Euroleague: Teodosic triumphiert über Olympiakos

Am siebten Spieltag des Top 16 der Turkish Airlines Euroleague kann Fenerbahce einfach nicht verlieren, während Real den zweiten Saisonsieg über Khimki feiert. Zirbes feiert einen Sieg und Moskau entscheidet das Top-Duell für sich. Dank seinem Spielmacher.
Am siebten Spieltag des Top 16 der Turkish Airlines Euroleague kann Fenerbahce einfach nicht verlieren, während Real den zweiten Saisonsieg über Khimki feiert. Zirbes feiert einen Sieg und Moskau entscheidet das Top-Duell für sich. Dank seinem Spielmacher.

Am siebten Spieltag des Top 16 der Turkish Airlines Euroleague kann Fenerbahce einfach nicht verlieren, während Real den zweiten Saisonsieg über Khimki feiert. Zirbes feiert einen Sieg und Moskau entscheidet das Top-Duell für sich. Dank seinem Spielmacher.

Gruppe E

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Panathinaikos Athen (4-3) - Anadolu Efes Istanbul (3-4) 92:85 (BOXSCORE)

Die griechische Hauptstadt konnte sich auf einen Basketball-Leckerbissen freuen. Panathinaikos und Efes sind alte Bekannte der Euroleague und traffen mit exakt der gleichen Bilanz aufeinander (Top 16: 3-3; Regular Season: 6-4). Zwar gewannen die Türken ihr letztes Auswärtsspiel, doch in der Heimat kassierte man zuletzt eine bittere Niederlage gegen Konkurrent Fenerbahce.

Gegen die Griechen kam es gleich zum zweiten Misserfolg hintereinander. Dabei ging es so gut los für Anadolu. Angeführt von Dario Saric (18 Punkte) erspielten sich die Gäste einen kleinen Vorsprung, nur um dann Stück für Stück ins Hintertreffen zu geraten. Zwar kam Istanbul im dritten Viertel sogar noch einmal ran, aber am Ende waren die Mannen um Miroslav Raduljica (23 Punkte, 8 Rebounds) einfach zu stark.

Ein weiterer Genickbruch war die jämmerliche Dreierquote von nur 16 Prozent, obwohl die Türken zuvor von Downtown mit einer Trefferquote von 42,9 Prozent das beste Team des Wettbewerbs waren. Da Panathinaikos zeitgleich bessere Rebound-Arbeit verrichtete, verlor Anadolu schließlich den Anschluss und damit seine ausgeglichene Bilanz.

Fenerbahce Istanbul (7-0) - Unicaja Malaga (2-5) 80:59 (BOXSCORE)

Die Ausgangslage für Istanbul war relativ klar. Gegen die schwächelnden Spanier war für das Team der Stunde ein Sieg absolute Pflicht. Die Türken waren das einzige Team in den Top 16, das noch keine Niederlage hinnehmen musste. Dementsprechend trat Fener schließlich gegen Malaga auf, das aus einer Serie von drei Niederlagen kam.

Allen voran Ex-NBA-Spieler Ekpe Udoh hatte sichtlich Spaß mit den Gästen. 12 Punkte, 10 Rebounds und ganze 7 Blocks vermiesten den Spaniern den Abend. Seine 7 Rejections waren zudem die drittmeisten des Wettbewerbs. Dazu kam 13 Punkte von Luigi Datome (3/4 3FG).

Dabei hielt Malaga das Spiel sogar lange Zeit offen, doch die 12 Punkte von Ricky Hickman, der nach dem Pausentee aufdrehte, waren einfach zu viel. Die Spanier kamen nie mehr als 12 Punkte an Istanbul heran und hatten in DeMarcus Nelson mit 11 Punkten noch ihren erfolgreichsten Schützen.

Dagegen war die Trefferquote der Türken einfach nur phänomenal. 53,1 Prozent 2FG, 11/22 Dreier - fast jeder Wurf saß. Mit der Dominanz an den Boards und der Udoh-Blockparty erspielte sich Fenerbahce einen ungefährdeten Sieg vor feierndem Publikum.

