Fan-Gesänge trotz Verbot - Strafe für Union?

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Fan-Gesänge trotz Verbot - Strafe für Union?

Laut einer aktualisierten Infektionsschutzverordnung des Senats Berlin sind Fan-Gesänge und Sprechchöre offenbar ohne Ausnahme zu unterlassen.

Doch beim Testspiel des Bundesligisten Union Berlin am Donnerstag gegen den Zweitligisten Hannover 96 (4:1) wurde wie gewohnt gesungen und angefeuert.

Eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Treptow-Köpenick bestätigte dem Sender rbb, dass Union zuvor über die geänderte Verordnung informiert worden war. Trotzdem verzichtete der Klub darauf, die 1795 Fans vor dem Anpfiff darauf hinzuweisen.

"Wir haben ja niemanden aufgefordert, hier zu singen", sagte Unions Kommunikations-Chef Christian Arbeit auf Nachfrage des rbb: "Grundsätzlich kommt man langsam an die Grenzen dessen, was man noch nachvollziehen und verstehen kann."

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Man befinde sich mit dem Gesundheitsamt im stetigen Austausch und rechne nicht mit einer Sanktion, so Arbeit.

Den Passus in der Verordnung hält der Klub-Sprecher ohnehin für realitätsfern. "Singen in geschlossenen Räumen ist bei Abstand nach wie vor erlaubt, Singen im Freien plötzlich nicht mehr", sagte Arbeit: "Schulkinder gehen im Musikunterricht auf den Hof, wenn sie singen sollen, weil sie dann draußen sind. Hier soll man aber nicht singen."

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Union plant trotz deutlich gestiegener Corona-Fallzahlen in Berlin weiterhin, am 25. Oktober ein Testspiel ohne Abstand und Mund-Nase-Masken, dafür aber mit einem Präventiv-Test durchzuführen.

Ziel sei, das entsprechende Testverfahren in "die bestehende Eindämmungsverordnung zu bekommen", erklärte Klub-Präsident Dirk Zingler.

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