christian gut geht", führte der Innenverteidiger aus.

Er sei "stolz darauf, wie wir als Team agiert haben und wie wir in dieser schwierigen Zeit zusammengehalten haben. Ich bin gerührt und sehr dankbar für die ganze Unterstützung", schrieb Kjaer weiter. Am Donnerstagabend (18 Uhr) bestreiten die Dänen gegen Belgien ihr erstes Spiel nach den dramatischen Ereignissen vom vergangenen Samstag.

+++ 10.42 Uhr: Portugal-Star zollt DFB-Team Respekt +++

Portugals Mittelfeld-Star Bruno Fernandes sieht den kommenden EM-Gegner Deutschland trotz der Auftaktniederlage als schwierige Aufgabe.

"Was ich von Deutschland erwarte, ist ein Team, das gewinnen will - und wir wollen das auch", sagte der Spielmacher von Manchester United am Donnerstag in Budapest: "Und was dann im Spiel passiert, ist schwer zu sagen. Unser Ziel ist, das Spiel zu kontrollieren, den Ball so viel wie möglich zu haben und zu gewinnen."

Am Samstag (18.00 Uhr) trifft Europameister Portugal in seinem zweiten Gruppenspiel in München auf das DFB-Team, das am Dienstag 0:1 gegen Weltmeister Frankreich verloren hatte. "Ich glaube, dass sie nicht schlecht gespielt haben", sagte Fernandes über die Deutschen, "aber Frankreich ist ein gutes Team und es ist hart, gegen sie zu spielen. Es wird ein hartes Spiel für uns, aber für sie auch."

+++ 10.34 Uhr: Engländer pfeift nächstes DFB-Spiel +++

Der Engländer Anthony Taylor pfeift das zweite EM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Samstag (18.00 Uhr) in München gegen Titelverteidiger Portugal. Das gab die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag bekannt.

Für den international sehr erfahrenen 42-Jährigen ist es der zweite Einsatz bei diesem Turnier.

Taylor erlebte in seinem ersten Spiel das Drama um den Dänen Christian Eriksen mit. Nach dessen Kollaps in der Begegnung gegen Finnland (0:1) erhielt Taylor viel Lob für seine gute Kommunikation mit beiden Mannschaften.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

+++ 10.05 Uhr: Eriksen wird Defibrillator implantiert +++

Seit seinem dramatischen Zusammenbruch im EM-Auftaktspiel der dänischen Nationalmannschaft fragen sich die Fußball-Fans: Wie geht es mit Christian Eriksen weiter?

Nun steht fest, dass sich der Superstar von Inter Mailand nach seinem Herzstillstand auf dem Spielfeld einem operativen Eingriff unterziehen muss. Wie der dänische Verband DBU am Donnerstag in einem offiziellen Statement bekannt gab, wird dem 29-Jährigen ein implantierbarer Defibrillator (ICD) eingesetzt.

"Nachdem bei Christian diverse Herz-Untersuchungen durchgeführt wurden, ist man zu der Entscheidung gekommen, dass er einen ICD haben sollte. Dieses Gerät ist nach einer Herz-Attacke wegen Rhythmusstörungen notwendig", hieß es in der Mitteilung.

Eriksen habe die Entscheidung der Mediziner akzeptiert. Nationale und internationale Experten hätten zu dem Schritt geraten. Der Mittelfeldspieler war beim Spiel gegen Finnland am Samstag kollabiert, nach einem Herzstillstand musste er reanimiert werden.

+++ 8.44 Uhr: Sommer reist ab +++

Yann Sommer reiste direkt nach dem 0:3 gegen Italien ab - die Schweiz muss nun vorerst ohne ihren erfahrenen Stammkeeper auskommen.

Grund ist nicht etwa ein tragisches Ereignis, sondern vielmehr ein freudiges: Der 32-Jährige will bei der Geburt seines zweiten Kindes dabei sein. Seine Frau Alina erwartet ein Mädchen.

Aus diesem Grund packte Sommer nach der Klatsche gegen die Italiener schnell seine Koffer und düste Richtung Flughafen. Von Rom aus ging es direkt nach Köln, dort wartet Alina bereits im Krankenhaus.

