Fabio Quartararo: Warum er nach dem Lockdown so stark war

Juliane Ziegengeist
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Nach seinem Doppelsieg in Jerez zu Beginn der MotoGP-Saison 2020 war Fabio Quartararo als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf die WM-Krone gehandelt worden. Und tatsächlich schaffte es der Franzose - trotz einiger durchwachsener Leistungen - als WM-Leader zum Heimspiel nach Le Mans zu reisen.

Zuvor hatte er in Barcelona seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Doch danach ging nicht mehr viel. Am Ende rutschte der Petronas-Yamaha-Pilot sogar auf den achten Gesamtplatz ab.

Aber was machte Quartararo im Vergleich zur Konkurrenz gerade zu Saisonbeginn so stark? "Ich glaube, während des Lockdowns habe ich viel trainiert, mehr denn je", verrät der 21-Jährige. "Und ich glaube, in diesem Moment war ich einer der Fahrer, die sich nach so langer Zeit ohne zu fahren so schnell angepasst haben, und vielleicht hatten die anderen Fahrer etwas mehr Mühe."

Er selbst sei von seiner starken Form in Jerez nicht überrascht gewesen, betont der Franzose: "Als ich in Jerez ankam, war ich total fit und fühlte mich gut, und ich passe mich schnell an die Strecke an. Es ist eine Strecke, auf der ich immer schnell war."

"Das sind die Strecken, auf denen ich vergangenes Jahr sehr schnell war, Barcelona und Jerez", analysiert er weiter. "Aber sobald wir auf einer Strecke ankommen, auf der wir schon im Vorjahr ein bisschen gekämpft haben, liegen wir weit zurück. In Valencia war es merkwürdig, weil wir 2019 um ein tolles Ergebnis gekämpft haben und dieses Jahr um Platz zehn, zwölf herum rangierten."

Tatsächlich konnte in der zweiten Saisonhälfte bei Yamaha einzig Franco Morbidelli auf der Vorjahrsmaschine ordentlich punkten. Quartararos Teamkollege erzielte in den letzten vier Rennen drei Podestplätze, darunter zwei Siege, und wurde so Vizeweltmeister.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.