F1-Teamchef Cyril Abiteboul verlässt Renault mit sofortiger Wirkung

Jonathan Noble
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Überraschender Exit bei Renault: Teamchef Cyril Abiteboul verlässt den französischen Hersteller. Eigentlich war erwartet worden, dass der Franzose nach einer Umstrukturierung des Managements im umbenannten Alpine-Team eine neue Rolle innerhalb des Unternehmens einnehmen würde.

Stattdessen scheidet Abiteboul komplett aus dem Unternehmen aus. Als CEO von Alpine wurde Laurent Rossi, Direktor für Strategie und Geschäftsentwicklung bei Renault, ernannt.

Er trägt die Verantwortung für das Formel-1-Team sowie andere Motorsportaktivitäten der Marke und wird direkt an Luca de Meo, CEO von Renault, berichten. Wer die direkte Nachfolge von Abiteboul als Teamchef antritt, ist noch unbestätigt. Es wird jedoch angenommen, dass Marcin Budkowski seine Position übernimmt.

"Ich möchte mich bei der Groupe Renault dafür bedanken, dass sie mir viele Jahre lang vertraut haben, vor allem beim Relaunch und Wiederaufbau des Teams seit 2016", sagt Abiteboul zum Abschied und sieht eine starke Basis für weiteres Wachstum.

"Das solide Fundament des Rennteams und der Zentren in Frankreich und England, die in diesen Jahren aufgebaut wurden, die strategische Entwicklung des Sports hin zu wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und in jüngster Zeit das Alpine-Projekt, das für eine neue Bedeutung und Dynamik sorgt, weisen alle auf einen sehr guten Weg hin."

De Meo dankt Abiteboul "für seinen unermüdlichen Einsatz, der das Formel-1-Team von Renault vom vorletzten Platz im Jahr 2016 auf die Podiumsplätze in der vergangenen Saison geführt hat." Zwei dritte und einen zweiten Platz konnte Renault feiern.

"Seine bemerkenswerte Arbeit in der Formel seit 2007 erlaubt es uns, mit einem starken Team und der neuen Identität als Alpine-Team in die Zukunft zu blicken, um in diesem Jahr die Podien zu erobern", blickt de Meo weiter voraus.

Abiteboul ist ein Renault-Urgestein, das bereits nach dem Studium zum Unternehmen kam. Ab 2007 arbeitete er für das Formel-1-Team, bevor er 2010 zu dessen Geschäftsführer aufstieg. Nach drei Jahren bei Caterham (2012-14) stieß er wieder Renault und spielte eine Schlüsselrolle bei der Rückkehr als Formel-1-Werksteam 2016.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.