Wann der Torwart von Borussia Mönchengladbach den Schweizern wieder zur Verfügung steht, ist noch offen. Im letzten Gruppenspiel am Sonntag steht die Schweiz in Baku gegen die Türkei bereits mit dem Rücken zur Wand. Sommer könnte dabei schon wieder zwischen den Pfosten stehen.

+++ 6.49 Uhr: Italien bangt um Chiellini +++

Der italienischen Fußball-Nationalmannschaft droht im Gruppenfinale am Sonntag in Rom gegen Wales der Ausfall von Kapitän Giorgio Chiellini.

Der 36 Jahre alte Abwehrspieler von Juventus Turin musste beim 3:0 (1:0) gegen die Schweiz bereits nach 24 Minuten mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausgewechselt werden.

"Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist", sagte Trainer Roberto Mancini. Genauere Untersuchungen am Donnerstag sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

Chiellini absolvierte gegen die Schweiz sein 109. Länderspiel. Er stieg damit zu Italiens Rekordspieler bei EM-Turnieren auf. Es war sein 14. EM-Einsatz für die Squadra Azzurra.

+++ 6.20 Uhr: ÖFB-Chef reagiert auf UEFA-Urteil +++

Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic ist von der UEFA wegen dessen Beleidigungen gegen Nordmazedoniens Ezgjan Alioski für ein Spiel gesperrt worden.

ÖFB-Präsident Leo Windtner reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung des Verbands. "Es ist schwer zu verstehen, dass der eigentliche Provokateur Alioski komplett ungeschoren davonkommt und nur unser Spieler gesperrt worden ist", sagte der 70-Jährige der Austria Presse Agentur.

Die UEFA hatte ursprünglich keine Ermittlungen in die Wege geleitet, reagierte dann aber doch auf ein Schreiben der Nordmazedonier. "Die Anzeige des nordmazedonischen Verbandes hat uns überrascht, zumal die Spieler das Ganze letztlich dann friedlich miteinander abgeschlossen haben", erklärte Windtner.

Für Alioski sei die Sache abgehakt gewesen und auch der nordmazedonische Verbandspräsident Muamed Sejdini habe Windtner nach dem Spiel in Bukarest aus der Ferne zugerufen und gratuliert, so der ÖFB-Chef weiter. "Da gab es keinen Anschein, dass so etwas folgt."

Mittwoch, 16. Juni

+++ 21.48 Uhr: Autobombenfund vor EM-Spiel +++

Schockmoment bei der EM 2021!

Vor dem Duell zwischen Italien und der Schweiz in der Gruppe A wurde in der Nähe des Stadio Olimpico eine Autobombe entschärft, wie die Corriere dello Sport vermeldete.

Gegen 17.40 Uhr wurde die Polizei über ein verdächtiges Auto in der Via Tito Spiri im Stadtteil Prati informiert. Allerdings soll der Vorfall nicht mit der Europameisterschaft in Verbindung stehen, wie die UEFA per Pressemitteilung ihres außerordentlichen Kommissars der UEFA Euro 2020 verkünden ließ: "Die Nachricht über ein rudimentäres Gerät, das wenige Kilometer vom Olympiastadion in einem Auto zurückgelassen wurde, hat in keiner Weise mit der Fußball-Europameisterschaft zu tun, sondern es handelt sich um eine private Angelegenheit."

Es gab keine Explosion und die Ermittlungen dauern noch an. Aber das Auto soll dem kommunistischen Politiker Marco Andrea Doria (63) gehören. Laut Polizei soll der Sprengsatz aus Schießpulver und Bolzen sprengfähig gewesen sein.

Die Bürgermeisterin von Rom, Virginia Raggi, drückte per Twitter bereits ihre Solidarität für den Politikkollegen aus.

+++ 19.00 Uhr: "Es soll ein Fest für Christian werden" +++

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft plant vor dem EM-Spiel gegen Dänemark eine besondere Aktion für Christian Eriksen.

"Es soll ein Fest für Christian werden", sagte Trainer Roberto Martinez: "Es ist eine Intention, dass wir unsere besten Wünsche für Christian zeigen. Die Spieler werden etwas vorbereiten für den Spielbeginn. Unsere Botschaft ist, dass Fußball nicht dasselbe ist, wenn Christian nicht auf dem Feld steht."

