Eschweiler-Kritik am Videobeweis: "Wer hat einen Knick in der Optik?"

Eschweiler-Kritik am Videobeweis: "Wer hat einen Knick in der Optik?"
Eschweiler-Kritik am Videobeweis: "Wer hat einen Knick in der Optik?"

Deutschlands früherer Top-Schiedsrichter Walter Eschweiler hält in der Debatte über den Fußball-Videobeweis die unterschiedliche Wahrnehmung von Spielsituationen durch Unparteiische auf dem Feld und dem TV-Referee für problematisch. "Da frage ich mich immer: Wer hat jetzt einen Knick in der Optik?", sagte Eschweiler in einem Sport-Bild-Interview.
Der ehemalige WM-Schiedsrichter, der die VAR-Einführung für "grundsätzlich richtig" hält, forderte zur Beruhigung der Diskussion eine Besinnung auf das Wesentliche: "Die wichtigste Basis für die Zukunft des Videobeweises ist für mich: Ein Tor muss wieder ein Tor sein. Dieses Warten, ob der Treffer zählt, hilft keinem."
Die zunehmende Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurbereich kann Eschweiler "nicht begreifen". Er wünsche sich, "dass der Respekt der Spieler gegenüber dem Schiedsrichter zumindest wieder ein Normalmaß erreicht", sagte der 84-Jährige: "Die Fehlerquote der Schiris ist nie so hoch wie die der Spieler. Bei den Profis und in den unteren Ligen gilt: Wo Menschen über Menschen richten, wird es immer auch Fehler geben."
Seine weiterhin hohe Präsenz in Stadien hat nach Eschweilers Angaben überraschenderweise immer noch einen professionellen Hintergrund."Ich werde oft von Vereinen aus der Bundesliga und dem Ausland als Scout eingesetzt", berichtete der Bonner: "Manche Klubs wollen eine Einschätzung haben, wie sich für sie interessante Spieler gegenüber Schiedsrichtern verhalten. Einige bekannte Spieler wurden auch wegen des Urteils von Walter Eschweiler verpflichtet."



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