Experten warnen: Hier besteht erhöhte Zeckengefahr

Antonia WallnerFreie Autorin
Yahoo Nachrichten Deutschland

Mit dem warmen Wetter zieht es die Menschen wieder nach draußen in die Natur. Was viele dabei vergessen: Es besteht erhöhte Zeckengefahr! Laut Experten ist vor allem Süddeutschland in diesem Jahr ein Hochrisikogebiet für die von Zecken übertragene FSME-Infektion.

Vor allem in Bayern ist die Zeckengefahr dieses Jahr besonders groß. (Bild: Getty Images)
Vor allem in Bayern ist die Zeckengefahr dieses Jahr besonders groß. (Bild: Getty Images)

Wochenlang mussten sich die Menschen wegen Corona isolieren. Jetzt fallen – pünktlich zum Sommer – die Beschränkungen zunehmend weg und man kann es sich draußen wieder gut gehen lassen. Doch wer beim Wandern, Radfahren oder Spazierengehen mit nackten Armen und Beinen durch Wiesen und Felder geht, läuft immer Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Denn die Zahl der kleinen Insekten hat sich seit Mai vor allem im Süden Deutschlands drastisch erhöht.

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Ideale Bedingungen für die Blutsauger 

Schuld ist zum einen das momentane Wetter. Ein warmes und feuchtes Klima ist ideal für Zecken, um sich zu vermehren. Doch auch durch die beiden vorangegangenen heißen Sommer hatten die Blutsauger perfekte Bedingungen. Die Hauptgefahr bei einem Zeckenbiss ist eine Infektion mit dem Erreger der Hirnhautentzündung FSME, den die Tiere in sich tragen können. Experten und Organisationen, darunter etwa das Deutsche Rote Kreuz, warnen davor, dass das Risiko für eine FSME-Infektion in diesem Jahr um rund 50 Prozent höher ist als noch 2019. Neben Bayern sind die Zecken auch in Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet. Außerdem in Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens. Der Norden bleibt von den Zecken weitgehend verschont.

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Impfung ist der beste Schutz

In Bayern zum Beispiel gelten 91 von insgesamt 96 Kreise als Risikogebiete für FSME. Vor allem im Hinblick auf die vielen Urlauber, die wohl in diesem Jahr vermehrt im eigenen Land Ferien machen, ist es ratsam, sich bei einem Besuch im Süden der Republik gegen FSME impfen zu lassen. Wer raus geht, sollte am besten lange Hosen tragen und die Hosenbeine in die Strümpfe stecken. Und in jedem Fall gilt: sich hinterher unbedingt gründlich absuchen! Hat sich trotz aller Vorsicht eine Zecke festgebissen, auf keinen Fall mit Öl oder ähnlichen Flüssigkeiten beträufeln. Das kann Infektionen sogar noch begünstigen. Besser eine Zeckenzange oder Zeckenkarte benutzen, um das Insekt zu entfernen. Eine FSME-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Klingen die Beschwerden nicht ab oder werden schlimmer, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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