Starangreifer Romelu Lukaku nahm in den Tagen vor dem Duell am Donnerstag (EM 2021: Dänemark - Belgien am Dienstag ab 18.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) Kontakt zu seinem Vereinskollegen Eriksen auf. "Ich habe ihm geschrieben, dass er sich Zeit nehmen soll, sich zu erholen. Ich habe ihm versprochen, dass er sich jederzeit bei mir melden kann, wenn er reden möchte", sagte der Profi von Inter Mailand.

Außerdem plädierte Lukaku angesichts des Kollapses von Eriksen für Erste-Hilfe-Kurse im Profifußball. "Es wäre vielleicht gut, wenn jeder lernen würde, wie man reanimiert", sagte der 28-Jährige: "Wir haben in der Mannschaft darüber gesprochen. Weil du nie weißt, wann es passiert."

+++ 15.26 Uhr: Schewtschenko warnt vor Nordmazedonien +++

Der ukrainische Nationaltrainer Andrej Schewtschenko hat seine Spieler vor dem kommenden Gegner Nordmazedonien gewarnt. "Das ist ein Team, das Respekt verdient. Sie haben Charakter und ihren eigenen Spielstil", sagte der frühere Weltklasse-Stürmer am Mittwoch: "Sie spielen 5-3-2. Es ist ein Team, das gut kontert. Wir müssen sehr auf ihre Konter aufpassen."

Am Donnerstag (15.00 Uhr) treffen in Bukarest die beiden Teams aus der Gruppe C aufeinander, die ihre ersten EM-Partien verloren hatten. Während der nordmazedonische Neuling 1:3 gegen Österreich unterlegen war, lieferte die Ukraine den Niederlanden beim 2:3 einen starken Kampf. Aus dieser Vorstellung zieht auch Schewtschenko Zuversicht: "Wir hatten viele positive Momente und freuen uns auf das Spiel, das vor uns liegt."

+++ 14.40 Uhr: Aufstellung gegen Österreich - Niederlande pokern +++

Der niederländische Nationaltrainer Frank de Boer macht aus seiner Aufstellung gegen Österreich am Donnerstag (21.00 Uhr) ein Pokerspiel. "Ich werde natürlich nicht sagen, wer auf dem Platz steht", sagte der Bondscoach am Mittwoch in seiner Pressekonferenz. "Aber wir wollen mehr Ballbesitz haben und noch besser kommunizieren."

Ein Sieg gegen Österreich im zweiten Gruppenspiel in Amsterdam würde die Niederlande schon sicher ins Achtelfinale führen. "Wir wollen Gruppenerster werden, deshalb müssen wir gewinnen. Das ist sehr wichtig für uns", betonte Stürmerstar Memphis Depay von Olympique Lyon. "Unser Start war ein gutes Signal."

Die Niederlande hatten zum Auftakt ebenfalls in Amsterdam die Ukraine 3:2 besiegt, dabei aber eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben. De Boer lobte den Wolfsburger Stürmer Wout Weghorst, der ein Tor erzielte: "Er hatte seinen Einsatz verdient. Es war die richtige Entscheidung."

+++ 13.45 Uhr: Harsche Kritik an Schweizer Stars +++

Der Schweizer EM-Auftakt lief nur mäßig. Am Ende stand ein ernüchterndes 1:1 gegen Wales.

Ganz anders sieht es bei den Frisuren aus. Denn dort haben gleich zwei Schweizer Stars mächtig gezaubert. Granit Xhaka und Manuel Akanji tragen jetzt Blond - und präsentieren das über Social Media der ganzen Welt.

Was sie vielleicht nicht ahnten: Die Aktion ging in Schweizer Kreisen mächtig schief. So schrieb der Blick, die ganze Sache sei "an Naivität schwer zu übertreffen".

Die Generation habe sich "von der Basis, von den normalen Menschen weit entfernt. Sie zeigt ein Verhalten, wie sie für den normalen Fan, für den Mensch von der Strasse nicht nachzuvollziehen ist."

Tatsächlich ließen Xhaka und Akanji den Friseur sogar extra ins Trainingslager nach Rom einfliegen; ein Umstand, den der Blick allein mit dem Wort "peinlich" quittierte.

