Diese peinliche Aktion wird Folgen haben

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Diese peinliche Aktion wird Folgen haben
Diese peinliche Aktion wird Folgen haben

Hallo Formel-1-Freunde,

jede Art von Hemmschwelle ist gefallen. Schamlos wird jeder Kleinigkeit mit Anschwärzen des Gegners bei der Rennleitung nachgegangen. Die Giftpfeile fliegen in Scharen in beide Richtungen. Die Nerven liegen allseits blank.

Dass das Ansehen der Königsklasse des Motorsports darunter leidet, mit Füßen getreten wird – kümmert niemanden mehr auf beiden Seiten! (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Auf der anderen Seite hat es lange, lange nicht mehr ein solch emotionsgeladenes Saisonfinale gegeben. Ein Thriller, der jeden in den Bann zieht, der sich für Vierrad-Motorsport interessiert. Zu sehen und zu spüren schon während des Rennens in Dschidda anhand der lebhaften Diskussionen und Beurteilungen in den Social Media.

Max der Brutale agiert in Saudi-Arabien mit einer Gnadenlosigkeit sondergleichen. Wie er nach den diversen Starts jeweils in den ersten Kurven reinhält, ist atemberaubend. ALL IN von der ersten Sekunde an.

Verstappen-Motto: Hauptsache Hamilton hat das Nachsehen

Er hat einen Vorsprung zu verteidigen, Hamilton kann einen Ausfall durch Crash oder Abflug nicht riskieren. Das weiß Verstappen. Und er nutzt das beinhart aus.

Seine Aktionen an den Grenzen der Physik sind reines Kalkül. Ob er seinen Boliden in die Kurven wuchten kann auf letzter Flankenkante, oder nicht – who cares? Hauptsache Hamilton hat das Nachsehen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Einen gewaltigen Anteil an dieser überbordenden Aggressivität haben die FIA und ihre Schiedsrichter. Sie haben in Brasilien Verstappen ohne Kopfnuss für das Abdrängen von Hamilton im Highspeed-Bereich davonkommen lassen. Seitdem ist klar: Auf der Außenbahn ist der Niederländer nicht überholbar, weil der sich mit Überschussgeschwindigkeit raustragen lassen und den Gegner wegschieben kann – ohne Strafe!

Rennleitung der Formel 1 verliert an Ansehen

Eine dermaßen F1-unwürdige Aktion, wie das Schachern um die Startaufstellung für den Restart während der zweiten Rennunterbrechung ist beispiellos. Weltweit hat man mitbekommen, dass die Rennleitung sich darum drücken wollte, eine Entscheidung zu fällen. Peinlicher geht‘s nicht.

So verramscht man mühsam aufgebaute Autorität. Und fördert die Beschwerde- und Jammerkultur. Dass Verstappen eine bedeutungslose Zehn-Sekunden-Strafe im Nachgang aufgebrummt bekam für sein Verhalten vor dem angeordneten Platztausch unterstreicht das Fiasko. Nach außen hin hat die Rennleitung reagiert – aber ohne wirklich einzugreifen. Verstappen wird und kann das nahezu als Freifahrtschein für Abu Dhabi verstehen.

In Saudi-Arabien hat Verstappen noch nicht die ultimative Blutgrätsche ausgepackt, wie Michael Schumacher in Jerez 1997, als er Jacques Villeneuve von der Piste schießen wollte, um den Titel zu holen. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

F1-Saisonfinale in Abu Dhabi verspricht Spektakel

Aber eins ist klar: Wenn in Abu Dhabi die Säbel zum letzten Mal aufeinander krachen, werden Funken sprühen.

Beide Teams werden nochmal alles raushausen, was geht. Es wird mit Sicherheit auf beiden Seiten tief in die Trickkiste gegriffen. Alle Mittel sind recht, es geht um alles. So werden beide Seiten es sehen.

Fragt sich, wie weit man bereit ist zu gehen in diesem vor Gift triefenden Duell. Verstappen muss vor Hamilton ins Ziel kommen, oder dafür sorgen, dass der Titelverteidiger die Ziellinie nicht erreicht. Er kann einen Ausfall wegstecken, Hamilton nicht. Egal wie, egal auf welche Art und Weise. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Selbst mit einer Disqualifikation wegen eines Fouls wäre beim Ausscheiden von Hamilton Verstappen Weltmeister. Red-Bull-Oberhaupt Dietrich Mateschitz wird das nicht akzeptieren! Er steht für faire Duelle, will eine sportliche Entscheidung. Ob Verstappen das auch so sieht? Im Kampf um seinen ersten WM-Titel scheint ihm jedes Mittel recht.

Ich kann den Showdown kaum erwarten.

PEDAL TO THE METAL Ihr Peter Kohl

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