Ferrari-Sportdirektor: Leclerc fehlt es an Selbstvertrauen in Bahrain

Stefan Ehlen
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Sebastian Vettel ist der schnellere der beiden Ferrari-Fahrer. Und das ist ungewöhnlich in der Formel-1-Saison 2020. Denn meist hat Charles Leclerc die Nase vorne, wie auch ein Blick auf das Qualifying-Duell der Teamkollegen beweist. Doch Vettel hat nun schon zum wiederholten Mal einen besseren Startplatz erobert als Leclerc.

War Vettel im Bahrain-Qualifying also besonders gut oder Leclerc schlicht schwächer als sonst? Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies meint: "Wenn man Charles fragt, wird er wahrscheinlich sagen, dass er hier nicht sein übliches Selbstvertrauen hat. Da bin ich mir sicher."

Leclerc hatte das Teamduell am Samstag um 0,016 Sekunden gegen Vettel verloren, sei zu diesem Zeitpunkt aber schon wieder besser unterwegs gewesen als zu Beginn des Wochenendes, sagt Mekies.

Leclerc im Qualifying nicht in Topform

"Wir arbeiten hart, um ihn bestmöglich zu unterstützen und ihm ein Auto an die Hand zu geben, das ihm das notwendige Vertrauen vermittelt. Ich glaube, wir haben da kleine Fortschritte erzielt. Sein Selbstvertrauen ist gewachsen", erklärt Mekies.

"Im Qualifying aber hat etwas gefehlt. Hoffentlich können wir im Rennen wieder kämpfen."

Die bisherigen Trainings und das Qualifying hätten aber gezeigt, dass es im breiten Formel-1-Mittelfeld besonders eng zugehe. "Und so eng dürfte es auch im Rennen werden", meint Mekies. Den Bahrain-Grand-Prix im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!

Ferrari-Abstimmung aufs Rennen ausgerichtet

"Irgendjemand kommt dann besser zurecht, irgendjemand schlechter. So ziehen sich die Abstände ein bisschen auseinander. Ich erwarte aber einen sehr engen Kampf."

Interessant ist das vor allem mit Blick auf die Formel-1-Konstrukteurswertung. Denn neben Ferrari haben auch Racing Point, McLaren und Renault noch Chancen auf P3 hinter Mercedes und Red Bull.

Und Ferrari setzt alles auf eine Karte: "Wir haben versucht, uns [bei der Abstimmung der Fahrzeuge] auf das Rennen zu konzentrieren. Deshalb haben wir uns zwei Sätze Hard aufgespart", sagt Mekies. "Es gibt ein paar Autos, die das ebenfalls in petto haben, aber nicht so viele. Wir werden sehen, ob sich das bezahlt macht oder nicht."

Mercedes zählt übrigens nicht zu den Teams, die noch jeweils zwei Reifensätze Hard für seine Fahrer übrig haben. Allerdings gibt Formel-1-Ausrüster Pirelli die theoretisch beste Strategie im Rennen auch nicht mit Hard an, sondern mit Medium-Soft-Soft.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.