Den Schweizer Berichterstattern ebenfalls ein Dorn im Auge: die luxuriösen Schlitten der Stars, mit denen sie zum Trainingslager gekommen waren, und das Stechen von EM-Tattoos an den freien Wochenenden.

Inwieweit diese Aktionen Einfluss auf das Spieler der Schweizer haben, wird sich am Mittwoch erweisen, wenn die Schweiz in Rom auf Italien trifft. (EM: Italien - Schweiz, Mittwoch ab 21.00 Uhr im LIVETICKER)

+++ 12.38 Uhr: Paraglider drohte der Abschuss +++

Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle.

Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

Lesen Sie hier, warum dem Paraglider sogar der Abschuss durch die bayerische Polizei gedroht hatte.

+++ 12.27 Uhr: Pavard verrät: War ausgeknockt +++

Schrecksekunde beim EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft: Frankreichs Benjamin Pavard wurde in der zweiten Halbzeit am Kopf getroffen und musste behandelt werden.

Wie sich jetzt im Nachhinein herausstellte, war der Bayern-Profi sogar kurz bewusstlos.

"Ja, ich habe richtig was abbekommen", erklärte Pavard beim Sender beIN Sports: "Ich war zehn, 15 Sekunden mehr oder weniger ausgeknockt."

Ausgangspunkt der Aktion war ein Zusammenstoß zwischen Robin Gosens und Pavard, als der Franzose versucht hatte, eine Flanke im eigenen Strafraum abzufangen. Gosens traf seinen Gegenspieler hart mit der Hüfte. Danach musste Pavard mehrere Minuten von den Betreuern am Kopf behandelt werden.

Anschließend konnte der Verteidiger jedoch ohne sichtbare Probleme weiterspielen und stand die volle Spielzeit auf dem Rasen.

Über den Auftaktsieg seiner Franzosen zeigte sich Pavard nach der Partie glücklich: "Wir haben gegen ein starkes Deutschland mit viel Ballbesitz gespielt, aber wir standen defensiv und offensiv sehr gut und haben als Einheit gespielt." (Ergebnisse und Spielplan der EM)

Dass der 25-Jährige jedoch überhaupt weiterspielte und nicht ausgewechselt wurde, kritisierten einige Nutzer in den sozialen Medien. Erst am Samstag hatten alle 24 Mannschaften der EM eine "Charta für Gehirnerschütterungen" unterschrieben, in der sie sich verpflichten, die Versorgung der Spieler zu verbessern.

In dieser ist unter anderem Folgendes festgehalten: "Bei Kopfverletzungen und/oder Verdacht auf Gehirnerschütterung sollte der Mannschaftsarzt die UEFA schriftlich informieren, bevor der Spieler wieder spielt oder trainiert." Die UEFA äußerte sich bislang nicht zu dem Fall von Pavard.

+++ 11.38 Uhr: Zweiter Einsatz für deutschen Schiri +++

Schiedsrichter Daniel Siebert hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) bei seiner EM-Premiere offenbar überzeugt. Der Berliner Unparteiische darf am Freitag (15.00 Uhr) in St. Petersburg beim Duell in der Gruppe E zwischen Schweden und der Slowakei schon wieder an die Pfeife. Das teilte die UEFA am Mittwoch mit.

Dem 37-Jährigen stehen wie schon am vergangenen Montag in Glasgow beim Spiel Schottland gegen Tschechien (0:2) seine Assistenten Jan Seidel (Oberkrämer) und Rafael Foltyn (Wiesbaden) zur Seite. Auch der Video-Assistent ist ein bekanntes Gesicht: Marco Fritz (Korb) wird vor den Monitoren sitzen.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

Dass Siebert für die EM ausgewählt wurde, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Der Referee wird im Gegensatz zu anderen deutschen Unparteiischen nicht in der Elite-Gruppe der UEFA geführt. Beim tschechischen Sieg in Glasgow zeigte Siebert eine gute Leistung, leitete das Spiel großzügig und kam ohne eine Gelbe Karte aus.

Neben Siebert ist aus Deutschland außerdem der erfahrene Felix Brych (München) als Hauptschiedsrichter bei der paneuropäischen EM im Einsatz. Der 45-Jährige leitete bislang eine Partie: Das 3:2 der Niederlande am vergangenen Sonntag gegen die Ukraine in Amsterdam.

