Essenslieferant macht auch vor Basketballspiel nicht Halt

Er hatte nur seine Arbeit getan, der Uber-Fahrer, der einem McDonald's-Kunden die Bestellung liefern wollte und dabei nicht einmal vor einem Basketballspiel haltmachte. Plötzlich schlenderte er mit seinem Paket über das Spielfeld.

Essenstüte
Dieser Lieferant hat seinen Job sehr ernst genommen. (Symbolbild: Getty Images)

Man schaue sich nur um, die Mitarbeiter einschlägiger Essenslieferdienste sind auf unseren Straßen omnipräsent. Kein Wunder, man geht immer seltener zum Essen, man lässt das Essen lieber zu einem kommen. Das ist eine ernste Sache, und von der neuen Gewohnheit lassen sich Dienstleister und Kunde durch nichts abbringen. Nicht einmal von einem Basketballspiel, zur Not läuft der Lieferant querfeldein, das heißt über das Spielfeld, auf dem gerade die Basketballer zu Gange sind.

Heiß her ging es im Spiel der Universitätsliga Atlantic 10 zwischen Loyola Chicago und Duquesne Dukes, selenruhig und kaltblütig schien dagegen der Uber-Lieferant. Allenfalls etwas neben der Spur wirkte der junge Mann mit seinem Paket, das Essen von der Fast-Food-Kette McDonald's enthielt. "Wo ist denn nur der Abnehmer meiner Lieferung?", schien er sich zu fragen. Dorthin, also auf Abwege, zog es ihn auch im wörtlichen Sinne, als er auf seiner Suche nicht einmal halt vor dem Spielfeld machte.

Wo ist mein Kunde?

Da schlenderte der Irrläufer also über den Platz, bis er einem Schiedsrichter auffiel. Und der gab ihm unmissverständlich, mit entsprechenden Handbewegungen zu verstehen: Verschwinden Sie gefälligst vom Spielfeld. Nur: Bemerkenswert, wie übereifrig er, der Schiri, bemüht war, den Lieferanten loszuwerden – als wollte er den Verdacht nicht aufkommen lassen, dass er, der Uber-Mann, zu ihm wollte. Wir sind nicht allein mit dem Verdacht, auch die Fernseh-Moderatoren hatten ihn. "Wem will er das Essen bringen?", riefen sie. "Es ist der Schiri. Und der Schiri sagt: 'Gib es mir später'."

Später war alles wieder in Ordnung. Das Spiel wurde Berichten zufolge kurz unterbrochen und der Lieferant vom Spielfeld komplimentiert. Unverrichteter Dinge blieb er aber nicht, er konnte den McDonald's-Kunden ausfindig machen. Damit zu der textabschließenden Frage: Wer hatte an dem Tag nur so einen Heißhunger auf Burger, Pommes und Co., dass er nicht bis nach dem Spiel hatte warten konnte?. Es war tatsächlich, wie sich herausstellte, einer der Schiedsrichter. Hoffentlich hatte ihm die ganze Aufregung nicht den Appetit verdorben.

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