"Das ist etwas, wovon man träumt" - Oliveira triumphiert beim Heim-GP

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 4 Min.

Miguel Oliveira hat sich mit einer souveränen Vorstellung den Sieg beim Heimrennen in Portimao geholt (zum Rennbericht). Vom Start weg kontrollierte der Pole-Setter das Rennen und ließ seinen Verfolgern keine Chance. Im Gegensatz zum Debütsieg in Spielberg konnte Oliveira dieses Mal zusammen mit seiner Familie feiern.

"Das ist etwas, von dem man träumt. Es ist etwas Besonders, das geschafft zu haben", freut sich der Tech-3-KTM-Pilot. "Es ist toll, so zu gewinnen. Der Sieg in Österreich war auch toll. Ich hatte sehr viel Adrenalin, weil es ein Überholmanöver in der letzten Kurve war. Hier ging es darum, die Gefühle im Laufe des Rennens zu kontrollieren."

"Es war ein sehr langes Rennen. Ich konnte es gut managen und blieb ruhig. Ich versuchte, es so gut wie möglich zu genießen", berichtet Oliveira, der im Parc Ferme auf seine engsten Familienangehörigen traf. "Es ist ein Privileg für mich, dass sie hier sein konnten und mit mir diese Emotionen teilen konnten. Das ist das Schönste an diesem Sieg", kommentiert der Portugiese.

1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

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1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3Gold and Goose / Motorsport Images

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Start zum GP Portugal 2020 in Portimao: Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3, führt

Start zum GP Portugal 2020 in Portimao: Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3, führt<span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
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1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

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Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

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Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

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Helm: Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

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Helm: Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3Gold and Goose / Motorsport Images

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"Ich weiß, dass viele Menschen in diesem Fahrerlager ihre Familien viel länger nicht sehen konnten. Mir ist bewusst, dass es eine riesige Anstrengung ist, weil wir uns in dieser Blase aufhalten müssen. Wenn wir nach Hause kommen, müssen wir filtern, welche Leute wir sehen können", zeigt Oliveira Verständnis für die Situation.

"Ich besuchte vergangene Woche meine Oma und musste auf der Straße bleiben. Sie weinten und ich auch. Diese Phase ist nicht toll, doch es ist die Realität, an die wir uns anpassen müssen", bemerkt der KTM-Pilot, der die Saison als WM-Neunter beendete. Doch zu Platz drei fehlten nur 14 Zähler.

WM-Neunter nur 14 Punkte hinter dem WM-Dritten

"Abgesehen von den drei Nullern war die Saison okay. In einigen Rennen hätte ich am Ende des Rennens ein oder zwei Position weiter vorne sein können, denke ich. Wir müssen zufrieden sein, weil wir viele Erfahrungen machten", bilanziert Oliveira.

"Ich hatte vor dem Saisonstart gemischte Gefühl, weil ich vorher verletzt war. Ich verpasste die finalen Rennen", erinnert sich Oliveira an das Ende der Saison 2019. "Ich wollte ruhig in die Saison starten und dann Erfahrungen sammeln. Das war meine Erwartung."

"Ich beendete die Saison 14 Punkte hinter dem WM-Dritten. Jetzt kann man recht einfach zurückschauen und sagen: 'Wenn ich hier oder dort nicht gestürzt wäre.' Doch so kann man keine Meisterschaft analysieren. Wir müssen in jedem Rennen das Maximum herausholen. Dei Stürze waren unglücklich, doch dann mussten wir uns auf die bevorstehenden Rennen konzentrieren", blickt der KTM-Pilot zurück.

Miguel Oliveira setzte sich zeitig vom Rest des Feldes ab

Miguel Oliveira setzte sich zeitig vom Rest des Feldes ab<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Miguel Oliveira setzte sich zeitig vom Rest des Feldes abMotorsport Images

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In der Endwertung war schlussendlich Pol Espargaro bester KTM-Pilot und wurde WM-Fünfter, obwohl er kein Rennen gewinnen konnte. Oliveira bescherte KTM gleich zwei Siege.

"Es ist schön, die Saison mit zwei Siegen zu beenden. Pol holte mehr dritte Plätze und mehr Podiums. Er meisterte die schwierigen Rennen sehr gut. Es waren Rennen, bei denen ich nah dran war, aber nicht gut genug für das Podium war. Es wäre ein bisschen mehr drin gewesen", bemerkt Oliveira, der zehn Punkte weniger sammelte als Markenkollege Espargaro.

Viel Zuversicht mit einem Blick auf die Saison 2021

In der Saison 2021 übernimmt er Espargaros Platz im Werksteam. Das Saisonfinale 2020 war somit Oliveiras Abschiedsrennen mit Tech 3. "Es ist ein Schritt, den ich machen muss, wenn ich um eine Meisterschaft kämpfen möchte. Im Werksteam arbeiten mehr Leute für das gleiche Ziel. Sie haben andere Werkzeuge, mit denen ich mich als Fahrer weiter entwickeln kann. KTM will gewinnen. Das wird eine gute Ehe", prophezeit er.

"Für 2021 bin ich optimistisch", erklärt der KTM-Pilot. "Ich weiß nicht, was ein erreichbares Ziel sein wird. Ich werde ein neues Abenteuer starten und muss mich an ein neues Team anpassen. Hoffentlich kann ich öfter um Podestplätze kämpfen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.