+++ 11.19 Uhr: Alarmstimmung bei Kroatien +++

Busse und Sattelschlepper vor dem Trainingsplatz, ein dünnhäutiger Trainer und Zweifel am eigenen Spiel: Bei Vizeweltmeister Kroatien herrscht nach dem verpatzten EM-Auftakt gegen England (0:1) Alarmstimmung.

Baustellen gibt es mehrere - Zeit bis zum nächsten Spiel in der Gruppe D am Freitag gegen Tschechien dagegen kaum. Bei einer weiteren Niederlage wäre das Aus fast schon besiegelt.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Trainer Zlatko Dalic schimpfte mit der einheimischen Presse, weil die bereits vor dem England-Spiel die kroatische Aufstellung herausgefunden und auch veröffentlicht hatte.

"Man muss nicht immer alles schreiben", sagte Dalic und fügte in Richtung eines fragenden Journalisten an: "Sie werden ja sicher kein größeres Gehalt bekommen, wenn Sie die richtige Aufstellung bringen."

Eigentlich wollte der Vizeweltmeister sein EM-Quartier in Schottland beziehen, um in der Nähe von London und Glasgow, den beiden Spielorten, zu sein. Doch wegen der strengen Coronaauflagen auf der Insel gab es eine Planänderung.

Kroatien ist nun in der Heimat in Rovinj untergekommen - und dort ist der Trainingsplatz wunderbar einsehbar. Damit die findigen Journalisten diesmal nichts verraten können, wurde der kroatische Verband kreativ. Am Dienstag standen plötzlich zwei Busse und ein Sattelschlepper vor dem Platz, um ihn vor neugierigen Blicken zu schützen.

Fleißige Medienvertreter sind aber sicher nicht das Hauptproblem der Kroaten, die vor allem die Art und Weise der Niederlage gegen England schmerzen dürfte. "Unser Spiel nach vorne funktioniert nicht so gut. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht", sagte Mateo Kovacic vom Champions-League-Sieger FC Chelsea.

Eigentlich fühlen sich die Kroaten in Duellen mit spielstarken Gegnern wohl, weil sie dann ihre eigenen Stärken bei Kontern ausspielen können. Gegen England war davon jedoch kaum etwas zu sehen.

"Wir müssen auf Sieg spielen. Wir haben auch gegen England nicht kalkuliert, aber jetzt müssen wir offensiver spielen, vor allem weil wir sehen, dass es im Angriff nicht gut klappt", sagte Dalic vor dem Spiel gegen Tschechien, das mit einem 2:0 gegen Schottland ins Turnier gestartet war: "Es sind zu wenig Spieler beim Abschluss, wir gehen nicht in die Tiefe und haben keine direkten Bälle nach vorne. Wir werden daran arbeiten. Wir müssen das Maximum herausholen."

+++ 11.10 Uhr: Ronaldo lässt Coca-Cola-Aktie sinken +++

Den Taten und Worten von Cristiano Ronaldo folgen auf der ganzen Welt zahlreiche Menschen.

Nun erhielt der Superstar auch für eine unerwartete Aktion auf einer Pressekonferenz große Aufmerksamkeit.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Ronaldo entfernte am Montag auf der PK vor dem EM-Auftakt von Portugal gegen Ungarn zwei Flaschen Coca-Cola auf dem Podium aus seinem Sichtfeld. Zusätzlich sagte der Portugiese deutlich "Wasser" ins Mikrofon. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

So lag die Coca-Cola-Aktie vor der Aktion von Ronaldo noch bei 56,10 Dollar. Wenig später, nachdem der Portugiese die Flaschen aus dem Kamerabereich gestellt hatte, sank die Aktie auf ein Tief von 55,22 Dollar. Insgesamt reduzierte sich der Wert der Marke damit von 242 Milliarden Dollar auf 238 Milliarden.

Allzu große Sorgen dürfe sich der Konzern wohl jedoch nicht machen. Zu Beginn der Coronapandemie lag der Aktienkurs zeitweise bei 38,30 Dollar. Dazu ist der jetzige Kurseinbruch im Vergleich nur eine Lappalie.

