FC Bayern: Lahm blickt zurück: "Drehbuchreife Vorgeschichte"

Mit dem Bundesliga-Finale gegen den SC Freiburg am Samstag fällt der Vorhang für einen ganz Großen: Philipp Lahm macht Schluss - gegenüber der Bild blickte er vorher zurück und gewährte Einblicke in seine schönsten Karriere-Momente.

Mit dem Bundesliga-Finale gegen den SC Freiburg am Samstag fällt der Vorhang für einen ganz Großen: Philipp Lahm macht Schluss - gegenüber der Bild blickte er vorher zurück und gewährte Einblicke in seine schönsten Karriere-Momente.

So erkenne man beim Foto seines ersten Profispiels, "dass ich erst noch in das Trikot des FC Bayern reinwachsen musste - körperlich und symbolisch! Auch wenn die Trikots damals generell wesentlich weiter geschnitten waren."

Das war damals im "Herbst 2002 in der Champions League, Gruppenphase zu Hause gegen den RC Lens. Wir waren schon ausgeschieden. Ich wurde in der 90. Minute beim Spielstand von 3:3 für Markus Feulner eingewechselt. Das war mein erster Pflichtspieleinsatz."

"Nicht mal im Traum vorstellen können"

Das erste Länderspiel folgte im Frühling 2004, "ich war zum ersten Mal überhaupt dabei und hatte nicht damit gerechnet, gleich in der Startelf zu stehen. Aber Rudi Völler hat mir von Anfang an sein Vertrauen geschenkt und mich als linken Verteidiger aufgestellt. Das war für mich der Wahnsinn. Dass ich dann in zehn Jahren insgesamt 113 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen würde, immer in der Startelf, und am Ende den WM-Pokal in Händen halten würde, habe ich mir in dem Moment natürlich nicht mal im Traum vorstellen können."

Der WM-Titel war für Lahm dann "eigentlich eine Analogie zum Champions-League-Titel des FCB. Eine Generation, der man viel zugetraut hat, hat es gepackt, nachdem sie zuvor zweimal im Halbfinale und einmal im Finale gescheitert war. Ein einmaliger Erfolg und für mich ein traumhafter Abschluss von zehn Jahren Nationalmannschaft, den ich mit vielen Kameraden feiern durfte, die diesen Weg zum großen Teil über diese gesamte Zeit mit mir gegangen sind."

"Das hast du dir verdient"

Bereits Jahre vorher hatte er erstmals die DFB-Kapitänsbinde getragen, "das war ein Freundschaftsspiel gegen England. Bernd Schneider, der damalige Kapitän, wurde ausgewechselt und hat mir für die verbleibende Spielzeit die Binde mit den Worten "Das hast du dir verdient" übergeben. Ich habe das als große Ehre empfunden, weil viele Spieler auf dem Platz standen, die es ebenso verdient gehabt hätten. Dauerhaft zum Kapitän ernannt wurde ich dann vor der WM 2010."

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Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Kapitän des FC Bayern - sowie schließlich 2013 der Champions-League-Triumph. "In unserem Fall ein Titelgewinn mit einer drehbuchreifen Vorgeschichte und ganz spezieller Bedeutung vor allem für Basti und mich", blickte der 33-Jährige zurück. "Insgesamt nach der bittersten Niederlage im Jahr zuvor im Finale dahoam die Bestätigung und Belohnung einer extrem starken Mannschafts-Leistung."

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