Entwicklungsstopp in der MotoGP 2021: Ducati sieht sich im Nachteil

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Aus Kostengründen wird auch in der MotoGP-Saison 2021 mit dem Entwicklungsstand von 2020 gefahren. Das wurde noch vor dem Start der diesjährigen Saison beschlossen (mehr Infos). Offen ist, wie sich diese Vereinbarung auf die Kräfteverhältnisse auswirken wird. Bei Ducati macht man sich Sorgen.

"Ob wir diejenigen sind, die am stärksten betroffen sind? Ja, das ist der Fall", kommentiert Ducati-Technikdirektor Davide Barana. "Für uns ist es schwieriger. Ducati hat gezeigt, dass sie der innovativste Hersteller der MotoGP sind."

"Wir sind diejenigen mit den meisten Innovationen. Das weiß jeder", bestätigt Gabriele Conti, leitender Elektronikingenieur. "Es wird schwieriger, wenn die Kosten, die Entwicklungen und die Tests auf der Strecke reduziert werden. Es ist ein bisschen knifflig, Innovationen zu liefern, ohne die Möglichkeit zu haben, sie auf der Strecke zu testen."

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"Es ist wichtig, die Ideen vorher zu simulieren, bevor man sie auf der Strecke probiert. Man muss sehr viel Zuversicht haben, wenn man eine neue Lösung probiert. Man hat nur eine Chance dafür", erklärt Conti, der sich intensiv mit Simulationen befasst.

In Sachen Aerodynamik wird bei Ducati noch getüftelt. "Für 2020 gibt es noch einige Bereiche, die wir noch nicht homologiert haben, wie zum Beispiel die Verkleidung des Vorderrads und den hinteren Bereich der Maschine. Wir werden dafür noch ein bisschen Zeit aufwenden", schildert Aerodynamik-Entwicklungschef Edoardo Lenoci. "Auch die internen Luftkanäle wurden noch nicht homologiert. Wir können auch diesen Bereich noch verfeinern."

Mit Bildmaterial von LAT.

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