Für die Cola-Marke schien dies sogar finanzielle Auswirkungen zu haben. Genauer gesagt kostete sie dem Unternehmen offenbar rund vier Milliarden US-Dollar.

+++ 9.47 Uhr: Polizei ermittelt gegen Paraglider +++

Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle. Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

Der Mann war am Dienstagabend unmittelbar vor dem Anpfiff der Begegnung mit Weltmeister Frankreich auf dem Rasen der Münchner Arena gelandet. Auf seinem gelben Gleitschirm war ein Schriftzug der Umweltorganisation Greenpeace zu lesen.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Der Aktivist hatte mit seinem Schirm die Kabel der über dem Spielfeld aufgehängten Kamera berührt, nach seiner Landung wurde er festgenommen und das Fluggerät sichergestellt.

Das Polizeipräsidium München betonte, "dass es keinerlei Verständnis für solche unverantwortlichen Aktionen gibt, bei denen eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen wird".

Jens Grittner, Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), verurteilte die Aktion nach dem Spiel. "Derjenige hat nicht nur sich und andere gefährdet und verletzt", sagte er: "Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, der Vorgang wird von den Behörden und der UEFA geprüft. Das hätte weitaus schlimmer ausgehen können."

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) bezeichnete das Vorhaben als "rücksichtslos" und "gefährlich". Greenpeace entschuldigte sich am Dienstagabend bei Twitter.

+++ 8.45 Uhr: 22 Millionen sehen DFB-Auftakt +++

Das Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM hat dem ZDF am Dienstagabend eine herausragende Quote beschert. 22,55 Millionen Zuschauer sahen die erste Halbzeit bei der 0:1-Niederlage der DFB-Elf gegen Frankreich, das bedeutete einen Marktanteil von 67,4 Prozent.

Nach der Pause und dem heute journal waren noch immer 21,22 Millionen dabei (MA 63,0).

Die erste Partie des Tages zwischen Ungarn und Portugal (0:3) verfolgten 6,44 Millionen (MA 34,4).

+++ 6.34 Uhr: Frankreich von DFB-Team beeindruckt +++

Der Fußball-Weltmeister Frankreich hat sich nach seinem EM-Auftaktsieg gegen die deutsche Nationalmannschaft vom Gegner beeindruckt gezeigt.

"Es war ein großes Spiel gegen eine starke deutsche Mannschaft. Ein großes Gefecht", sagte Nationaltrainer Didier Deschamps nach dem 1:0 (1:0) in München.

Das Duell, erklärte Deschamps, "hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können". Sein Mittelfeldstar Paul Pogba lobte das Team von Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls: "Immerhin war das Deutschland", sagte er, "da muss ich nicht viel zu sagen: ein starkes Team, das uns jede Menge Probleme bereitet hat."

Ein Eigentor von Rückkehrer Mats Hummels (20.) hatte das Spiel der Gruppe F entschieden.

Dienstag, 15. Juni

+++ 15.20 Uhr: Das ist Hofmanns Comeback-Plan +++

Wenn die deutsche Mannschaft heute Abend gegen Frankreich (Deutschland - Frankreich am Dienstag ab 21.00 Uhr im LIVETICKER) in das EM-Turnier startet, wird Jonas Hofmann auf der Tribüne die Daumen drücken.

Warum der Gladbach-Star fehlt und ob er vielleicht sogar abreisen muss, erfahren Sie im SPORT1-Bericht.

+++ 14.25 Uhr: Dieses DFB-Trio ist nicht im Kader +++

Leon Goretzka steht im Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich nicht im Kader. Wer außerdem noch fehlt, lesen Sie im SPORT1-Bericht.

+++ 13.39 Uhr: Russlands Schirkow droht EM-Aus +++

Für den russischen Linksverteidiger Juri Schirkow könnte die EM-Endrunde schon nach dem ersten Spiel beendet sein. Diese Befürchtung äußerte Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow einen Tag vor dem zweiten Gruppenspiel der Sbornaja am Mittwoch (15.00 Uhr) in St. Petersburg gegen Finnland.

Schirkow (37) hatte sich im Auftaktduell gegen Belgien (0:3) früh verletzt und musste ausgewechselt werden.

