Ex-Weltmeister: Darum beleidigte Hamilton Mercedes

Beim Großen Preis der Niederlande schäumte Lewis Hamilton vor Wut und pestete nach verpasstem Podest am Funk von Mercedes. Jacques Villeneuve kann das Auftreten des 37-Jährigen überhaupt nicht nachvollziehen.

Der Kanadier zeigte sich „überrascht“ über die Art und Weise, wie Hamilton ausgerastet ist. „Er war aggressiv, fast schon beleidigend“, stellte der Formel-1-Champion von 1997 in seiner Kolumne bei forumal1.com klar. Dies sei alles andere als guter Stil. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Das gehört sich nicht für einen Champion. Nach allem, was das Team für ihn getan hat, sollte man nicht so mit ihnen sprechen“, führte Villeneuve aus. Zudem habe sich Hamilton eine bessere Platzierung durch den verbockten Restart selbst eingehandelt.

Russell der Grund für Hamilton-Frust?

Als Grund für den Frust von Hamilton vermutet Villeneuve eine andere Ursache. „George Russell entwickelt sich schnell zum Anführer des Teams“, sagte der 51-Jährige. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Russell habe sich im Gegensatz zum Rekordweltmeister richtig verhalten: „Er hat selbst die Entscheidung getroffen, auf die weichen Reifen zu wechseln. Das hätte Hamilton mit all seiner Erfahrung und seinen Titeln auch tun können.“

Hamilton hatte in Zandvoort einen möglichen Podestplatz nach einem vermeintlichen Taktik-Fehler von Mercedes verspielt. Als auch noch Teamkollege Russell an Hamilton vorbeigezogen war, platzte ihm endgültig der Kragen.

„Ich kann nicht glauben, dass Ihr mich gef**** habt. Ich kann gar nicht sagen, wie angep**** ich bin“, funkte Hamilton an den Mercedes-Kommandostand. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Später, vor der Presse, entschuldigte sich der Brite für seinen Ausraster.

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