Emotionaler Sieg für Cavendish - Drama um Ausreißer

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Emotionaler Sieg für Cavendish - Drama um Ausreißer
Emotionaler Sieg für Cavendish - Drama um Ausreißer

Erst der Bummelstreik mit Wortführer André Greipel, dann die sportliche Wiederauferstehung des Mark Cavendish: Der britische Sprint-Star hat bei der 108. Tour de France die von Fahrer-Protesten begleitete vierte Etappe gewonnen und die wohl größte Comeback-Geschichte der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt geschrieben. (Alles Wichtige zur Tour de France 2021)

Der 36-Jährige vom Team Deceuninck-QuickStep gewann am Dienstag den dieses Mal sturzfreien Massensprint in Fougeres, wo er bereits vor sechs Jahren triumphiert hatte. Im Ziel nach 150,4 km lag "Cav" vor dem Franzosen Nacer Bouhanni (Arkea-Samsic) und Jasper Philipsen aus Belgien (Alpecin-Fenix). Anschließend brach er im Zielbereich in Tränen aus und konnte kaum mehr aufhören zu schluchzen.

Es war der 31. Tour-Etappensieg für Cavendish. Nur Belgiens Rad-Ikone Eddy Merckx (34 Siege) triumphierte häufiger. Bester Deutscher wurde Cavendishs langjähriger Sprintrivale Greipel (Israel Start-Up Nation) auf Platz zehn.

"Ich bin sprachlos. Ich habe ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, hier überhaupt nochmal starten zu können", sagte Cavendish, der 2018 an Depressionen erkrankt war: "Aber die Sterne standen offenbar günstig."

Cavendish übernimmt Grünes Trikot

Cavendish übernahm zudem das Grüne Trikot von seinem Teamkollegen Julian Alaphilippe (Frankreich), der in der Punktewertung allerdings ohne Ambitionen ist. Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden trägt weiter der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix).

Der 36-jährige Cavendish, der kurzfristig in den Tour-Kader seines Teams gerutscht war, präsentierte sich wie zu seinen besten Tagen. Taktisch klug hielt der Brite das Hinterrad Philipsens und zog dann mit einem starken Sprint vorbei. Der belgische Ausreißer Brent Van Moer (Lotto-Soudal) war erst 200 Meter vor dem Ziel eingeholt worden.

Zu Beginn der Etappe ging zunächst einmal gar nichts. Aus Protest gegen mangelnde Sicherheitsvorkehrungen stoppte kurz das Feld nach dem "scharfen Start" für knapp eine Minute. Anschließend wurden die ersten Kilometer in langsamer Geschwindigkeit absolviert. Auf Angriffe und Fluchtversuche wurde verzichtet. Greipel war einer der Wortführer.

Drama um Ausreißer Van Moer

Grund für die Aktion waren die zahlreichen Stürze auf der dritten Etappe, die die Fahrer auf eine gefährliche Streckenführung zurückführen. "Wenn eine Strecke wie gestern geboten wird, ist das Chaos eigentlich programmiert", hatte etwa der deutsche Radprofi Tony Martin vor dem Start gesagt.

Als das Peloton seinen Standpunkt zum Ausdruck gebracht hatte, wagten zwei Fahrer die Flucht. Das Vorhaben des Franzosen Pierre-Luc Perichon (Cofidis) und Van Moer (Lotto-Soudal) war allerdings wenig erfolgversprechend. Van Moer versuchte es später als Solist.

Der 23-Jährige kämpfte, trat wild auf die Pedale und hatte den Sieg vor Augen. Am Ende war er gegen das heraneilende Peloton letztlich aber machtlos. Cavendish und die weiteren Sprinter zogen am Tour-Debütanten vorbei.

Am Mittwoch bietet sich den gestürzten Favoriten auf den Gewinn des Gelben Trikots die Chance zur Wiedergutmachung. Auf der fünften Etappe steht das erste von zwei Einzelzeitfahren auf dem Plan. Der Kurs führt über 27,2 km von Change nach Laval und ist mit 304 Höhenmetern durchaus anspruchsvoll.

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