Alles klar bei Red Bull- aber was wird aus Hülkenberg?

SPORT1
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Große Freude bei Sergio Pérez.

Knapp eine Woche nach seinem vermeintlich letzten Formel-1-Rennen hat der Mexikaner ein Cockpit für die nächste Saison ergattert. Red Bull verpflichtet den 30-Jährigen, der bislang für Racing Point im Einsatz war, als zweiten Piloten neben Superstar Max Verstappen.

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Was auch bedeutet: Red Bulls bisheriger zweiter Fahrer, Alexander Albon wird degradiert und kommt nur noch als Ersatzfahrer zum Einsatz - was nach den durchwachsenen Leistungen während der Saison jedoch nicht verwundert.

Pérez hatte bei Racing Point eine starke Saison abgeliefert und beim Großen Preis von Sakhir vor zwei Wochen seinen ersten Formel-1-Rennsieg gefeiert. Am zurückliegenden Wochenende schied er in seinem letzten Rennen für die rosa Flitzer unglücklich mit einem Motorschaden aus.

Mercedes und Wolff beglückwünschen Red Bull

"Auf die Chance, für ein WM-fähiges Team zu starten, habe ich seit meinem Einstieg in die Formel 1 gehofft", wird Pérez in der Meldung des Rennstalls zitiert.

Den Mexikaner erwartet einer der stärksten Boliden. Die Gegner heißen im neuen Jahr nicht mehr McLaren oder Renault - soll mithelfen, Mercedes von der Spitze zu verdrängen.

Dessen verbleibender Teamchef Toto Wolff zollte für den Deal schon mal seinen Respekt. Red Bull werde "gestärkt durch diesen Zugang", sagte Wolff, "es wird sie noch mehr zu einem starken Gegner in der Konstrukteurs-WM werden lassen."

Perez verfüge über "viel Erfahrung und viel Speed. Das hat er mit einem längst überfälligen Sieg gezeigt."

Auch Racing Point reagiert auf Pérez und Red Bull

Perez' ehemaliger Arbeitgeber Racing Point reagierte unterdessen sofort und beglückwünschte beide Parteien. "Jungs, ihr bekommt einen verdammt guten Fahrer. Einen riesen Glückwunsch an beide", twitterte Racing Point, das ab kommender Saison unter den Namen Aston Martin an den Start gehen wird und dann Arbeitgeber von Sebastian Vettel wird, an den Pérez seinen Platz schließlich verloren hatte.

Das sah Red-Bull-Teamchef Christian Horner genauso. Nach der Analyse aller Daten sei man zu dem Entschluss gekommen, "dass Sergio für 2021 der richtige Partner an der Seite von Max ist."

Was wird nun aus Nico Hülkenberg?

Damit ist auch klar, dass die Hoffnungen von Nico Hülkenberg auf ein Formel-1-Cockpit weiter schwinden. Der Deutsche war in der zurückliegenden Saison mehrfach eingesprungen und hatte mit seinen Leistungen restlos überzeugt.

Hülkenberg wurde zuletzt immer wieder mit Red Bull in Verbindung gebracht, auch Verstappen selbst sprach sich für eine Verpflichtung von "Hulk" aus.

Zumal: In der Königsklasse fuhr der 33-Jährige aus Emmerich bisher für Sauber, McLaren sowie Force India und dessen Nachfolger-Rennstall Racing Point - und in dieser Saison so stark wie noch nie.