FC Bayern - Willy Sagnol erzählt Anekdoten über Oliver Kahn: "Das ließ ich mir nicht gefallen"

Goal.com

Willy Sagnol, von 2000 bis 2009 Rechtsverteidiger beim FC Bayern München, hat in einem Interview einige Anekdoten über seinen ehemaligen Teamkollegen, den früheren Welttorhüter und heutigen FCB-Vorstandsmitglied Oliver Kahn erzählt.

Zunächst sprach der Franzose über einen Streit mit Kahn nach dem Aus gegen den FC Chelsea im Champions-League-Viertelfinale der Saison 2004/05. "Ich hatte immer Riesen-Respekt vor Oli. Ich kann mich erinnern, dass ich im Spiel gegen die Blues einen Gegenspieler habe flanken lassen und danach ein Tor fiel. Dadurch sind wir aus der Champions League ausgeschieden. Als Oli ein Jahr zuvor gegen Real Madrid gepatzt hatte, sagte niemand etwas, doch nach dem Spiel gegen Chelsea ging mich Oli hart an, das ließ ich mir nicht gefallen", so Sagnol gegenüber Sport1.

Kahn sei für ihn zwar "wahrscheinlich der weltbeste Torwart" gewesen, dennoch wollte sich Sagnol verteidigen: "Es war eine Frage des Respekts. Ich habe mir damals gedacht 'wenn man mich anmacht, dann muss man sauber sein'. Aber das ist schon 15 oder 20 Jahre her. Oli und ich haben immer noch einen guten Draht zueinander. Ich wünsche ihm, dass er es als Chef bei Bayern schaffen wird."

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Willy Sagnol: "Kahn hat die Tonne einfach weggeschmissen"

Zudem erinnerte sich Sagnol an ein "Spiel in Berlin gegen die Hertha, da hat er in der Kabine eine dieser großen Tonnen einfach gepackt und weggeschmissen. Das war einfach Oli. Er hat für Bayern immer alles gegeben. So wie ich. Er ist ein richtiger Kerl."

Sagnol beendete seine Karriere Anfang 2009. Nachdem er 2011 einige Monate als Scout für Bayern gearbeitet hatte, kehrte der mittlerweile 43-Jährige zur Saison 2017/18 als Co-Trainer von Carlo Ancelotti nach München zurück und war nach der Entlassung des Italieners kurzzeitig interimsweise Chefcoach des Rekordmeisters.

Nach nur einem Spiel kam jedoch Jupp Heynckes, eine ihm angebotene anderweitige Funktion im Klub lehnte Sagnol seinerzeit ab. "Ich war traurig und irritiert", erklärt er heute. "Wenn du bei Bayern arbeitest als Assistent von Carlo, dann hofft man auf eine lange Beziehung. Das hat nicht geklappt. Die Situation bei Bayern war schwierig und es fällt mir immer noch schwer, darüber zu sprechen. Wie es abgelaufen ist, das war nicht mehr der FC Bayern, den ich kannte. Eine Trennung lief in diesem Verein immer mit Stil ab, bei mir war das leider nicht so."

Allerdings ist Sagnol, der seitdem ohne Trainerjob ist, ob der Trennung "nicht sauer" und betont: "Bayern war und ist immer noch mein Herzensverein."

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