Equal Pay für Fußballerinnen? Keller sieht große Probleme

Sportinformationsdienst
Sport1

DFB-Präsident Fritz Keller sieht eine gleiche Bezahlung von männlichen und weiblichen Fußballern als schwierig an.

"In unserer Gesellschaft geht es am Ende auch um Leistung. Das was ich verdiene, kann ich auch ausgeben", sagte Keller am Dienstag bei einer Gesprächsrunde anlässlich des 120. Geburtstages des Verbandes in Leipzig: "Equal Pay gibt es nicht zwischen der Kreisliga und der Bundesliga. Und das ist auch derselbe Sport."

Die geringere Nachfrage sei laut Keller ein Hauptgrund für die Ungleichheit in der Bezahlung der Sportlerinnen und Sportler. Der Frauenfußball werde zwar vom DFB unterstützt und subventioniert, aber laut Keller seien vor allem die Profivereine in der Pflicht.

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"Jeder Bundesligist muss sich um Frauenfußball bemühen. Es kann nicht sein, dass Mädchen keinen Platz finden, wo sie kicken können", sagte Keller. Die Frauen von heute seien "die Mütter von morgen, die dann ihre Kinder auf die Plätze schicken".

"Kein Mensch geht um 21 Uhr ins Bett"

Außerdem setzte sich Keller für für einige Veränderungen im Amateuerfußball ein. "Wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre es, dass wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern", so Keller.

Der 62-Jährige sprach dabei vor allem von "Haftungsproblemen" bei der Bekleidung von Ehrenämtern und rechtlichen Hindernissen im Vereinsalltag.

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"Es kann nicht sein, dass in Städten um 21.00 Uhr aufgehört werden muss zu trainieren, weil irgendeiner seine Ruhe will. Kein Mensch geht mehr um 21.00 Uhr ins Bett", sagte Keller, der sich ebenfalls für "ein paar Rentenpunkte" für fünf bis zehn Jahre Ehrenamt einsetzte: "Es geht um die Anerkennung."


Auch die Übergriffe auf Schiedsrichter will Keller angehen.

"Jeder Fall ist eine Katastrophe für mich", sagte er und richtete sich wieder an die politischen Entscheider: "Wir werden das in den Griff kriegen. Es ist nicht nur ein Problem des Fußballs, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Da ist auch die Politik gefragt."

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