"Eine blöde Situation" - Rebensburg hadert mit Resultat im Super-G

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Viktoria Rebensburg schüttelte enttäuscht den Kopf. Die 30-Jährige aus Kreuth wusste nach ihrem Super-G ganz genau, dass sie gerade eine mögliche Podestplatzierung leichtfertig verschenkt hatte. "Es ist echt schade, weil es eine sehr gute Fahrt war. Der Fehler war ärgerlich. Es wäre mehr drin gewesen", sagte Rebensburg im ZDF.

Anstatt nach schwierigen Wochen und der Diskussionen mit Alpindirektor Wolfgang Maier im Weltcup ein deutliches Zeichen zu setzen, musste sich Rebensburg auf der Olympiapiste von 2014 in Rosa Chutor mit dem passablen, aber eben nicht überzeugenden achten Platz zufrieden geben.

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Mit Zwischenbestzeit verriss es ihr bei grenzwertigen Bedingungen im flachen Mittelabschnitt den Außenski.

Rebensburg verlor Geschwindigkeit

"Dadurch habe ich Speed verloren. Es war eine blöde Situation", analysierte Rebensburg. Da nutzte es auch nichts, "dass ich davor schnell und auch danach auf Angriff gefahren bin und aufgeholt habe". 0,87 Sekunden fehlten schließlich auf die Italienerin Federica Brignone, die in 1:25,33 Minuten vor ihrer Teamkollegin Sofia Goggia (+0,20) und der Schweizerin Joana Hählen (+0,34) gewann. Mikaela Shiffrin (USA) hatte auf einen Start verzichtet.


Veronique Hronek (+2,60) belegte den 18. Rang. Patrizia Dorsch und Michaela Wenig schieden aus, Kira Weidle musste wegen einer Erkältung kurzfristig passen.

Am Samstag war die geplante Abfahrt der Frauen wegen der widrigen Witterungsbedingungen östlich von Sotschi abgesagt worden. Auch am Sonntag herrschte bei leichtem Schneefall schlechte Sicht. Zudem war die Piste im unteren Teil "nicht optimal", sagte Rebensburg. 

Heimrennen nächste Woche

Am kommenden Wochenende hat die Olympiasiegerin von 2010 bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen erneut die Chance, ihre Krise zu überwinden, womöglich schon ab Freitag, falls auf der Kandahar tatsächlich die ausgefallene Rosa-Chutor-Abfahrt stattfindet. Seit ihrem Sieg im Dezember beim Super-G in Lake Louise schaffte es Rebensburg nicht mehr auf das Podium.

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Zuletzt hatte deshalb auch Maier seine beste Läuferin kritisiert. Die Kernaussage: Rebensburg trainiere zu wenig, um vor allem in ihrer einstigen Paradedisziplin Riesenslalom regelmäßig ganz vorne mitzufahren. "Mit dem derzeitigen Aufwand ist das Leistungsniveau auf dem Podium nicht mehr zu halten", sagte Maier dem SID.

Das hatte Rebensburg verstimmt, die Kritik sei "sowohl inhaltlich als auch in der Art und Weise absolut unverständlich".

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