Ferrari-Motor: Mercedes-Piloten wollen einfach fairen Rennsport

Norman Fischer
motorsport.com

Die Kontroverse um den Ferrari-Motor hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Sieben Nicht-Ferrari-Teams haben sich gegen einen geheimen Deal zwischen der FIA und Ferrari gewehrt, der suggeriert, dass bei der Scuderia nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Die Fahrer wollen dabei nur eins: fairen Rennsport.

Zur Inside-Story

"Natürlich ist jedes Team in der Performance anders, aber man möchte einfach spüren, dass man nach fairen Regeln spielt", sagt Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. "Das ist mein Ansatz. Mehr möchte ich eigentlich nicht dazu sagen, weil das nur noch für mehr Trubel sorgen wird", so der Brite.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Teamkollege Valtteri Bottas ergänzt: "Wir teilen alle Werte über fairen Rennsport und wollen sicherzustellen, dass alles auf dem Papier klar und gleich für alle Teams ist", sagt er. "Auch die Fans sollen wissen, dass der Rennsport fair ist. Und dabei wollen wir uns sicher sein."

Mehr Gedanken möchte der Finne aber nicht an das Thema verschwenden: "Ich bin hier, um zu fahren", betont er und stößt damit ins gleiche Horn wie Hamilton: "Wir Fahrer möchten einfach nur zu den Rennen kommen", so der Weltmeister.

Darüber sind sich die Piloten der beiden Lager Mercedes und Ferrari einig. Denn auch beide Ferrari-Piloten wollen sich mit dem Thema nicht groß beschäftigen und vertrauen in dieser Angelegenheit dem Team. "Ich vertraue ihnen, dass sie zu jeder Zeit die richtigen Dinge innerhalb der Regeln machen", betont Sebastian Vettel. Und alle Fahrer würden der FIA vertrauen.

Denn der Verband sei ohnehin der bessere Ansprechpartner. Die Fahrer selbst kennen sich mit der komplexen Technik auch nicht in dem Maße aus, um kompetente Antworten rund um Legalität und Nicht-Legalität zu geben. "Ich bin nicht die richtige Person, um genügend Einsicht zu liefern", sagt Vettel.

Eines kann er aber mit Sicherheit sagen: Dass die Sachlage die Beziehung zwischen ihm und Konkurrent Hamilton nicht verändert hat: "Der Respekt, der in den vergangenen Jahren gewachsen ist, ist unverändert und nicht in Gefahr."

Dem stimmt Hamilton zu: "Ich kann nur wiederholen, was Seb gesagt hat: Der Respekt zwischen uns ist über die Jahre gewachsen und hat sich nicht verändert. Was im Hintergrund zwischen den Teams und der Behörde abgeht, ist eine andere Sache. Sicherlich hätte man das besser handhaben können, aber das ist eine Sache für Toto (Wolff; Anm. d. Red.)".

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch