eSport will Fußball & Co. helfen

Sportinformationsdienst
Sport1

Der eSport will den klassischen Sport aufgrund der drohenden wirtschaftlichen Folgen durch die Coronakrise unterstützen.


Während Sportarten wie Fußball, Handball oder Eishockey ruhen, kann der virtuelle Betrieb online weiterlaufen.

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ESL-Chef Reichert: "Klassischen Sport umarmen"

"Unser Ansatz ist eher, den klassischen Sport in der Rolle, in der wir jetzt sind, zu umarmen und ihnen Möglichkeiten zu bieten, die digitale Welt zu verfolgen", sagte ESL-Geschäftsführer Ralf Reichert.

Den Vereinen aus dem klassischen Sport drohen durch die ungewisse Zukunft und fehlende Einnahmen teils große finanzielle Probleme. Als Vertreter der eSport-Szene zeigt sich Reichert in dieser Situation solidarisch: "Es ist nicht die Zeit, um Verteilungskämpfe zu machen. Es ist eher die Zeit, um zusammenzuhalten und als Gesellschaft und im Geschäft die Dinge gemeinsam zu erreichen."

Der eSport muss momentan zwar ebenfalls auf volle Arenen verzichten, zahlreiche Wettkämpfe wie Europas beste League-of-Legends-Liga LEC werden aber während der Corona-Pandemie online fortgesetzt.

Auch der klassische Sport hat bereits teilweise andere Wege eingeschlagen. So hatte die Formel 1 angekündigt, die ausgefallenen Rennen virtuell austragen zu wollen und die Deutsche Fußball Liga (DFL) rief am Mittwoch den neuen Wettbewerb "Bundesliga Home Challenge" ins Leben, bei dem sich eSportler und Fußballer in der Simulation FIFA 20 duellieren werden.

"Wir sind mit vielen dieser Sportarten in Gesprächen, wie wir ihnen helfen können, kurzfristig eSport-Wettbewerbe aufzusetzen", sagte Reichert: "Wir sind da, um zu helfen und nicht, um zu sagen: Hey, wir sind viel geiler als der klassische Sport."

Hoffnung auf ESL One Cologne

Trotz der Corona-Pandemie hofft Reichert unterdessen weiter auf eine Austragung des prestigeträchtigen Counter-Strike-Turniers ESL One Cologne (10. bis 12. Juli).  

 "Ich hoffe, dass wir das Virus und den Umgang damit in den Griff kriegen und die ESL One in Köln als Folge davon stattfindet", sagte der 45-Jährige. Dennoch beschäftigt sich der Turnierveranstalter mit alternativen Formaten.


"Das wird mit Sicherheit noch einen, zwei oder drei Monate dauern, bis wir Klarheit haben", sagte Reichert. Anfang März musste das IEM Masters im polnischen Kattowitz bereits ohne Live-Publikum gespielt werden, das Counter-Strike-Major in Rio de Janeiro wurde vom Mai in den November verschoben.

Andere ESL-Events wie die ESL One Los Angeles, ein großes Dota-2-Turnier, werden nun online ausgetragen.

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