Man habe zudem weitere Spieler, "die fraglich sind", ergänzte Tschertschessow am Dienstag: "Da muss man sehen wie sie sich nach dieser Nacht fühlen."

+++ 13.32 Uhr: Arnautovic-Strafe? UEFA macht Ernst +++

Der Streit zwischen Nordmazedonien und Marko Arnautovic geht in die nächste Runde: Nach der 1:3-Niederlage gegen Österreich hat der Fußball-Zwerg nun Beschwerde bei der UEFA eingelegt und eine klare Strafe gegen den 32-Jährigen gefordert.

Arnautovic hatte nach seinem Tor zum 3:1 die Kontrolle verloren und gegen den nordmazedonischen Spieler Ezgjan Alioski eine wüste Schimpftirade losgelassen. Allein David Alaba konnte den Stürmer stoppen, indem er ihm die Wangen zudrückte.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Was genau Arnautovic sagte, ist noch nicht geklärt. Vermutungen werden derweil aus Serbien, dem Herkunftsland des Ex-Bremers, angestellt. So soll er laut der Zeitung Informer Richtung Alioski gerufen haben: "Ich ficke deine Mutter" - gefolgt von einer Beleidigunsserie gegen Albaner.

Alioski stammt ursprünglich aus Albanien, das mit Serbien schon seit Jahrzehnten im politischen Konflikt steht.

"Wir verurteilen den nationalistischen Ausbruch von Arnautovic gegen Ezgjan Alioski auf Schärfste", heißt es in der nordmazedonischen Erklärung. "Wir haben ein offizielles Schreiben an die UEFA übermittelt, in dem wir die härteste Strafe für Arnautovic fordern."

Man werde "immer aufstehen und die Interessen und Würde der mazedonischen Nationalspieler verteidigen, wo immer sie spielen."

Genauere Details über die Art der geforderten Sanktionen wurden indes nicht bekannt.

Arnautovic hatte sich bereits am Montag für seine verbale Entgleisung entschuldigt - und versichert, dass er kein Rassist sei.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

"Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein", schrieb der Stürmer des chinesischen Klubs Shanghai SIPG in einer Instagram-Story. "Es war ein Wortgefecht in den Emotionen, von der einen wie von der anderen Seite. Meine Freunde, die zu meiner Familie herangewachsen sind, sind von überall auf der Welt."

Und weiter: "Ich habe mich gefreut, natürlich sind da Worte gefallen, die auch mir wehgetan haben. Es war einfach ein emotionales Gefecht. An alle Leute, die sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid, es tut mir leid. Lass uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball."

Bislang sieht die UEFA keinen Anlass, eine Ermittlung gegen Arnautovic einzuleiten. Es werde "keine Untersuchungen zu den gestrigen Spielen" geben, wie ein UEFA-Sprecher auf SID-Anfrage am Montag sagte.

Ob sich das durch das Beschwerde-Schreiben der Nordmazedonier ändert, bleibt abzuwarten.

+++ 10.54 Uhr: Hjulmand verschärft Kritik an UEFA +++

Der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat seine Kritik an der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach der Fortsetzung des Spiels gegen Finnland (0:1) nochmals verschärft.

"Ich denke, es war nicht richtig, uns vor diese zwei Optionen zu stellen", sagte der 49-Jährige auf einer Pressekonferenz am Dienstag: "Gute Führung steht nicht in irgendwelchen Büchern. Es hätte kein Fußball gespielt werden dürfen."

Bislang hatte der ehemalige Mainzer Coach stets betont, dass es keinen Druck vonseiten der UEFA gegeben habe. Nun ruderte er zurück. "Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler und wir, die uns nahe standen, in diesem Dilemma unter Druck gesetzt wurden", führte Hjulmand aus: "Auf jeden Fall ist es völlig falsch zu glauben, dass wir gekommen sind und gesagt haben, dass wir gerne weiterspielen würden."

Der Dachverband hatte den Spielern neben einer unmittelbaren Spielfortsetzung nur eine Neuansetzung am Folgetag um 12.00 Uhr angeboten. Es gehe ihm mit seiner Kritik nicht darum, im Nachhinein "einen Ausgleich oder gar einen Punkt" zu bekommen. Er wolle damit bezwecken, dass nach dem dramatischen Kollaps von Christian Eriksen ein Lerneffekt eintrete, sagte Hjulmand.