Roter Stern Belgrad (4-3) - Cedevita Zagreb (2-5) 94:74 (BOXSCORE)

Maik Zirbes hatte mit Miro Bilan eine interessante Aufgabe vor der Brust. Gegen den kroatischen Rivalen stand Roter Stern vor einem Schlüsselspiel, da beide Mannschaften mit Niederlagen im Rücken in die Partie gingen und das Aufeinandertreffen einen kleinen Trend hätte fortsetzen oder beenden können.

Es war schließlich Belgrad vorbehalten, zurück auf die Siegerstraße zu gelangen, da Quincy Miller mit 22 Punkten einen starken Abend erlebte und ausreichend Untersützung erhielt. Vasilije Micic traf für 14 (3/6 3FG), Marko Guduric lag mit seinen 13 Punkten knapp dahinter (3/5 3FG).

Maik Zirbes erzielte 10 Punkte bei keinem Fehlwurf (5/5) und konnte sich unter den Brettern entspannt zurücklehnen, da sich Kollege Vladimir Stimac gleich 13 Rebounds schnappte. Mit einer Zweierquote von 67 Prozent fielen darüber hinaus in der Offensive kaum Boards ab.

Vielmehr machte man hinten die Schoten dicht und profitierte dabei auch von der miesen Zagreb-Quote von Downtown (5/18 3FG). Bei Zagreb war das Trio Jacob Pullen (20 Punkte), James White (18 Punkte) und Bilan (17 Punkte) relativ alleine, weshalb deren ordentliche Statistiken nicht verhindern konnten, das Roter Stern zu einem Start-Ziel-Sieg kam.

Lokomotive Kuban Krasnordar (5-2) - Darussafaka Dogus Istanbul (1-6) 82:58 (BOXSCORE)

Endlich hatte die Niederlagenserie für Darussafaka ein Ende. Nach fünf Pleiten im Top 16 gelang gegen Roter Stern der langersehnte Sieg. Doch das brachte Lokomotive nicht dazu, das eigene Momentum zu verspielen.

Denn ohne große Mühe kamen die Russen zu einem überzeugenden Heimerfolg, um sich auf den zweiten Gruppenplatz vorzuschieben. Die entscheidende Phase spielte sich kurz vor dem Seitenwechsel ab, als Anthony Randolph (18 Punkte) und Malcolm Delaney (16 Punkte) einen 13:2-Lauf initiierten, um nach 24 Minuten bereits mit 44:28 zu führen.

Direkt nach dem Pausentee machte Krasnodar gleich 11 Punkte am Stück, wodurch das Spiel in recht entspannten Bahnen für die Russen verlief. Daran konnte auch das kurze Aufbäumen von Istanbul, angeführt von Scottie Wilbekin (19 Punkte, 4/7 3FG), nichts mehr ändern.

Gruppe F

Gruppe F

Khimki Moskau Region (4-3) - Real Madrid (4-3) 82:93 (BOXSCORE)

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison standen sich beide Teams gegenüber. In der Vorrunde ging der Sieg zweimal an Moskau, das Hinspiel des Top 16 entschied der amtierende Champion für sich. Während bei beiden Mannschaften gerade in der Offensive die Stärken liegen, hatten sich die Russen im Laufe des Turniers auch am hinteren Ende des Courts zu einer Macht entwickelt.

Doch diesen Umstand schienen die Gäste spätestens ab dem letzten Abschnitt gänzlich zu ignorieren. Denn beim ersten Real-Auswärtserfolg in den Top 16 waren die Russen zwar zunächst das bessere Team und gingen auch mit einer 50:43-Führung in die Halbzeit, doch angeführt von Sergio Llull (17 Punkte, 6 Rebounds, 11 Assists) startete Madrid im dritten Viertel einen 16:1-Run, bis Center Gustavo Ayon endgültig in die Partie gefunden hatte.

