Ex-WADA-Generaldirektor Howman soll IAAF-Reformen unterstützen

SID
Ex-WADA-Generaldirektor Howman soll IAAF-Reformen unterstützen

Der ehemalige WADA-Generaldirektor David Howman wird im Reformprozess des krisengeplagten Leichtathletik-Weltverbandes IAAF eine entscheidende Rolle einnehmen. Der Neuseeländer wird Aufsichtsratsvorsitzender der neu gegründeten unabhängigen Integritätskommission (AIU). Die Schaffung dieser Kommission ist eines der Herzstücke des 15-Punkte-Reformprogramms von Präsident Sebastian Coe. Das Gremium, das offiziell am Montag seine Arbeit aufnahm, soll in Zukunft verbandsunabhängig für die Themen Doping, Manipulation, Korruption sowie Interessenkonflikte zuständig sein.
"Die IAAF geht die Sache anders an als alle anderen Sportverbände. Es ist eine mutige Herangehensweise", sagte Howman, der 2016 nach 13 Jahren sein Amt als Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abgegeben hatte. Wer die Kommission leiten soll, wird voraussichtlich im kommenden Monat bekannt gegeben. Der AIU-Aufsichtsrat um Howman ist für Strategie und die Kontrolle der täglichen Arbeit zuständig.
"Ich bin froh, dass wir jemanden mit der Erfahrung von David Howman für den Posten gewinnen konnten", sagte Coe: "Es ist unsere Verantwortung, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen." Weitere Punkte von Coes Reformplan sind unter anderem die Beschneidung der Macht des Präsidenten, zudem müssen alle neuen Mitglieder des IAAF-Councils einen Integritätscheck bestehen.
2015 war der Doping- und Korruptionsskandal in der IAAF an die Öffentlichkeit gekommen. Im Mittelpunkt stehen dabei Coes Vorgänger Lamine Diack und seine Clique, die unter anderem Dopingproben gegen Geldzahlungen vertuscht haben sollen. Gegen Diack wird derzeit in Frankreich wegen des Verdachts der Korruption und Geldwäsche ermittelt, sein Sohn Papa Massata wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.





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