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Auch die dänischen Spieler hatten die Fortsetzung der Partie sowie die Entscheidungsfindung bereits harsch kritisiert. "Es war keine Situation, in der wir hätten landen sollen. Es hätten andere Leute diese Entscheidung treffen müssen", sagte Torhüter Kasper Schmeichel. Angreifer Martin Braithwaite ergänzte: "Natürlich hätte es nicht so sein sollen. Wenn man so etwas erlebt hat, geht man nicht raus und spielt ein Fußballspiel."

+++ 10.30 Uhr: Pavard: Frankreich besser als FCB? +++

Verteidiger Benjamin Pavard (25) glaubt, dass die französische Nationalmannschaft im Falle eines Titelgewinns bei der EM im Vergleich zu seinem Verein Bayern München das qualitativ bessere Team ist.

"Es sind zwei großartige Teams", sagte er im Gespräch mit eurosport.de: "Wenn wir die EM gewinnen, dann würde ich sagen, dass Frankreich besser als Bayern ist."

EM-Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Nach den vielen Erfolgen in den vergangenen zwei Jahren in München und dem WM-Titel 2018 ist er noch nicht zufrieden. Er koste diese nicht aus, denn "dafür habe ich keine Zeit", sagte Pavard: "Ich spiele Fußball, um Titel zu gewinnen und nicht, um Geld zu verdienen. Aber ein Titel fehlt mir noch. Den habe ich fest im Blick", ergänzte er mit Blick auf die laufende Europameisterschaft. Zum Auftakt geht es gegen Deutschland (ab 21 Uhr im LIVETICKER).

Von seinem neuen Vereinstrainer Julian Nagelsmann ist Pavard fest überzeugt: "Er hat in Hoffenheim und Leipzig einen sehr guten Job gemacht. Wenn sich die Bayern dafür entschieden haben, passt er zum Verein", sagte er: "Seine Mannschaften spielen auf jeden Fall sehr guten Fußball."

+++ 10.26 Uhr: Steinmeier wünscht DFB-Elf viel Erfolg +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in einer Videobotschaft die besten Wünsche für die EM übermittelt.

"Das Runde muss ins Eckige - und zwar bei den anderen. Gemeinsam mit allen Fans wünsche ich unserer Mannschaft viel Erfolg bei der Fußball-Europameisterschaft", sagte das deutsche Staatsoberhaupt.

Im Video ist zu sehen, wie Steinmeier auf dem Rasen vor seinem Amtssitz im Berliner Schloss Bellevue im Anzug mit Krawatte Fußball spielt. Auch beim Kopfball versucht sich der 65-Jährige. Das kurze Filmchen ist auch auf den Kanälen des Bundespräsidenten in den Sozialen Medien zu sehen.

+++ 10.11 Uhr: DFB-Start für Rummennige "entscheidend" +++

Wenn am heutigen Dienstagabend die deutsche Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich ins EM-Turnier startet´(EM 2021: Deutschland - Frankreich am Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER), dann treffen bereits zwei der Turnierfavoriten aufeinander.

Für Bayerns (Noch-) Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der am Ende des Monats die Geschäfte an seinen Nachfolger Oliver Kahn übergibt, wird der deutsche Turniererfolg entscheidend vom Ausgang dieses Duells abhängen.

"Das wird ein sehr entscheidendes Spiel. Danach weiß man mehr", sagte der Rummenigge in der Gazzetta dello Sport. "Wenn Deutschland gut startet, kommt es weit, das sieht man an der WM 1990." In Italien hatte die DFB-Elf nach einem 4:1-Auftaktsieg gegen Jugoslawien den EM-Titel geholt.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

Lob hat der 65-Jährige für die Squadra Azzurra parat, die das Turnier mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen die Türkei begonnen hatte. "Italien hat das gut gelöst, sie haben bewiesen, dass sie zu den Favoriten gehören."

Dagegen zeigte sich Rummenigge ob der defensiven Strategie der Türken erstaunt: "Sie haben einen noch engmaschigeren Catenaccio gespielt als Italien in den 60er Jahren." Mit jenem gefürchteten Abwehrriegel brachten die Italiener ihre Gegner damals nicht selten zur Verzweiflung.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.