Ferrari kündigt komplett neuen Formel-1-Motor für Saison 2021 an

Ruben Zimmermann
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Dass Ferrari 2020 die schlechteste Formel-1-Saison seit 40 Jahren droht, das hängt auch mit dem aktuellen Motor zusammen. Hatte die Scuderia im Vorjahr noch die stärkste Power-Unit, ist diese Überlegenheit nach zahlreichen technischen Richtlinien und einem geheimen Deal mit der FIA verschwunden. Der Ferrari-Motor ist in diesem Jahr der schlechteste im Feld.

Hoffnung macht Teamchef Mattia Binotto in einem Interview mit dem 'Corriere della Sera', in dem er für die kommende Saison 2021 ankündigt: "Der Motor wird komplett neu sein. Er läuft bereits seit Monaten auf dem Prüfstand." So könnte Ferrari möglicherweise zumindest in dieser Hinsicht aufholen. Das heißt aber nicht, dass Ferrari sofort wieder siegfähig wäre.

Denn Binotto stellt auch klar, dass das 2021er-Auto "notwendigerweise eine Evolution" des aktuellen SF1000 sein wird. Und der Teamchef hat stets betont, dass 2020 nicht nur der Motor das Problem sei. Der aktuelle Bolide hat unter anderem einen zu großen Luftwiderstand, weil man bei der Entwicklung davon ausging, einen PS-Vorteil zu haben.

"2019 konnten wir die Grenzen des Autos mit dem Motor kaschieren", so Binotto. Das ist 2020 nicht länger der Fall. Und die Regeln erlauben zwischen 2020 und 2021 nur eine begrenzte Weiterentwicklung. Ein Problem für Teams wie Ferrari, die Rückstand haben. "Aber es gibt Möglichkeiten", gibt sich Binotto dennoch optimistisch. 2020 sind jedoch keine großen Schritte mehr zu erwarten.

So wird die Scuderia zwar zum Beispiel bereits zum kommenden Rennen in Sotschi einige Updates bringen. Doch Binotto stellte in diesem Zusammenhang bereits klar: "Es wird kleinere Upgrades geben, das wird aber nicht das große Gesamtbild verändern." Man werde "noch ein bisschen mehr Zeit benötigen", um es wieder zurück nach vorne zu schaffen.

Es bleibt abzuwarten, ob das bereits 2021 oder erst in den folgenden Jahren der Fall sein wird. In der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft liegt Ferrari aktuell auf dem sechsten Platz. Schlechter schnitt man zuletzt 1980 ab, als man die WM sogar nur auf Rang zehn beendete.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.