Ferrari montiert Leclerc falsche Reifen

Pleiten, Pech und Pannen – auf kein Formel-1-Team trifft das wohl so genau zu wie auf die Scuderia Ferrari.

Schon seit Jahren machen die Roten aus Maranello mit Fehlentscheidungen und Patzern Schlagzeilen. Einst litt Sebastian Vettel darunter, aktuell trifft es vor allem Charles Leclerc. So auch beim Qualifying zum Belgien-GP in Spa.

Bereits vor der Qualifikation stand fest, dass der Monegasse aufgrund einer Motorenstrafe von weit hinten würde starten müssen. Umso unverständlicher dann das Handeln der Scuderia. Zu Beginn des dritten Qualifying-Abschnitts montierten die Mechaniker einen Satz frischer weicher Reifen auf den Boliden.

Nächster Ferrari-Patzer

Eigentlich hatte der Rennstall geplant, Leclerc auf gebrauchten Soft-Reifen auf die Strecke zu schicken. Der frische Satz sollte wiederum erst für den letzten Versuch im Q3 verwendet werden - um noch einmal eine deutliche Verbesserung erzielen zu können. Doch es kam anders.

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Aus Versehen wurden die falschen Reifen montiert. Der 24-Jährige erkundigte sich bereits kurz nach dem Losfahren via Funk zum Thema Reifenwahl. „Tut uns leid, war ein Fehler“, lautete die schlichte Antwort des Teams.

Wirklich auf den Fehler eingehen, wollte Leclerc nach der Session nicht. „Das war keine große Sache. Ich denke, es gab ein Missverständnis, es war keine große Sache. Aber natürlich habe ich es erwähnt, weil ich ein bisschen überrascht war. Es ändert aber sowieso nichts für den Rest des Wochenendes.“

Auf die anschließende Frage, ob er über den nächsten Patzer der Scuderia verärgert sei, antwortete Leclerc: „Nein.“

Im Qualifying wurde der Monegasse Vierter, die Startplatzstrafe spült ihn jedoch auf Rang 16 zurück.

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