FCA tritt im Abstiegskampf auf der Stelle

Der FC Augsburg kommt im Abstiegskampf nicht von der Stelle. Das dürftige 1:1 gegen den SC Freiburg ist zu wenig, dennoch herrscht Zuversicht.

Es war viel Kampf und noch mehr Krampf - doch das magere 1:1 (1:1) gegen den SC Freiburg ließ den FC Augsburg im Abstiegskampf zuversichtlich nach vorne blicken. "Ich bin sehr positiv nach dem Spiel, weil ich nicht wusste, wie die Mannschaft nach dem 0:3 auf Schalke reagiert. Darauf können wir aufbauen. Wir haben gezeigt, dass wir in die erste Liga gehören", sagte FCA-Trainer Manuel Baum. Ihm sei nicht bange - auch nicht vor dem kommenden schweren Auswärtsspiel nach der Länderspielpause am 1. April beim FC Bayern: "Wir sind auf einem guten Weg."

Augsburgs Manager Stefan Reuter war trotz einer wenig ansehnlichen Darbietung ebenfalls um Gelassenheit bemüht. "Es ist nicht ungewöhnlich für den FCA, dass wir um den Klassenerhalt fighten", betonte der Weltmeister. Nervosität verspüre er deshalb nicht - auch nicht mit Blick auf die Tabelle und die Konkurrenz: "Wir wissen, dass da unten Mannschaften mit einer Wahnsinnsqualität stehen. Deshalb sind wir gut beraten, nur auf uns zu schauen."

FCA bieder, Freiburg defensiv

Dieser Blick zeigt aber auch, dass der FCA seinen jüngsten Negativtrend nicht stoppen konnte. Nur einen Sieg gab es aus den letzten sechs Spielen, zuletzt blieb Augsburg dreimal in Serie sieglos. Warum das so ist, wurde gegen Freiburg deutlich. Auch wenn Moritz Leitner in der ersten Hälfte ein Feuerwerk gesehen haben will und Baum eine "Sturm- und Drangphase" vor der Gästeführung - viel war dem biederen FCA gegen defensive Freiburger nicht eingefallen. 

Wenn Freiburg nicht weiter um die Europacup-Plätze spielen würde, wäre der Begriff Abstiegskampf angebracht gewesen. Für Freiburgs Maik Frantz war es "ein Spiel an der Grenze mit einigen blauen Flecken". Man habe gesehen, so der SC-Mittelfeldspieler, "dass Augsburg extrem unter Druck steht. Da muss man dagegenhalten. Das tut dann auch mal weh."

Freiburgs Trainer Christian Streich missfiel diese Art von Fußball allerdings. "Wir haben nicht sauber genug gespielt und keine guten Entscheidungen getroffen. Es war nicht mehr drin. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, weil wir nicht gut gespielt haben", sagte er.

Hitz hätte die Rote Karte sehen können

Dabei ging sein Team in der 30. Minute durch einen von Florian Niederlechner verwandelten Foulelfmeter in Führung. Glück hatte dabei Augsburgs Torhüter Marwin Hitz, dass er nach der Attacke gegen Maximilian Philipp von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) nur Gelb sah, auch wenn der Schweizer von einer "Aktion gegen den Ball" sprach.

Das 1:0 gab Freiburg aber wenig Sicherheit, weil Augsburg laut Baum "Nehmerqualitäten" zeigte. Konstantin Stafylidis (38.) sorgte für den Ausgleich, begünstigt durch einen schweren Stellungsfehler von Lukas Kübler. So blieb am Ende ein 1:1, dass vor allem für den FCA zu wenig sein könnte - auch wenn Baum eine einfache Rechnung parat hatte: "Wenn wir in jedem Spiel noch einen Punkt mitnehmen, reicht es auch."   

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