Trotz 20 Punkte von Gegenspieler James Augustin (7 Rebounds), war der Mexikaner derjenige, der unter dem Korb das Sagen hatte. 24 Punkte, 13 Rebounds und 5 Steals brachten Real schließlich auf die Siegerstraße. Die zweite Spielhälfte schloss der Euroleauge-Champ mit einem Ergebnis von 50:32 ab und freute sich dabei unter anderem über die Schützenhilfe von Jonas Maciulis, der gleich drei Dreier auf die Reise schickte.

Spätestens vier Minuten vor Schluss war die Partie beim Stand von 72:84 entschieden und Madrid spielt sich ganz entspannt dem Feierabend entgegen. Da konnten auch die 17 Punkte von Alexey Shved (6 Assists) oder die 9 Assists von Tyrese Rice (12 Punkte) nichts mehr ändern.

Laboral Kutxa Vitoria Gasteiz (5-2) - Brose Baskets Bamberg (3-4) 90:64 (BOXSCORE)

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ZSKA Moskau (5-2) - Olympiakos Piräus (3-4) 92:85 (BOXSCORE)

Das Spiel der beiden Schwergewichte war das Duell der Gegensätze. Während die Griechen bisher besonders durch ihre Verteidigungsarbeit überzeugten, waren die Russen das gefährlichste Team der Euroleague. Und ZSKA behielt das bessere Ende für sich. Hauptverantwortlich für diesen Sieg war Milos Teodosic.

Der Spielmacher erzielte 10 seiner 21 Punkte im letzten Abschnitt, nachdem sich die Gäste im dritten Viertel ein knappe Führung erspielen konnten. Unterstützung erhielt der Mann des Abend vom weiterhin starken Nando De Colo (19 Punkte) und drei weiteren Spielern, die in den Reihen von Moskau auf eine zweistellige Punktausbeute kamen.

Dabei machten die Griechen eigentlich einen super Job und trafen hochprozentig aus dem Feld (61,1 Prozent 2FG, 8/19 3FG), doch weder die 19 Punkte von Georgios Printezis (9 Rebounds) noch die 17 Punkte von Daniel Hackett (3/3 3FG) reichten aus, um Moskau in die Knie zu zwingen.

Die Russen schenkten nur siebenmal den Ball her, trafen 50 Prozent ihrer Dreier und fanden immer wieder die richtigen Antwort, wenn Olympiakos gerade auf dem Weg war, endgültig auf ZSKA aufzuschließen. Spätestens der Jumper von Victor Khryapa (4 Punkte) über Vassilis Spanoulis (15 Punkte, 6 Assists) 34 Sekunden vor Schluss machte unter die Partie einen Strich.

FC Barcelona (3-4) - Zaligris Kaunas (1-6) 92:86 (BOXSCORE)

Es ist sicherlich nicht die Saison von Zalgiris Kaunas: Nur ein Sieg sprang im Top 16 heraus - doch dieser gelang gegen Barca. Also wieso sollte nicht erneut ein Erfolg gegen das spanische Powerhouse gelingen, nachdem man zuvor 15 Spiele auf einen Erfolg gegen Blaugrana warten musste?

Zum einen, weil Barcelona dieses Mal vor Heimkulisse auflief und weil die Spanier einfach einen tieferen Kader besitzen. Jeder einzelne Barca-Spieler trug sich ins Scoreboard ein, Pau Ribas machte in knapp 20 Minuten 13 Punkte, weil er immer wieder an die Freiwurflinie kam und Shane Lawal sowie Justin Doellman schnappten sich jeweils 8 Rebounds.

Kaunas kämpfte, Kaunas biss und blieb immer auf Schlagdistanz. Doch eine 19:16-Führung nach den ersten 12 Minuten sowie super Auftritte der Youngster Edgaras Ulanovas (17 Punkte, 3/4 3FG) und Lukas Lekavicius (16 Punkte, 2/3 3FG) reichten einfach nicht aus.

Barcelona traf wie verrückt von Downtown (58 Prozent 3FG), ließ gleich 23 Assists umgehen und traf auch innerhalb des Perimeter nach Belieben (18/30 2FG). So muss Zaligris bereits die sechste Niederlage im laufenden Wettbewerb hinnehmen.

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