EM-Ticket fix! DFB-Elf feiert souveränen Sieg

Sportinformationsdienst, SPORT1
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Mit einem Doppelpack von Toni Kroos und einem traumhaften Hackentor des neuen Abwehrchefs Matthias Ginter hat die deutsche Nationalmannschaft vorzeitig das EM-Ticket gelöst. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw gewann in Mönchengladbach seine Pflichtaufgabe gegen Weißrussland mit 4:0 (1:0) und profitierte vom torlosen Unentschieden im Parallelspiel der Niederlande in Nordirland. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

"Wir freuen uns sehr, dass wir im nächsten Sommer bei diesem großen Turnier dabei sind", sagte Ginter bei RTL und fügte mit Blick auf seinen Treffer an: "Ich bin sehr froh darüber, und dass es ausgerechnet im eigenen Stadion geklappt hat, ist toll."


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Weil die Niederlande parallel in Nordirland 0:0 spielten, qualifizierte sich die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum 13. Mal in Folge für eine EM-Endrunde. Mit einem weiteren Sieg im abschließenden Duell am Dienstag in Frankfurt/Main gegen die Nordiren wäre das Team von Bundestrainer Löw auf jeden Fall vor Oranje Gruppensieger. (SERVICE: Tabellen der EM-Qualifikation)

"Es waren ein paar gute Kombinationen dabei, wir haben vier Tore erzielt, insgesamt bin ich sehr zufrieden", sagte Löw bei RTL und lobte Ginter: "Er ist sehr zuverlässig, fußballerisch sehr gut. Es ist natürlich toll, dass er hier ein so schönes Tor macht."

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Ginter per Hackentor zur Führung

Der überragende Gladbacher Ginter leitete in seinem "Wohnzimmer" mit einem Hackentreffer (41.) den Sieg gegen den 86. der FIFA-Weltrangliste ein. Es war das erste Tor im 29. Länderspiel für den Rio-Weltmeister, der nach dem Ausfall des schwer verletzten Niklas Süle zum neuen Chef der Defensive aufgestiegen ist.

Leon Goretzka (49.) und Kroos (55./83.) sorgten mit ihren Treffern für den am Ende standesgemäßen Sieg und die gelungene Premiere des neuen Heimtrikots. Kapitän Manuel Neuer wehrte einen Foulelfmeter von Igor Stasewitsch ab (75.). (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der EM-Qualifikation)

Vor dem Anpfiff gedachten beide Teams und Zuschauer mit einer Schweigeminute des vor zehn Jahren verstorbenen Nationaltorhüters Robert Enke, der einst für Mönchengladbach 32 Bundesligaspiele bestritt. 


Im mit nur etwa 33.164 Zuschauern besetzten Borussia-Park blieben wie erwartet viele Plätze frei, Teile des Oberrangs wurden sogar komplett geschlossen. "Wir müssen dafür sorgen", sagte Mittelfeldspieler Joshua Kimmich im Vorfeld, "dass alle, die zu Hause bleiben, es ein Stück weit bereuen."

Goretzka-Einsatz zahlt sich aus

Entsprechend motiviert ging die DFB-Auswahl zu Werke, trotz der sehr tief stehenden Abwehr der Weißrussen gab es anfangs Chancen fast im Minutentakt. Ginter vergab vor seinem 1:0 schon die beste Möglichkeit der Anfangsviertelstunde mit einem Schuss aus zehn Metern, den Gäste-Torhüter Alexander Gutor glänzend parierte (15.).

Ginter war hinten kaum gefordert und suchte genau wie die Außenverteidiger immer wieder den Weg in die Offensive. Dort lief etwas überraschend der gelernte Mittelfeldspieler Goretzka anstelle von Julian Brandt in der Startelf auf - was sich spätestens mit dem 2:0 durch den Bayern-Profi als richtige Entscheidung erwies.


Auch Neuer schien es im Tor etwas langweilig zu sein, sein riskanter Ausflug bis fast an die Mittellinie bei einem Konter der Weißrussen blieb aber ohne Folgen (12.). Am Ende der ersten Halbzeit zeigte der Bayern-Torhüter mit einer Parade nach einem Schlenzer von Stasewitsch wieder seine Klasse im Kasten.

In der Offensive fehlten bei der deutschen Mannschaft die Genauigkeit und Konzentration beim Abschluss oder beim letzten Pass. Exemplarisch dafür war die Großchance von Timo Werner, der per Kopf völlig freistehend aus sechs Metern vergab (39.). 

Die Weißrussen standen mit zwei Vierer-Ketten extrem tief, das Löw-Team versuchte, diesen Abwehrriegel vor allem über die Außen zu knacken. Der Leipziger Rechtsverteidiger Lukas Klostermann war deshalb in der ersten Halbzeit neben Ginter der auffälligste Spieler.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der dreimalige Europameister klar spielbestimmend, und nach den Toren von Goretzka und Kroos war der Widerstand der Gäste gebrochen. Werner und Co. kombinierten nun deutlich flüssiger, die Weißrussen zeigten nur noch wenig Gegenwehr.


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