Dieser entlassene NFL-Superstar ist heiß begehrt

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Dieser entlassene NFL-Superstar ist heiß begehrt
Dieser entlassene NFL-Superstar ist heiß begehrt

Mit Odell Beckham Jr. ist einer der schillerndsten NFL-Profis des vergangenen Jahrzehnts plötzlich auf dem Markt.

Bei den Cleveland Browns wurde der ehemalige Star-Receiver entlassen und sein Vertrag auf einigen Ebenen umstrukturiert. Heißt konkret: Die verbleibenden zwei Jahre wurden aus dem Kontrakt gestrichen, womit der 29-Jährige auf die Waiver-Liste wandern konnte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Dort haben die NFL-Franchises nun in einer bestimmten Reihenfolge die Möglichkeit, OBJ zu verpflichten. Allerdings müsste in diesem Fall sein neues Team auch das restliche Gehalt für die aktuelle Saison übernehmen. Das beläuft sich auf 7,25 Millionen US-Dollar. (BERICHT: Browns entlassen Superstar Beckham)

Nur wenige Teams haben allerdings derzeit genügend Cap Space, um den Vertrag zu übernehmen.

Sollte kein Team Beckham beanspruchen, wird er nach 24 Stunden zum Free Agent und kann mit jeder Franchise verhandeln, was aktuell als wahrscheinlicheres Szenario gilt. Und dann wiederum müssten die Browns Beckham zumindest einen Großteil des Gehalts - offenbar eine Entschädigung in Höhe von 4,25 Millionen Dollar - zahlen.

SPORT1 wirft einen Blick auf mögliche neue Arbeitgeber von Beckham Jr., der offenbar zu einem Team mit Playoff-Ambitionen will. (Kommentar: Der Umgang mit Beckham ist eine Schande)

Las Vegas Raiders

Nach dem Drama um Henry Ruggs III haben die Raiders ohne Frage Handlungsbedarf. Der Receiver war in einen schweren Autounfall verwickelt, bei dem eine Person ums Leben kam. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Wegen unerlaubten Fahrens unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge wird der 22-Jährige nun angeklagt. Die Raiders gaben wenig später bekannt, dass der Spieler entlassen wurde.

Im Gegensatz zu den Browns legt die Franchise aus Las Vegas den Fokus aber weniger auf das Laufspiel als auf Pässe. Die Raiders (5-2) sind auf dem ersten Platz in der AFC West und haben mit Derek Carr einen guten Quarterback, mit dem sie Beckhams Kriterien erfüllen könnten.

Allerdings schnappt sich Las Vegas auch schon Receiver DeSean Jackson, der ein Free Agent war. Bleibt da noch Platz für Beckham?

New Orleans Saints

Die Saints haben zwar vor der Deadline mehrere Receiver getradet. Mit Michael Thomas fällt aber einer, der bereits seit 2016 für New Orleans spielt, verletzungsbedingt für den Rest der Saison aus.

Das Receiver-Korps könnte also ein Upgrade vertragen und Coach Sean Payton könnte genau der Richtige sein, um das Potenzial Beckhams voll auszuschöpfen.

Zwar müssten die Saints einige Verträge umstrukturieren, um sich OBJ leisten zu können, da sie schon seit Längerem nicht mehr über Cap Space verfügen. Es ist aber nicht abwegig, dass sie das für den 29-Jährigen in die Wege leiten würden.

Seattle Seahawks

Seattle will bei jedem Deal ein Wörtchen mitreden. Wenn Beckham verfügbar und bezahlbar ist, wird General Manager John Schneider zumindest einen Anruf tätigen, prognostiziert ESPN. Und laut ProFootballTalk will Beckham zu den Seahawks, auch USA Today nennt Seattle als Favoriten!

Außerdem könnte Quarterback Russell Wilson nach seiner Verletzung am Mittelfinger schon früher als geplant zurückkehren. Ein Receiver-Quartett aus DK Metcalf, Tyler Lockett, Beckham und Rookie Dee Eskridge wäre sicherlich interessant und könnte Wilson auch langfristig zufriedenstellen.

Die Seahawks haben zudem noch mehr als 13 Millionen Dollar Capspace zur Verfügung.

Carolina Panthers

Seit der Verletzung von Running Back Christian McCaffrey, der seit Woche 3 wegen einer Kniesehnenverletzung nicht mehr gespielt hat, ist die Offense der Panthers etwas ins Straucheln gekommen.

DJ Moore ist derzeit der einzige zuverlässige Wide Receiver der Panthers. Robby Anderson bleibt hinter den Erwartungen zurück, Terrace Marshall Jr. hat einige Zeit gefehlt. Aber: Quarterback Sam Darnold braucht gute Receiver.

Beckham könnte Carolina also durchaus helfen. Und die Panthers haben mit knapp 12 Millionen US-Dollar auch noch reichlich Spielraum. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

San Francisco 49ers

General Manager John Lynch sprach bereits unter der Woche bei KNBR über OBJ: „Was ich Ihnen versichern kann, ist, dass wir immer versuchen, uns zu verbessern, und wenn wir die Möglichkeit dazu haben, werden wir das tun. Ich werde es aus strategischen Gründen dabei belassen.“ ProFootballTalk glaubt, dass die Saints und die 49ers neben den Seahawks Teams sind, „die man im Auge behalten sollte“.

Mit Deebo Samuel, Brandon Aiyuk und Mohamed Sanu haben die 49ers zwar viele talentierte Wideouts. In Anbetracht der Unbeständigkeit der Offensive kann man es San Francisco jedoch nicht verübeln, dass sie einen weiteren Spieler auf dieser Position suchen.

Schon früher hatten die 49ers Interesse an OBJ. Diesmal scheint es aber eher unwahrscheinlich, dass die Franchise den Receiver verpflichtet, zumal die Niners weiterhin ihren Wide Receiver Brandon Aiyuk fördern.

Green Bay Packers

Die Packers brauchen einen weiteren Receiver. Schon in der Offseason forderte Quarterback Aaron Rodgers eine neue Waffe für die Offense - ein Hauptstreitpunkt im Trade-Zoff.

Mit einem Trade Beckhams könnten die Packers also auch ihren Quarterback, der aktuell allerdings dabei ist, seinen Ruf zu verspielen, zufrieden stimmen und dem Team an der Seite von Davante Adams zu noch mehr Qualität verhelfen.

Damit könnte zudem der Verlust von Robert Tonyan, der für den Rest der Saison ausfällt, kompensiert werden. Wenn Beckham auf der Suche nach der besten Kombination aus Bedarf, hochkarätigem QB-Spiel und Erfolgsbilanz ist, sind die Packers (5,3 Millionen Dollar Capspace) die beste Wahl.

Weitere Kandidaten

ESPN nennt auch die New England Patriots, die Kansas City Chiefs, die New York Giants, die Atlanta Falcons, die Tampa Bay Buccaneers, die Detroit Lions und die Philadelphia Eagles als mögliche Ziele für Beckham. Doch aktuell scheint viel für die Seahawks zu sprechen.

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