"Ferrari stellt sich gern selbst ein Bein"

Ein verkorkster Boxenstopp und eine unnötige Fünf-Sekunden-Strafe: Ferrari-Fahrer Carlos Sainz wurde von seinem Team während des Grand Prix in Zandvoort im Stich gelassen. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Die Verantwortlichen des Kult-Rennstalls machten - wie schon häufig in der Saison - einige Fehler. SPORT1-Experte Christian Danner kritisierte sie im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1: „Man stellt sich bei Ferrari gerne selbst ein Bein“, meinte er bezüglich des Boxenstopps. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Der 64-Jährige fügte hinzu: „Man hat Sainz sehr spät reingeholt, entsprechend kurz ist die Vorbereitungszeit der Boxencrew, um die Reifen herzurichten und das Werkzeug richtig zu positionieren.“ Die Folge war, dass die Boxencrew die Reifen nicht rechtzeitig parat hatte. (BERICHT: Haas warf Schumachers Rennen weg)

„Das war ganz klar Ferraris Fehler“

„Ferrari ist in dieser Saison oft ein bisschen zögerlich. Fünf Sekunden früher die Entscheidung getroffen, und der Reifen ist hergerichtet und die Mechaniker sind bereit“, betonte Danner.

Während des Rennes bekam Sainz eine Strafe wegen Unsafe Release. Darauf angesprochen, wurde der SPORT1-Experte deutlich: „Das war ganz klar Ferraris Fehler.“ Der frühere Formel-1-Pilot erklärte, dass man sich als Fahrer zu 100 Prozent darauf verlässt, was einem der Ingenieur sagt. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Dass er dem Alpine direkt vors Auto fährt, war ein Unsafe Release der härteren Sorte. Ohne Vollbremsung hätte es da einen Crash gegeben“, befürwortete Danner die Strafe. Sainz bekam nach dieser Aktion eine Fünf-Sekunden-Strafe, welche ihm ein paar Positionen gekostet hat. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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