Ex-Formel-1-Pilot findet Saisonpläne für 2020 "ziemlich wild"

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Trotz Corona-Pandemie plant die Formel 1, ihre aktuelle Saison mit dem Grand Prix von Österreich am 5. Juli zu starten und in der zweiten Jahreshälfte bis 18 Rennen auszurichten. Ein ambitioniertes Szenario, das jedoch mit einiger Unsicherheit behaftet ist, denn keiner weiß, wie sich die Lage entwickeln wird.

Mika Salo, von 1994 bis 2002 in der Formel 1 aktiv und heute noch als Experte und Steward engagiert, bezeichnet die Pläne von Liberty Media daher als "ziemlich wild". Im Gespräch mit MTV Finnland grübelt er: "Ich bin gespannt, wie sie das anstellen werden. Irgendwie müssen sie kreativ werden."

Denn im Moment könne man noch nirgendwo hinfahren. "Natürlich schränkt die Schwierigkeit des Reisens jetzt das Leben aller ein", weiß der 53-Jährige. Aber die Gesundheit aller stehe nun mal an erster Stelle. "Deshalb haben wir bisher nur über Rennen mit leeren Tribünen gesprochen." Und selbst die sind eine Herausforderung.

"Mal sehen, wie sie ihre Absichten umsetzen", sagt Salo, "aber ich glaube nicht, dass sie mit der Gesundheit spielen werden. Sie nehmen die Pandemie ernst." Gleichzeitig ist ihm bewusst, was auf dem Spiel steht: "Es ist die Rede von so viel Geld und Tausenden von Arbeitsplätzen. Es muss einen Plan geben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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